Griechenlands Primärüberschuss ist Mogelpackung

26. September 2016 / Aufrufe: 823

Griechenlands Finanzministerium hat einen Weg gefunden, trotz rückläufiger öffentlicher Einnahmen den primären Haushaltsüberschuss auf hohen Niveaus zu halten.

Das Finanzministerium in Griechenland hat den Weg (um nicht zu sagen … Trick) gefunden, den primären Haushaltsüberschuss auf hohen Niveaus zu halten, obwohl die öffentlichen Einnahmen auf Niveau der ersten 8 Monate des Jahres 2016 einen Rückgang verzeichneten.

Wie sich aus den Angaben zur Ausführung des staatlichen Haushalts ergab, lagen im August 2016 die öffentlichen Ausgaben um rund 2,5 Mrd. Euro unter den Vorgaben, was von großen Abweichungen bei der Ausführung des öffentlichen Investitionsprogramms begleitet wird.

Griechenland „türkt“ Primärüberschuss auf Kosten der Wirtschaft

Wie die griechische Zeitung „Ta Nea“ schrieb, präsentierte mit diesem „Mechanismus“ der griechische Staatshaushalt einen primären Überschuss in Höhe von 3,756 Mrd. Euro, gegenüber einer Zielvorgabe von nur 980 Mio. Euro.

Wie in der Reportage angeführt wird, erreicht der Rückstand im Zufluss von Mitteln für das öffentliche Investitionsprogramms infolge von Verzögerungen bei der Abrufung gemeinschaftlicher Mittel 1,048 Mrd. Euro, während auf dem Sektor der Ausgaben der Umstand, dass die Aufwendungen in den ersten 8 Monaten des Jahres 2016 gerade einmal 2,172 Mrd. Euro betragen, die erkennbar werdende Aussicht auf Kürzungen gegen Ende des Jahres belegt, da Ausgaben von 6.750 Mrd. Euro vorgesehen waren.

Es sei angemerkt, dass damit innerhalb von acht Monaten nicht einmal ein Drittel der – in der realen Wirtschaft wie Manna erhofften – vorgesehenen Jahresausgaben getätigt worden sind.

(Quelle: iefimerida.gr)

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