Anstieg der Asylanträge in Griechenland um 600 Prozent

2. Januar 2017 / Aufrufe: 502

Laut den Angaben der nationalen Asylbehörde wurde in Griechenland im November 2016 ein Anstieg der Anzahl gestellter Asylanträge um fast 600 Prozent verzeichnet.

In Griechenland zeigten gemäß den Daten der Asylbehörde im November 2016 die Asylanträge einen Anstieg um 593% im Verhältnis zu dem monatlichen Durchschnitt des Jahres 2015. Konkret wurden im November 7.625 Anträge gestellt, während 2015 im Durchschnitt monatlich 1.100 Anträge erfolgten.

Noch größer ist dieser Anstieg bei den Frauen (932,7%) und unbegleiteten Minderjährigen (711,4%). Außerdem wird der größte Anstieg der Anträge in Thessaloniki (1.514,1%), auf der Insel Lesbos (824,1%) und in Thrakien (402,5%) beobachtet, während der Anstieg der Anträge in Attika relativ klein war (62,3%).

November 2016 waren in Griechenland 25.000 Asylanträge anhängig

Sehr erhöht war in Griechenland die Anzahl der Asylanträge auch in den vorherigen Monaten des Jahres 2016, wobei die meisten Anträge im Herbst eingereicht wurden (5.125 im September und 6.268 im Oktober). Insgesamt wurden 2016 in den ersten elf Monaten des Jahres 27.812 Asylanträge von Männern, 16.563 von Frauen und 2.072 von unbegleiteten Kindern eingereicht. Die meisten der Antragsteller waren Syrer (23.649), gefolgt von Pakistanern (4.066), Irakern (4.055) und Afghanen (3.295). Den größten Antrags-Anstieg im Verhältnis zu 2015 zeigten jedoch die Palästinenser (1.800%), Iraker (1.500%), Algerier (1.372,7%), gefolgt von den Syrern (1.133,7%)

Während der ersten elf Monate des Jahres 2016 wurden 6.522 Anträge auf eine Untersuchung in zweiter Instanz gestellt. Ebenfalls ergingen 2.555 positive Bescheide über die Gewährung des Flüchtlingsstatus und hilfsweisen Schutzes in erster Instanz und 186 in zweiter Instanz. Was die ablehnenden Beschlüsse betrifft, waren es 6.036 in erster Instanz und 1.289 in zweiter Instanz. Außerdem beliefen sich am 30 November 2016 die in erster Instanz anhängigen Anträge auf 25.142. Die Quote der Anerkennung durch die Asylbehörde in erster Instanz beläuft sich auf 98,8% für die Syrer, 97,8% für die Palästinenser, 65% für die Iraker, 52,5% für die Iraner und 48% für die Afghanen.

Gemäß den Angaben über das Umsiedlungsprogramm wurden ab dessen Beginn bis zum 27 November 2016 bei der Asylbehörde 18.488 Umsiedlungsanträge gestellt, während von der Behörde in dem selben Zeitraum 11.915 Anträge weitergeleitet wurden und 9.124 Stattgaben und 602 Ablehnungen erfolgten. Ungefähr 5.800 Antragsteller wurden in dem selben Zeitraum in andere Länder gebracht, während 6.543 Antragsteller für geplante Flüge vorgemerkt sind.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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