Griechenland bleibt in der Rezession

13. März 2017 / Aufrufe: 643

Griechenland verblieb 2016 als einziges Land der EU und der Eurozone in einer Rezession.

Gemäß den jüngst von dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) bekannt gegebenen Daten ist Griechenland das einzige Land in der Europäischen Union, das in einer Rezession verbleibt.

Spezieller sank das BIP Griechenlands im 4. Quartal 2016 um 1,2% im Verhältnis zum vorherigen Quartal und um 1,1% im Verhältnis zum selben Quartal des Vorjahres.

BIP der EU-28 wuchs 2016 um 1,9%

Auf der Gegenseite verzeichnete das BIP der Eurozone in der selben Periode einen Anstieg um 0,4% im Verhältnis zum 3. Quartal 2016 und um 1,7% im Verhältnis zur selben Periode des Jahres 2015. Entsprechend erreichte in der EU der „28“ der Anstieg 0,5% auf Quartalsbasis und 1,9% auf Jahresbasis.

Der Verlauf der europäischen Wirtschaften während der drei letzten Monate des Jahres 2016 wird in einer Graphik der Eurostat zusammen mit den von den übrigen Ländern ausgegebenen Angaben der Statistik-Behörden abgebildet und es zeigt sich auf höchst anschauliche Weise der rückläufige Kurs des griechischen BIP.

Griechenland verblieb 2016 als einzigstes Land der EU und der Eurozone in einer Rezession

Es sei angemerkt, dass drei Länder – nämlich Irland, Luxemburg und Malta – ihre Angaben noch nicht veröffentlicht haben, während das BIP Finnlands konstant blieb.

Aufschwung der Eurozone setzt sich fort

Griechenland war das einzige Land, das sich auf negativem Boden befand, wobei das BIP um 1,1% im Verhältnis zum letzten Quartal des Jahres 2015 und um 1,2% im Verhältnis zum 3. Quartal des Jahres 2015 zurückging.

Zusammengefasst setzte die Eurozone ihren stabilen Aufschwung fort, wobei ihre Wirtschaft um 1,7% auf Jahresbasis und um 0,4% auf Quartalsbasis wuchs. Positiv waren die Signale auch aus dem Kern der Eurozone. Deutschland legte 1,8% und Frankreich 1,2% zu, während die drittgrößte Euro-Wirtschaft – sprich Italien – um 1% erstarkte. Imposant war auch Spaniens Wachstum, das 3% erreichte.

Im Vergleich zum vorherigen Quartal gestaltet das vierte Quartal 2016 sich folgendermaßen:

  • Griechenland -1,2%
  • Dänemark 0,2%
  • Italien 0,2%
  • Tschechien, Deutschland, Frankreich, Holland 0,4%
  • Belgien, Zypern, Holland 0,5%
  • Kroatien 0,6%
  • Österreich 0,6%
  • Portugal 0,6%
  • Großbritannien 0,7%
  • Spanien 0,7%
  • Slowakei 0,8%
  • Bulgarien 0,9%
  • Schweden 1%
  • Lettland 1,1%
  • Rumänien 1,3%
  • Litauen 1,4%
  • Polen 1,7%
  • Estland 1,9%

(Quelle: Imerisia)

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