Austerität zerstört Griechenland

20. Februar 2017 / Aktualisiert: 20. Februar 2017 / Aufrufe: 1.137

Laut einem Artikel der Frankfurter Rundschau ist es wirtschaftlicher Wahnsinn, Griechenland zu kontinuierlichen Haushaltsüberschüssen zu verpflichten.

Angesichts der anstehenden Eurogruppe wurde bezüglich der Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern in einem Artikel in der deutschen Zeitung „Frankfurter Rundschau“ geschrieben:

Seit 7 Jahren wird Griechenland von seinen Gläubigern gerettet. Die Zeit drängt und der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Eurozone – speziell Deutschland – sind sich uneinig, welche Maßnahmen sie noch von Griechenland zu verlangen vermögen. Noch ist nicht klar, welche Art von Kompromiss am Montag (20 Februar 2017) erfolgen wird. Es ist jedoch sicher, dass Griechenland neuen Maßnahmen zustimmen muss um weitere Kredite zu bekommen, mit denen es die alten (Kredite) abzahlen wird. Wie die griechische Wirtschaft das aushalten wird, scheint für die Gläubiger zweitrangig zu sein.

Von Griechenland verlangte Primärüberschüsse sind Wahnsinn

Der Artikel fährt fort: „Wenn man dies aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet, handelt es sich um Wahnsinn, dass ein Land in einer Krise – und mit einer zweistelligen Arbeitslosenquote – beständige Überschüsse in seinem Haushaltsplan hat anstatt jeden Euro in seine eigene Wirtschaft zu stecken. Die Austerität vernichtet. Das bewiesen die vergangenen Jahre, während derer Griechenland bis zu 8% seines BIP einsparen musste. Wenn man dies auf deutsche Verhältnisse überträgt, bedeutet das Austeritätsmaßnahmen – sprich Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen – in Höhe von 130 Mrd. Euro seit 2010. Jedes Jahr.

Die große Rezession der 30er Jahre – ein klassisches Beispiel einer wirtschaftlichen Katastrophe – führte die USA für vier Jahre in eine Wirtschaftskrise. Die Reduzierung der Rezession wurde nach 7 Jahren möglich. Die griechische Krise dauert inzwischen fast 8 Jahre, dennoch bleibt die Europäische Union optimistisch …„, endet die deutsche Zeitung.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Kleoni
    20. Februar 2017, 09:37 | #1

    Bitte im Titel korrigieren. FAZ ist Frankfurter Allgemeine Zeitung und ein Sprachrohr für die Politik des Finanzministers. Frankfurter Rundschau ist die kritisch gegenüber Hr. Schäubles Finanzpolitik.

  2. ronald
    20. Februar 2017, 13:55 | #2

    Sorry, aber die FAZ ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung und nicht die (weitaus unbedeutendere) Frankfurter Rundschau …

  3. Team
    20. Februar 2017, 15:09 | #3

    Danke für den Hinweis auf den peinlichen Fehler.

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