Zigaretten werden in Griechenland 2017 erneut teurer

29. Dezember 2016 / Aufrufe: 8.506

Die seit 2010 neunte Erhöhung der Besteuerung von Tabakprodukten in Griechenland wird Zigaretten erneut teurer machen und den Schwarzhandel noch mehr anheizen.

Im Februar 2017 wird in Griechenland bei Zigaretten die zweite Erhöhung um diesmal 0,30 Euro pro Päckchen folgen, wie zwischen der Tabakindustrie und den Verbänden der Tabakverkäufer vereinbart worden ist, damit die schrittweise Erhöhung bei den Einzelhandelspreisen weniger abrupt geschieht.

Die in diesem Rahmen erfolgte erste Erhöhung um 0,20 Euro pro Päckchen Zigaretten fand schon im November 2016 statt und nahm einen Teil der formal ab 2017 in Kraft tretenden erneuten Erhöhung der Besteuerung von Tabakprodukten praktisch bereits vorweg.

Absurde Überbesteuerung heizt Zigaretten-Schwarzhandel weiter an

Zigaretten stellen damit in Griechenland inzwischen das höchstbesteuerte Produkt dar, wobei es sogar auch Benzin übertrifft, da die Steuer derzeit 84% des Einzelhandelspreises und ab dem 01 Januar 2017 sogar 90% erreicht, während die Besteuerungsfähigkeit der Branche schon lange erschöpft ist.

Die Umsetzung der seit 2010 neunten aufeinanderfolgenden Erhöhung der Steuer auf Zigaretten (die achte erfolgte im Juni 2016 mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer) wird mehr als 60.000 in der Tabak-Kette beschäftigte Familien auf die Straße führen und wenigstens 3.000 von den 6.000 verbliebenen Kiosken werden schließen, während vor 2010 die Kiosk-Betreiber im ganzen Land über rund 11.000 Läden verfügten. Gleichzeitig haben die wiederholten Erhöhungen der Zigarettenpreise einen neuen Anstieg des Schwarzhandels verursacht, dessen Volumen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2016 schon 22% des legalen Markts überstieg, während er sich Ende 2015 auf 19,8% beschränkt hatte.

Von jedem Euro, den ein Konsument zahlt, fließen also 90 Cent an den Staat (Sonderverbrauchssteuer und MwSt.) und nur 10 Cent in die gesamte Lieferkette (Anbau, Verarbeitung, Industrie, Vertrieb, Einzelhandel). Mehr als 10.000 Kioske und Kurzwarenläden (einer von drei) wurden geschlossen, während erwartet wird, dass die Umsetzung der neuen Erhöhung der Besteuerung von Tabakprodukten ab dem 01 Januar 2017 erneut den legalen Markt zu Gunsten des illegalen Handels destabilisieren wird.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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