EU lässt Flüchtlinge in Griechenland skrupellos hängen

2. November 2016 / Aufrufe: 934

Die EU versprach Griechenland vor einem Jahr die Abnahme von 33000 Flüchtlingen, stattdessen sind bisher gerade einmal etwa 5000 Umsiedlungen erfolgt.

Griechenlands stellvertretender Minister für Migrationspolitik, Giannis Mouzalas, der sich am internationalen Athener Flughafen „Eleftherios Venizelos“ eingefunden hatte, um die 111 Syrer zu begleiten, die im Rahmen der Vereinbarung über die Verteilung der Flüchtlinge am 31 Oktober 2016 nach Finnland abreisten, wendete sich in hohen Tönen gegen die sogenannten europäischen Partner des Landes.

Eingangs merkte Herr Mouzalas an, „jedes Mal, wenn eine solche Gruppe abreist, sind wir sehr erfreut, aber auch sehr verärgert„, um weiter zu erklären, die Verärgerung liege an der Haltung anderer europäischer Staaten und der Nichteinhaltung der Umsiedlungs-Vereinbarung.

Visegrád-Gruppe sabotiert Flüchtlingspolitik der EU

Heute geht ein Jahr ab dem Beginn des Umsiedelungsprogramms zu Ende, und obwohl man uns 33.000 Umsiedlungen versprochen hatte, sind nur 5.000 erfolgt. Wir haben 7.500 (volljährige Flüchtlinge) und 600 unbegleitete Minderjährige, die zur Umsiedlung bereit stehen (also alle Phasen des vorgesehenen Prozedere durchlaufen haben)„, unterstrich der stellvertretende Minister für Migrationspolitik und ergänzte, die EU-Mitgliedstaaten schulden auf Basis der Beschlüsse, diese Menschen aufzunehmen.

Herr Mouzalas hob aber auch die Zusammenarbeit Athens mit den skandinavischen Ländern, Deutschland, Frankreich und Portugal hervor und bezeichnete sie als „hervorragend“. Dagegen verurteilte er die Haltung der sogenannten Visegrád-Länder (Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei), deren Regierungen die Verteilung der Flüchtlinge sabotieren und die Beschlüsse der Europäischen Union ignorieren.

Frankreich nimmt Griechenland die meisten Flüchtlinge ab

Am 31 Oktober 2016 reiste die bisher größte Gruppe syrischer Flüchtlinge, die im Rahmen der Vereinbarung über die Verteilung der Flüchtlinge von Griechenland in einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union aufbrach, von dem Athener Flughafen „Eleftherios Venizelos“ mit Finnland als Ziel ab.

Spezieller handelte es sich um eine Gruppe von insgesamt 111 syrischen Flüchtlingen, die sich für einen Zeitraum von 3 bis 11 Monaten in Griechenland aufhielten, darunter 16 aus 59 Flüchtlingen bestehenden Familien und 36 unbegleitete Minderjährige. Es ist anzumerken wert, dass am kommenden Freitag, dem 04 November 2016, ein Jahr ab dem Tag schließt, an dem die erste Gruppe von Flüchtlingen nach Luxemburg aufbrach und praktisch das Programm der Umsiedelungen aus Griechenland „einweihte“.

Finnland hat aus Griechenland bis heute 430 Flüchtlinge aufgenommen und zeigt ein besonderes Interesse für die Umsiedelung und Integration der unbegleiteten Minderjährigen in die lokale Gesellschaft. Für den kommenden Donnerstag (03 November 2016) ist die Abreise weiterer 170 Flüchtlinge nach Frankreich programmiert – das Land, das hinsichtlich der Anzahl genehmigter Anträge auf Umsiedelung von Flüchtlingen nach wie vor an erster Stelle bleibt.

(Quelle: dimokratianews.gr)

  1. Uli
    2. November 2016, 12:01 | #1

    Griechenland wird immer vorgeworfen, sich nicht an die Vereinbarungen mit der EU zu halten. Die europäische „Gemeinschaft“ tut hier nichts anderes.

  2. windjob
    2. November 2016, 12:31 | #2

    Das ist doch nichts neues in der EU und auch allgemein in der Politik. Diese Kameraden sind doch eine reine Labergruppe. Egal worum es in der Welt geht. Mit Versprechungen sind sie sofort dabei mit Versprechungen halten leiden sie an spontaner Demenz.

Kommentare sind geschlossen