Frontex: NRO kooperieren mit Schleppern

17. Dezember 2016 / Aufrufe: 1.675

Laut der Financial Times bezichtigt die Frontex sogenannte Nichtregierungsorganisationen, mit den Schleppern von Flüchtlingen und Migranten im Mittelmeerraum zu kooperieren.

Exklusiven Informationen der „Financial Times“ zufolge bezichtigt die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex) im Mittelmeerraum aktive sogenannte Nichtregierungsorganisationen (NRO bzw. NGO), mit Flüchtlings-Schleppern zu kooperieren.

Wie die britische Zeitung anmerkt, sind die Beschwerden der Frontex in einem vertraulichen Bericht enthalten, der im vergangenen Monat erstellt wurde und in dem angeführt wird: „Es existieren klare Anzeichen, dass den Migranten vor ihrem Aufbruch exakte Informationen in Zusammenhang damit gegeben worden sind, wie sie die Schiffe der NRO erreichen.

Dubiose Aktivitäten der NRO im Flüchtlingsthema auch in Griechenland

Laut der griechischen Zeitung „Ta Nea“ ist wahr, dass die Beziehungen zwischen den beiden Seiten nie besonders gut waren. Und dies, weil die europäischen Behörden und die NRO sehr unterschiedliche Ansichten in Zusammenhang mit der Lösung einer Krise haben, die bis heute rund 4.700 Menschen das Leben gekostet hat.

Außerdem machte die Frontex ihre negative Stimmung gegenüber den NRO in einem neuen Bericht, der in der vergangenen Woche erstellt wurde, noch klarer. Darin ergeht die Rede von dem ersten nachgewiesenen Fall von Schleppern, die Migranten direkt zu einem Schiff einer Nichtregierungsorganisation lenkten.

Die von NRO-Mitgliedern geretteten Migranten weigern sich laut der Frontex häufig, mit den Amtsträgern der europäischen Behörden oder der italienischen Küstenwache zu kooperieren. Manche von ihnen berichteten sogar, diese Haltung in Befolgung der Ratschläge einzuhalten, die ihnen Mitglieder der NRO erteilt haben. Die Nichtregierungsorganisationen bestreiten dagegen von ihrer Seite, in irgendeiner Beziehung zu den Schleppern zu stehen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Ergänzend sei angemerkt, dass auch in Griechenland diverse (in der Regel ausländische bzw. aus dem Ausland gesteuerte) nichtstaatliche Organisationen und „solidarische“ Aktivisten / Initiativen dubioser und sogar auch definitiv illegaler Aktivitäten bezichtigt wurden und werden. In diesem Zusammenhang ebenfalls erwähnenswert ist, dass bisher der Löwenanteil einschlägiger für Griechenland bestimmter EU-Mittel bezeichnenderweise nicht an griechische Behörden und Träger, sondern direkt an (ausländische) nichtstaatliche Organisationen floss …

  1. windjob
    17. Dezember 2016, 20:38 | #1

    Ich halte diesen Bericht für durchaus plausibel. Die NGO / NROs sind teilweise Fanatiker und Phantasten, die vor solchen Handlungen nicht zurückschrecken würden. Nach meiner Ansicht haben Sie häufig die Nähe zur Realität verloren und schrecken deshalb vor solchen Aktionen nicht zurück. Dass sie hier die Situation nur verschlimmbessern, geht offensichtlich nicht in ihre Köpfe.

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