Griechenland auf Platz drei bei öffentlichen Ausgaben

16. September 2016 / Aktualisiert: 16. September 2016 / Aufrufe: 1.305
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Griechenland hat innerhalb der Eurozone die dritthöchsten staatlichen Ausgaben im Verhältnis zum BIP.

Gemäß einem Bericht, den die Europäische Kommission der Euro-Gruppe vorlegte, liegt Griechenland unter den Ländern der Eurozone bei den öffentlichen Ausgaben (als Prozentsatz des BIP) auf dem dritten Rang.

Die staatlichen Ausgaben erreichen in Griechenland 55% des Bruttoinlandsprodukts und die einzigen Ländern, die Griechenland übertreffen, sind Finnland und Frankreich.

Anstieg der öffentlichen Gehaltsaufwendungen in Griechenland

Dies geht aus einem Memo der Kommission hervor, das – wie capital.gr enthüllte – der Euro-Gruppe des 09 September 2016 vorgelegt und auf Verlangen der Euro-Gruppe aufgesetzt wurde, damit es Gegenstand einer Diskussion mit Ziel die Verbesserung und Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen darstellt.

Laut dem Bericht liegt bei den Ausgaben Finnland auf Platz zwei und Frankreich auf Platz zwei, während nach Griechenland Belgien, Österreich und Italien folgen. Irland und Litauen sind die beiden Länder mit den niedrigsten Ausgaben, während mit steigendem Verhältnis von Ausgaben zu BIP Lettland, Estland und Zypern folgen.

Die Kommission hat mit diversen Bewertungen der Ausgaben der Mitglieder des Blocks „der 19“ begonnen, einerseits zur besseren Gestaltung von Politiken, welche die Regierungsschulden senken, und andererseits zur Etablierung fiskalischer Strategien, da die derzeitigen noch nicht „konjunkturfreundlich“ genug sind.

Aufzeigend ist er Umstand, dass – während die Steuerkraft der Griechen inzwischen ausgeschöpft ist und die öffentlichen Einnahmen zurückgehen – die Angaben über die mittleren Gehaltsaufwendungen des öffentlichen Sektors zeigen, dass diese um 1,5% steigen!

(Quelle: Imerisia)

  1. windjob
    16. September 2016, 20:56 | #1

    Interessant ist doch, dass das BIP seit 2009 konstant gefallen ist. Dies kann kaum verwundern, wenn die Wirtschaft mit Hilfe der unseligen EU geknebelt und gewürgt wird.
    Dies ist halt das Problem mit den Vergleichen über Prozente anstatt über reale Zahlen.

  2. Kleoni
    16. September 2016, 23:18 | #2

    wenn das BIP immer kleiner wird durch die drastischen Sparmassnahmen, die Löhne und Gehälter auch schon fast auf deutsches Harz IV-Niveau gekürzt wurden, die Wirtschaft durch Steuern und Abgaben abgewürgt wurde, dann kommt der Punkt, wo die öffentlichen Ausgaben im Verhältnis zum BIP immer höher werden. Irgendwie werde ich meinen Verdacht nicht los, dass die neoliberalen Kapitalisten irgendetwas in der Mengenlehre missverstanden haben.

  3. ronald
    22. September 2016, 18:06 | #3

    Öffentliche Ausgaben sind ja nichts Schlimmes. Schlimm ist, dass die öffentlichen Ausgaben Griechenlands nicht in Infrastruktur, Bildung, Soziales fliessen sondern zu einem erheblichen Teil in die (zugegebenermassen geschrumpften) Personalausgaben des aufgeblähnten Staatsangestelltenapparates und in Staatspensionen.

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