Schäubles Falle für Griechenland schnappt zu

15. Februar 2017 / Aufrufe: 5.167
Einen Kommentar schreiben Kommentare

Laut der La Tribune infizierte Schäuble das Hilfsprogramm für Griechenland mit einem Wurm, um schließlich doch noch den von ihm geforderten Grexit zu erreichen.

Im August 2013 hatte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble als Bedingung dafür, die Unterstützung Griechenlands zu akzeptieren, die Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an der Hilfe für das Land gestellt, dabei jedoch sehr wohl wissend, dass diese Beteiligung in Wirklichkeit nicht möglich ist.

Schäubles Ziel war und ist, sobald diese Wahrheit enthüllt wird, wieder das 2015 geschlossene Thema der Beteiligung Griechenlands an der Eurozone aufs Tapet zu bringen, schreibt Romaric Godin in der französischen Wirtschaftszeitung „La Tribune“ unter dem Titel „Griechenland: die Falle des Wolfgang Schäuble schnappt zu„.

Schäuble wollte von Anfang das Scheitern des Memorandums

Weil – wie die Zeitung betont -, wenn der IWF sich an dem Programm zu beteiligen weigern würde, da die Forderungen des Fonds nach massiven Beschneidungen der Verschuldung mit gewissen gezielten Reformen als Gegenleistung für Schäuble inakzeptabel sind, würde das Programm für Berlin hinfällig werden, da eine seiner Voraussetzungen (sprich die Beteiligung des IWF) unerfüllt geblieben wäre und Schäuble dann wieder das Thema des Grexit aufgreifen können würde.

Der deutsche Finanzminister wusste folglich sehr gut, was er tat, da die Beteiligung des IWF an dem Hilfsprogramm für Griechenland in Wirklichkeit von Anfang an nicht möglich war, wird in dem Artikel der La Tribune betont.

Im Juli 2015 hatte Schäuble das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone für „fünf Jahre“ vorgeschlagen. Bundeskanzlerin Merkel hatte seinen Vorschlag damals abgewiesen, jedoch hatte der Finanzminister noch nicht sein letztes Wort gesprochen. Laut Romaric Godin pflanzte Schäuble einen Wurm – nämlich den IWF – in das Memorandum, der es letztendlich auffraß und ihm nun erlaubt, das Thema wieder auf den Tisch zu bringen. Weil Wolfgang Schäuble seinen eigenen Plan für die Organisierung Europas vorantreibt, sprich den Plan der Schaffung eines „harten Kerns“ der Eurozone.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Kleoni
    15. Februar 2017, 09:43 | #1

    Hr. Schäubles einziges Ziel ist und bleibt, die Regierung Tsipras noch vor den Wahlen in Deutschland in die Wüste zu schicken. Jetzt, da die Umfragen die SPD in immer besserer Position sehen, wird er nervös, da er um seinen Stuhl fürchtet. Ergo sucht und findet er seinen alten äusseren Feind, die Regierung Tsipras. Ich bin dafür, dass er eine Woche Anschauungsunterricht in staatlichen Krankenhäusern – wo es an allem fehlt – in einem Heim für behinderte Kinder etc. bekommen sollte. Damit er vor Ort sieht, welches Leid er mit seiner Härte über viele Menschen in Griechenland gebracht hat.

  2. windjob
    15. Februar 2017, 11:06 | #2

    Hier schnappt nichts zu. Schäuble hat derzeit ganz andere Sorgen und die werden immer mehr. Wer weiss, ob er nach dem 24.09.2017 überhaupt noch Finanzminister ist.

  3. Ronald
    16. Februar 2017, 00:09 | #3

    Glaubt in Griechenland wirklich jemand, dass wenn Morgen Her Schäuble vom Blitz getroffen würde sich etwas an der europäischen Haltung gegenüber Griechenland ändern würde? Vor dem Hintergrund des Erstarkens der Eurogegner in fast alln Ländern? Diese Hoffnung ist genau so naiv wie die ständige Hoffnung der griechischen Bevölkerung, dass die jeweils nächste griechische Regierung etwas reissen könnte …
    Und was das „Herausdrängen“ aus dem Euro angeht: Der Vorschlag lautete: „Schuldenschnitt gegen 5 Jahre Eurozonenabstinenz“. Ihr werdet Schäuble und Merkel noch hinterherheulen, wenn Le Pen, Wilders, Petri und Co. Europa beherrschen 🙂

  4. Jorgo
    16. Februar 2017, 14:28 | #4

    Wann kapieren die Politiker der EU (einschließlich GR) endlich, dass GR niemals auf die Füße kommen wird, solange es dort den Euro gibt. Vielleicht haben sie es aber längst kapiert und trauen es sich nur nicht zu sagen. Denn wenn GR aus dem Euro ausscheidet, werden die Bürgschaften fällig und Deutschland muss richtig Geld in die Hand nehmen, das aber nicht vorhanden ist. Dann ist nämlich Schluss mit den Buchhaltungstricks. Jetzt muss sich zeigen, ob die Bundestagsabgeordneten einer neuerlichen Zahlung zustimmen werden, wenn der IWF nicht mitmacht. Nur unter dieser Voraussetzung hatten die Abgeordneten der letzten Zahlung, wenn auch mir der Faust in der Tasche, zugestimmt. Übrigens auch nur unter der Voraussetzung, dass GR seine Hausaufgaben erfüllt hat, was aber -wieder einmal- nicht Fall ist.

  5. GR-Block
    17. Februar 2017, 01:01 | #5

    – Zunächst hieß es heuchlerisch: „Ihr braucht nicht aus dem €“
    – Dann flehentlich: „Ihr dürft nicht raus, das wäre der Untergang des Abendlandes“
    – Schließlich bedrohlich: „Wehe ihr geht raus, wir zermalmen euch!“
    Als die Griechen 2015 ihr trotziges „NEIN“ wählten, bekannte man endlich Farbe: „Ätsch, ihr könnt gar nicht raus, wenn wir nicht wollen.“
    Das Schäuble’sche Taktieren hatte nur einen Zweck. GR durfte keinen Kredit vom IWF erhalten, bevor es nicht den Partnern half, 300 Mrd. faule europäische Kredite zu vernichten, natürlich auf Kosten der 500 Mio. Jetzt wo das dritte Paket über die Hälfte ausgezahlt ist, wird wieder mit dem GREXIT gewunken. Und schon macht sich die ND bereit, der EU bei der Veruntreuung eines vierten Pakets zu helfen.
    Damit der IWF nicht zahlt, wird er unter Druck gesetzt, indem alle Vereinbarungen über den fälligen Schnitt ausgesetzt werden. Ohne Schnitt kann aber der IWF keinen Kredit gewähren. Griechenland hat bis jetzt fast nur bei der Veruntreuung geholfen; kein Kredit weit und breit.

    Ja ja, er ist schon ein wahrer „Eurofighter“, der Schäuble. Das Gefasel von der Rettung der gemeinsamen Währung war alles nur Taktik, die Tarnung der Veruntreuung als „Hilfskredite“ seine Strategie. Es ging um den DEU-Binnenmarkt. Der ist nämlich die Milchkuh für das selbst ernannte Exportland. Nachdem die faulen Kredite abgebaut sind, wird wieder üppig gezecht. Wenn die Athener EU die 1-Bill.-Marke durchbrochen hat, dann erhält GR bestimmt gleichzeitig den Friedensnobelpreis und den Karlspreis für „Verdienste um die europäische Einigung“ verliehen. Dann kommt endlich die DEU 2.0: Mehr Schmiergelder für die ausländischen Auftraggeber und noch mehr Strukturgelder für die eigenen Konzerne.

    Allerdings … das Merkel’sche Hauruckverfahren hatte damals schlafende Hunde geweckt.
    Obama aktiviert NSA und CIA, wirft Strauss-Kahn hinaus und nimmt den IWF an die kurze Leine. DEU-Konzerne werden juristisch attackiert; eine Milliardenklage nach der anderen folgt. Ein gewaltiger Flüchtlingsstrom Richtung DEU wird ausgelöst. Die Briten gehen rechtzeitig in Deckung. Jetzt hat auch noch das Trampeltier übernommen, der transatlantische Handelskrieg um Marktanteile beginnt. Er erklärt Putin zum Demokraten, unerhört. Und, oh Schock, das Haus Habsburg erhebt sich und greift den „Eurofighter“ von unten an.
    Das Korruptionsexportland Nr.1 gerät ins Visier der „Korrumpierten“, die Kanzlerin ins Wanken. Selbst die SPD glaubt, jetzt kann sie endlich ausziehen von daheim, ’ne eigene Bude beziehen. Nun wittert auch noch Mitsotakis seine Chance und bietet sich als Wahlkampfhelfer für Merkel an, wie peinlich! Tief gesunken ist sie, und im September hat sich’s ausgemerkelt. Dann kommt Schulz, der Unbefleckte, der Hoffnungsträger, der Heiland. Er bringt das Reich Gottes, das Paradies, die DEU 2.0… oh Gott!

  6. Charly
    17. Februar 2017, 12:14 | #6

    Die Euro-Staaten müssten bei einem Crash folgende Summen abschreiben und sind deshalb verständlicherweise nervös:
    Deutschland: 94,45 Milliarden
    Frankreich: 72, 32 Milliarden
    Italien: 63,24 Milliarden
    Spanien: 43,41 Milliarden
    Eurozone gesamt: 339,7 Milliarden Euro

  1. Bisher keine Trackbacks

Hinweis: Kommentare werden erst nach Freischaltung durch einen Administrator sichtbar.
Bitte beachten Sie die Hinweise und Regeln bezüglich der Abgabe von Leserkommentaren.