Griechenlands dunkle Epoche

9. April 2017 / Aufrufe: 920

40 Prozent der Bürger in Griechenland vermögen die Rechnungen der gemeinnützigen Dienstleister nicht pünktlich zu bezahlen.

In einem Artikel mit dem Titel „Greece’s dark age: How austerity turned off the lights“ (Das dunkle Jahrhundert Griechenlands: Wie die Austerität die Lichter ausschaltete) beschreibt Reuters die ernsthafte Lage, in der sich in Griechenland tausende Verbraucher elektrischen Stroms befinden,  die ihre Rechnungen nicht zu bezahlen vermögen.

Die Alarmglocke bezüglich der Gefahr einer ausgedehnten Energiekrise in Griechenland schlagend berichtet die Agentur Reuters, dass über 40% der Griechen mit der Begleichung der Rechnungen für gemeinnützige Dienstleistungen im Rückstand sind, welche Quote die höchste in Europa ist.

Stromdiebstahl kostet Elektrizitätsgesellschaft hunderte Millionen Euro

In dem Artikel erfolgt ebenfalls die Rede von einem großen Anstieg der Stromdiebstähle (die im vergangenen Jahr 10.600 Fälle erreichten, gegenüber 4.470 im Jahr 2012), durch welche die Öffentliche Elektrizitätsgesellschaft (DEI) Einnahmen von 500 – 600 Mio. Euro im Jahr verliert.

Weiter ruft die Agentur in Erinnerung, dass die Prognosen des Unternehmens hinsichtlich ungewisser Forderungen hoch bleiben. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 gestalteten diese Prognosen sich auf insgesamt 453 Mio. Euro, gegenüber 690,7 Mio. Euro für den entsprechenden Zeitraum des Vorjahres 2015. Dabei betont sie, dass für die Haushalte, denen der elektrische Strom abgeschaltet wurde, Aktivisten der Bewegung „Ich zahle nicht“ übernommen haben, die Anschlüsse wiederherzustellen. (Anmerkung: Meistens wird dabei der verplombte Zählerkasten widerrechtlich geöffnet und der Stromzähler überbrückt.)

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Kommentare sind geschlossen