Heizölpreise in Griechenland geraten in Brand

28. September 2016 / Aktualisiert: 28. September 2016 / Aufrufe: 1.207

Infolge der erneut erhöhten indirekten Besteuerung setzen die diesjährigen Heizölpreise die Budgets der privaten Haushalte in Brand.

Happig wird in diesem Jahr in Griechenland der Preis des Heizöls sein, das wegen der neuen erhöhten Sonderverbrauchsteuer, aber auch der Mehrwertsteuer teurer wird. Aufzeigend für den Anstieg ist, dass mit einem um 11% teureren Heizölpreis gerechnet wird.

Laut der griechischen Zeitung „Imerisia“ lag im vergangenen Jahr bei Beginn der Verkaufsperiode am 15 Oktober 2015 gemäß den Angaben der Treibstoff-Preiswarte des Entwicklungsministeriums der durchschnittliche Heizölpreis bei 0,83 Euro pro Liter. Die neue Preiserhöhung beträgt ungefähr 9 Cent pro Liter bzw. fast 11%.

Neue Heizölpreise in Griechenland liegen 20% höher als vor 6 Monaten

Würde in Griechenland der Verkauf von Heizöl ab heute beginnen, hätten die Haushalte gemäß den derzeitigen Raffinerie-Preisen und der bereits Ende Mai 2016 beschlossenen neuen Sonderverbrauchsteuer und Mehrwertsteuer einen Preis von ungefähr 0,92 Euro pro Liter bzw. 920 Euro pro 1.000 zu zahlen.

Berücksichtig man, dass am 30 April 2016 – als also die vorherige Winterperiode und der Verkauf von Heizöl auf dem Markt endete – der durchschnittliche Verkaufspreis bei 0,746 Euro pro Liter „eingerastet“ war, werden in diesem Jahr die Kosten schier untragbar. Die sich im Verhältnis zu den heutigen Gegebenheiten ergebende Differenz liegt in der Größenordnung von 20% oder 0,156 Euro pro Liter.

Das Emporschießen des Heizölpreises beruht auf den neuen höheren indirekten Steuern, die Ende vergangenen Frühjahrs eingeführt wurden, als die Vereinbarung der Regierung mit den sogenannten Institutionen (sprich Gläubigern Griechenlands) über die ersten Maßnahmen zur Vollendung der ersten Bewertung des fiskalischen Programms des Landes zum Abschluss gebracht wurde.

Konkreter steigt die Sonderverbrauchsteuer des Heizöls auf 0,28 Euro pro Liter bzw. 280 Euro pro 1.000 Liter, gegenüber 0,23 Euro pro Liter / 230 Euro pro 1.000 Liter, welcher Satz bis zu einschließlich der vorherigen Wintersaison galt. Außerdem wurde der MwSt.-Höchstsatz von 23% auf 24%, also um einen Prozentpunkt angehoben, was eine zusätzliche Belastung des Heizölpreises zum Ergebnis hat.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Rudi Ratlos
    29. September 2016, 10:14 | #1

    Das kann ja heiter werden, denn aktuell beschloss die Opec die Drosselung ihrer Erdöl-Fördermengen.

  2. windjob
    29. September 2016, 11:03 | #2

    Und wenn man nun noch die Senkung der Förderquote und damit verbundene Erhöhung des Rohölpreises in Betracht zieht wird es noch schlimmer.

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