Jeder Dritte in Griechenland lebt in Armut und Exklusion

18. Oktober 2016 / Aufrufe: 1.616

In Griechenland lebt jeder Dritte Einwohner unter Verhältnissen der Armut und gesellschaftlichen Ausgrenzung.

Laut den am 17 Oktober 2016 von dem Europäischen Statistikamt Eurostat an die Öffentlichkeit gegebenen Daten für das Jahr 2015 leben in Griechenland mehr als einer von drei Einwohnern und in der EU im Durchschnitt einer von vier Einwohnern unter Verhältnissen der Armut und gesellschaftlichen Ausgrenzung.

In Griechenland befanden sich 2015 konkret 35,7% der Bevölkerung (sprich 3,8 Mio. Menschen) mit der Gefahr der Armut oder der gesellschaftlichen Ausgrenzung konfrontiert, gegenüber 28,1% im Jahr 2008. In der EU erreichte der entsprechende Anteil dagegen die Niveaus des Jahres 2008, also 23,7% bzw. 118,9 Mio. Menschen.

Griechenland, Rumänien und Bulgarien sind die Armenhäuser Europas

Laut Eurostat befindet ein Mensch sich im Zustand der Armut oder gesellschaftlichen Ausgrenzung, wenn er einer oder mehreren der folgenden Problemsituationen begegnet:

  • er gilt als arm (hat also ein Einkommen, das unter 60% des durchschnittlichen nationalen Einkommens liegt),
  • er lebt in einem Zustand der Not (entbehrt also grundlegender Konsumgüter oder vermag elementaren wirtschaftlichen Verpflichtungen nicht zu entsprechen),
  • er lebt in einer Familie, die mit der Gefahr der Armut konfrontiert ist (also einer Familie, in der keins ihrer Mitglieder eine „normale Arbeit“ hat).

Was Griechenland betrifft, befinden sich 21,4% der Bevölkerung in Verhältnissen der Armut und 22,6% in Verhältnissen der Not, während 16,8% der Bevölkerung in einer mit der Gefahr der Arbeitslosigkeit konfrontierten Familie leben. Die entsprechenden Quoten in der EU belaufen sich auf 17,3%, 8,1% und 10,5%.

Allgemein in einer noch schlimmeren Lage als Griechenland hinsichtlich des Anteils der Bevölkerung, der als im Zustand der Armut oder gesellschaftlichen Ausgrenzung befindlich gilt, sind Bulgarien (41,3%) und Rumänien (37,3%). Auf der Gegenseite rangieren (mit Quoten unter 20%) Tschechien (14%), Schweden (16%), die Niederlande und Finnland (16,8%), Dänemark und Frankreich (17,7%).

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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