Prognosen des IWF für Griechenland waren alle falsch

25. April 2017 / Aufrufe: 1.037

Paul Thomson gestand ein, dass die Prognosen des IWF in Bezug auf Griechenland während der gesamten 7 Jahre der Memoranden allesamt falsch waren.

Der Leiter der Europa-Abteilung des unglaubwürdigen internationalen Trägers steckte auch bei den pessimistischen Prognosen des Fonds in Zusammenhang mit den Primärüberschüssen der kommenden Jahre zurück!

Paul Thomsen, stellvertretender Direktor der Europa-Abteilung des Internationalen Währungsfonds (IWF), gestand vor kurzem in Washington die Durchführung falscher Prognosen und Einschätzungen bezüglich der fiskalischen Ergebnisse Griechenlands während der gesamten Dauer der 7 Memorandums-Jahre ein. Praktisch gestand Herr Thomsen ein, dass alle Berichte des IWF über die Perspektiven der griechischen Wirtschaft unglaubwürdig waren.

Griechenland kann Primärüberschüsse schaffen, wenn es alles auspresst

Die ersten fünf Jahre waren wir wegen der fiskalischen Ergebnisse Griechenlands übertrieben optimistisch„, betonte Poul Thomsen charakteristisch und fügte im weiteren Verlauf an, „in den letzten 1,5 Jahren lagen wir in die entgegen gesetzte Richtung falsch: wir waren wegen der Ergebnisse auf fiskalischer Ebene, aber auch hinsichtlich der Resultate, welche die Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland haben würden, übertrieben pessimistisch„. Er bestätigte ebenfalls den Umstand, Griechenland habe kurzfristig eine konjunkturelle Dynamik, betonte jedoch, dies sei ein Resultat des großen Rückgangs des BIP in den letzten Jahren.

Weiter gestand Poul Thomsen er auch den Fehler bei der Einschätzung bezüglich der Primärüberschüsse und der übrigen fiskalischen Größen des Jahres 2016, während er die Möglichkeit offen ließ, ob Griechenland auch in den kommenden Jahren einen Primärüberschuss von 3,5% des BIP zu erzielen vermögen wird. „Ja, es besteht kein Zweifel, dass Griechenland einen Primärüberschuss von 3,5% sowohl jetzt als auch in den kommenden Jahren haben kann, indem es alles auspresst„, meinte er um zu enden: „Wir rücken nicht von unserer Position ab, dass das Land immer noch strukturelle Reformen im Renten- und Steuersystem benötigt, um ein Wachstum nicht nur für, ein zwei Jahre, sondern auf beständiger Basis zu haben.

IWF will ohne tragfähige Verschuldung keine weiteren Kredite geben

Trotz seines Eingeständnisses bezüglich der Fehler des IWF beharrte Herr Thomsen außerdem darauf, Griechenland werde noch viel Jahre brauchen um auf die Niveaus zurückzukehren, auf denen es sich – in Terms der Beschäftigung und des Einkommens – vor der Krise befand. Weiter fügte er an: „Das tragfähige Wachstum benötigt einen langfristigen Plan.“ Er betonte ebenfalls, in dieser Phase widme der Fonds sich völlig seiner Eingliederung in das griechische Programm. Eine einschlägige Frage beantwortend merkte er jedoch an, der IWF werde keine neuen Kredite geben, wenn er nicht zuerst eine tragfähige Lösung für die Verschuldung auf Basis der Vereinbarung sicherstelle, die es am 25 März 2016 gab.

Damals vereinbarten wir, dass Eingriffe erfolgen müssen, auf dass die jährlichen Verpflichtungen Griechenlands bezüglich der Schuldentilgung 15% des BIP und langfristig 20% des BIP nicht zu übersteigen haben werden. Dies versuchen wir in dieser Periode sicherzustellen„, sagte Poul Thomsen. Vorausgehend gab er zu, in den Gesprächen mit Griechenland gebe es einen hinreichenden für die Rückkehr der Delegation des Fonds nach Griechenland.

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Giorgos Palaitsakis)

Kommentare sind geschlossen