Goldreserven in Griechenland werden zu Steuern

24. Januar 2017 / Aktualisiert: 09. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.627

Die Bürger in Griechenland verflüssigen ihre letzten Vermögenswerte und Rücklagen, darunter speziell auch Goldmünzen, um Steuern zu bezahlen.

Die jüngst in der griechischen Tageszeitung „Kathimerini“ publizierten letzten Angaben der Griechischen Bank bezüglich der An- und Verkäufe sogenannter „Sovereigns“ (sprich englischer Goldmünzen) sind geradezu erschütternd.

Gemäß diesen Angaben verflüssigten die Griechen 2016, um ihren schweren wirtschaftlichen Verpflichtungen zu entsprechen, mehr als doppelt so viele Goldmünzen wie sie ankauften.

Verflüssigung in Goldmünzen angelegter „Notgroschen“

Konkret ergab sich aus den Angaben der Griechischen Bank (TtE), die alle während der Dauer des Jahres 2016 (offiziell …) erfolgten An- und Verkäufe auswertete, dass die Bürger insgesamt 56.972 Goldmünzen einlösten, gegenüber 27.080 Stück, die sie kauften.

Im Jahr 2015, in dem auch (konkret am 28 Juli 2016) die – bis heute fortbestehenden – Kapitalverkehrskontrollen verhängt wurden, wurde folgendes Bild beobachtet:

  • Im Quartal April – Juni 2015, also vor Verhängung der Kapitalverkehrskontrollen, wurden 15.811 Sovereigns verflüssigt und 10.524 gekauft.
  • Nach der Verhängung der Kapitalverkehrskontrollen wurden im Quartal Juli – September 2015 insgesamt 7.291 Sovereigns verflüssigt und 10.827 gekauft – letzteres offensichtlich, weil etliche Bürger über Liquidität verfügten und sich außer allem anderen (Kauf von Autos, elektrischen und elektronischen Geräten usw.) entschieden, auch Goldmünzen zu kaufen.

Aus einem ersten Studium der Angaben der TtE geht hervor, dass ab dem Beginn der Krise im Jahr 2009 die Reaktion der Öffentlichkeit im Oktober 2009 – hauptsächlich in Angst vor dem kommenden „Unbekannten“ – offensichtlich ist (damals wurden 316.143 Sovereigns verflüssigt und 180.493 gekauft).

Etwas Entsprechendes wurde auch früher beobachtet. Beispielsweise hatte die Beunruhigung in der Öffentlichkeit über die Zukunft des Euro in den ersten Jahren der gemeinsamen europäischen Währung zu einem um mehr als das Doppelte angestiegenen Verkauf von Goldmünzen durch die TtE geführt. Charakteristisch wird angeführt, dass 2002 insgesamt 162.072 Sovereigns verflüssigt und 98.419 gekauft wurden, während im Jahr der Olympischen Spiele in Athen (sprich 2004) insgesamt 226.698 Stück verflüssigt und 73.084 gekauft wurden.

(Quelle: Imerisia)

  1. weekend
    25. Januar 2017, 16:11 | #1

    Unglaublich, wie die eigene – sogenannte – EU Familie bereit ist, ihre Buerger und Waehler so auszupressen und zuzuschauen, wie arme Leute an Krankheiten sterben, die Selbstmordrate in die Hoehe schnellte, Familien obdachlos wurden, Kinder mit ihren Familien hungern. Das ist einfach nicht zu fassen und laesst mich in Sachen EU erschaudern, was die Zukunft betrifft …

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