Schwarzfahrer treiben Griechenlands Verkehrsbetriebe in Krach

4. Oktober 2016 / Aktualisiert: 09. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.497

Griechenlands Nahverkehrsbetrieben droht ein wirtschaftlicher Krach, da 8 von 10 Fahrgästen in den urbanen Verkehrsmitteln keine Fahrkarten zu lösen scheinen.

Bei den Omnibussen und Trolleybussen (sprich Nahverkehrsbetrieben) Griechenlands droht ein wirtschaftlicher „Krach“, da – wie sich aus den einschlägigen Zahlen zeigt – acht von zehn Fahrgästen kein Ticket zu bezahlen scheinen.

Laut der griechischen Zeitung „Imerisia“ waren die Einnahmen im August 2016 noch geringer als im selben Monat des Vorjahres, als der Schock der kurz zuvor verhängten Kapitalverkehrskontrollen noch frisch war. Besonders bezeichnend ist sogar der Umstand, dass die Einnahmen der Straßenverkehrsbetriebe SA (OSY), die im August vergangenen Jahres noch 5,5 Mio. erreichten, im August dieses Jahres 5 Mio. Euro nicht überstiegen – und zwar zur Stunde, wo sich allein die Lohnkosten des Trägers auf 7 Mio. Euro belaufen!

Verkehrsbetriebe befürchten weiteren Rückgang ihrer Einnahmen

Wie auch Personal der Busse und O-Busse enthüllt, nutzen etliche der Fahrgäste als Vorwand, sie seien arbeitslos, um so die neue Regelung auszunutzen, die Arbeitslosen, die einen Arbeitslosenausweis des OAED vorzeigen, ohne Fahrkarte zuzusteigen gestattet.

Von welcher Seite auch immer man das Thema betrachtet, die Mathematik … geht deswegen nicht auf und bei bei den Athener Verkehrsbetrieben (OASA) wird mit einem Rückgang der Einnahmen aus den Fahrkarten auch im September erwartet. Noch schlimmer, man beginnt sich auf den Gedanken einzustellen, dass vor den Zahlen, die zu kommen drohen, das für dieses Jahr vorgesehene „schwarze Loch“ von 77 Mio. Euro sich vielleicht als vergebliche Hoffnung erweisen wird.

Laut den wirtschaftlichen Größen der Etats hatte die „Spurgebundene Verkehrsmittel SA“ (STASY) für 2015 Einnahmen von 111,5 Mio. Euro und Ausgaben von 144 Mio. Euro. In den vergangenen Jahren wies sie jedoch Gewinne aus und so war es nicht nötig, dass der Staat eingreift, während sie für dieses Jahr einen Zuschuss in Höhe von 1,2 Mio. Euro erhalten wird. Auf der anderen Seite wies die „Straßenverkehrsmittel SA“ (OSY) Gesamtgewinne von fast 300 Mio. Euro und Ausgaben von 377 Mio. Euro aus.

Wie betont wird, falls die „Kassandren“ bestätigt werden sollten und der Rückgang bei den Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf sich fortsetzt, könnten die Verluste in ihrer Summe 130 Mio. Euro übersteigen.

(Quelle: Imerisia)

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