In Griechenland schuldet fast jeder Zweite dem Finanzamt

8. August 2016 / Aufrufe: 870
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In Griechenland hat fast jeder zweite Bürger Schulden beim Finanzamt und die fälligen Schulden an den Fiskus summieren sich auf insgesamt knapp 90 Milliarden Euro.

Gemäß den jüngst von dem Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen (GGDE) in Griechenland bekannt gegebenen offiziellen Angaben hat fast einer von zwei Griechen fällige Verbindlichkeiten an den Fiskus.

Die griechischen Steuerzahler „ersticken“ in Schulden. Über 4 Millionen Steuerpflichtige schulden dem Finanzamt fast das halbe BIP eines Jahres bzw. 89,8 Mrd. Euro. Für 755.806 Schuldner hat das GGDE Beitreibungs-Zwangsmaßnahmen mit Pfändungen und Beschlagnahmungen von Bankkonten, Einkommen und anderen Vermögenswerten sowie auch Zwangsversteigerungen von Immobilien eingeleitet.

Zwangsmaßnahmen gegen bereits über 750.000 Schuldner

Die am 04 August 2016 von dem Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen (GGDE) an die Öffentlichkeit gegebenen Angaben offenbaren, dass Ende Juni 2016 insgesamt 4.003.372 Steuerpflichtige offene Rechnungen mit dem Finanzamt haben. Gegen 1.492.088 von diesen können die zuständigen Dienststellen Zwangsmaßnahmen zur Beitreibung verhängen.

Ende Juni 2016 erreichten die innerhalb des Jahres 2016 entstandenen Schulden von Privatpersonen an das Finanzamt 6,87 Mrd. Euro, wovon 5,956 Mrd. Euro auf unbezahlte Steuern entfallen. Allein im Juni 2016 entstanden 1,28 Mrd. Euro „frische“ fällige Verbindlichkeiten, wobei die unbezahlt gebliebenen Steuern 903 Mio. Euro ausmachen.

Die sogenannten alten (sprich bis Ende 2015 entstandenen) fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus beliefen sich Ende Juni 2016 auf 83,025 Mrd. Euro, gegenüber 83,305 Mrd. Euro im Mai 2016. Der Gesamtbetrag der (alten und neuen) fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus gestaltete sich im Mai 2016 somit auf 89,832 Mrd. Euro.

Aus den Angaben des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen geht hervor, dass die Gesamtzahl all jener, die Schulden an den Fiskus haben, sich auf 4.003.372 beläuft, während gegen 1.492.088 von diesen Zwangsmaßnahmen zur Beitreibung ergriffen werden können. Die Schuldner, gegen die bisher Zwangsbeitreibungs-Maßnahmen verhängt worden sind, zählen 755.086 und entsprechen 50,65% all jener, gegen welche die Verhängung von Zwangsmaßnahmen möglich ist.

(Quelle: Imerisia)

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