Die kriminellen Fehler des IWF in Bezug auf Griechenland

14. Dezember 2016 / Aufrufe: 1.283

Griechenlands Regierung bezichtigt den IWF bewusst falscher Prognosen bezüglich der Entwicklung der griechischen Wirtschaft.

Im Rahmen der immer weiter eskalierenden Kontroverse zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF), den europäischen „Institutionen“ und der griechischen Regierung betont letztere die ungeheuren Fehler in den Prognosen des Fonds bezüglich der Entwicklung der Wirtschaft Griechenlands.

Es ist offenkundig, dass der IWF in der Periode 2010 – 2014 günstigere Einschätzungen genau deswegen anstellte, weil er die Tragfähigkeit des Programms rechtfertigen wollte, an dem er selbst beteiligt war. Seit Beginn der Umsetzung des dritten Programms im Jahr 2015 stellt der IWF kontinuierlich ungünstigere Einschätzungen an – offensichtlich, um seine Abwesenheit zu rechtfertigen„, lautet es aus Regierungsquellen.

Die opportunistischen Fehlprognosen des IWF über Griechenland

Die selben Quellen betonen, der IWF habe für 2010 eine Rezession von 0,4% prognostiziert und die Rezession erreichte 5%. Im Jahr 2011 prognostizierte er eine Rezession von 2,6% und die Rezession erreichte 7,1%. Im Jahr 2012 prognostizierte er ein Wachstum von 2,1% und die griechische Wirtschaft zeigte eine Rezession von 6,6%.

Entsprechend sah der IWF für 2013 ein Wachstum von 2,1% voraus und es gab eine Rezession von 3,3%, während er – sich an dem neuen „Programm“ nicht mehr beteiligend – für das Jahr 2015 eine Rezession von 2,3% prognostizierte und das Jahr mit -0,2% abschließt.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. GR-Block
    14. Dezember 2016, 15:45 | #1

    Das scheint mir eine von langer Hand vorbereitete Strategie zu sein. Dass die Prognosen des IWF nicht stimmten, liegt daran, dass hier gewichtige, aber unkontrollierbare Partner mit im Spiel waren, die im Eigeninteresse agierten.

    Hätte Strauss-Kahn 2009 dem Kredit-Antrag des amerikanischen Ministerpräsidenten GRs (Papandreou) entsprochen, wäre alles nach einem altbewährten („harten“) Konzept des IWF abgelaufen – d.h., der Kredit wäre in der Größenordnung von -zig, aber nicht hunderten Mrd € ausgefallen. Leider nutzte aber die EU die Gunst der Stunde und etablierte eine „Troika“. Strauss-Kahn übernahm vorgeblich deren Leitung und damit für den IWF die politische Verantwortung. Obama strafte den IWF-Kopf dafür ab, denn jetzt war der amerikanische Einfluss auf die Wirtschaftspolitik GRs minimiert. Beim nun „kopflosen“ IWF arbeiteten deutsche Beamte weiter an der Planung und v.a. Analyse der voraussichtlichen ökonomischen Entwicklung GRs, die 2 Jahre später ihr berühmtes Ergebnis (nur 0,4% Rezession) ergab. Diese Entwicklung war aber von der EU nie vorgesehen. Als Lagarde übernahm, war das erste Paket über wahnsinnige 107 Mrd € bereits vereinbart. Dieses und die darauf folgenden gewaltigen Kreditpakete der 28 EU-Partnern störten die IWF-übliche Entwicklung nachhaltig – und ja, 28 Partner, denn auch Athen (sprich Papadimos, Samaras, Tsipras) gehörten dazu.

    Von Anfang an wurde in der Presse immer wieder lanciert, der IWF sei an allem schuld und erwarte grausame Maßnahmen. Das ist zwar richtig, aber trotzdem falsch. Denn es sind die Maßnahmen, welche die „EUSA“ erwarten, auf dass deren Investoren GRs Märkte „erschließen“ können. Die EU spielt jetzt aber den Pontius Pilatus. Die natürlicherweise schlechte Stimmung bei der griechischen Geschäftswelt und den einfachen Leuten wurde genutzt, um den IWF – der unter Strauss-Kahn die Sünden auf sich nahm – ans Kreuz zu nageln, und versucht, ihn jetzt zu „begraben“. Damit wäre aber fatalerweise der Einfluss der USA ganz draußen. Die einseitige wirtschaftliche Abhängigkeit GRs von der „DEU“ wäre die schlimmste aller Katastrophen. Offensichtlich hat Tsipras seine Kritikfähigkeit an den Meistbietenden verkauft.

    Vermutlich ist nun wie immer Putin an allem schuld. Als er damals Schröder in Hannover besuchte, brachte er ihm ein Angebot mit, das jener nicht ausschlagen konnte. Hätte doch Putin bei Tsipras‘ Besuch 2015 in Moskau ein adäquates Angebot vorgelegt; die Welt sähe heute anders aus. Aber damals hoffte er ja (noch), seine guten Beziehungen zur EU weiter auszubauen. Und außerdem braucht die GAZPROM wahrscheinlich eher Juristen als Ingenieure … .

  2. navy
    18. Dezember 2016, 19:53 | #2

    der IMF sind inkompetende Kriminelle. Rauswerfen

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