Griechenland: Ohne Quittung kein Anspruch auf Bezahlung!

7. August 2016 / Aufrufe: 636
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Das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen in Griechenland betont unter anderem, dass Bestellungszettel und POS-Quittungen keine gesetzlichen Zahlungsbelege darstellen.

Die in vielen Geschäften in Griechenland üblichen Bestellungszettel beziehen sich ausschließlich und allein auf den internen Betrieb der Unternehmen und stellen keine Quittung über erbrachte Leistungen dar.

Ebenso substituieren die Zahlungsbelege der speziellen Terminals (POS) nicht die gesetzlich vorgesehenen Quittungen, die mittels der Registrierkassen auszustellen sind. (Ergänzend sei angemerkt, dass in Griechenland nicht alle Betriebe und Gewerbetreibende zur obligatorischen Nutzung elektronischer Registrierkassen verpflichtet und Zahlungsbelege in diesen Fällen handschriftlich auszustellen sind.)

Jede nicht ausgestellte Quittung belastet die ehrlichen Steuerzahler

Dies betont unter anderem das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen (GGDE) in seinen Hinweisen an die Steuerpflichtigen / Konsumenten anlässlich konkreter Vorfälle, die während der Dauer von Dienststellen der GGDE durchgeführten Kontrollen, aber auch aus Beschwerden von Konsumenten verzeichnet wurden.

Spezieller weist das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen die Steuerpflichtigen bzw. Konsumenten auf Folgendes hin:

  • Die Gastronomie- und Vergnügungsbetriebe (Tavernen, Restaurants, Grillstuben, Ouzerien, Bars, Cafeterien, Clubs usw.) sind verpflichtet, für jeden am Tisch servierten Artikel eine Quittung auszustellen und auszuhändigen.
  • Mit dem Umstand als gegeben, dass die meisten Unternehmen elektronische Bestellungs-Systeme nutzen, die auch die entsprechenden Belege ausgeben, beziehen die Bestellungszettel sich ausschließlich und allein auf den internen Betrieb der Geschäfte und stellen auf keinen Fall steuerrelevante Belege (also rechtmäßige Quittungen bzw. Zahlungsbelege) dar.
  • Wenn gewählt wird, per Debit- oder Kreditkarte zu zahlen, reicht der Zahlungsbeleg des speziellen Terminals (POS) nicht aus. Das Unternehmen ist verpflichtet, auch die gesetzlich vorgesehene Quittung (sprich im Regelfall einen Kassenbon) auszustellen.
  • Die Verweigerung der Ausstellung einer regulären Quittung berechtigt auf Basis des Gesetzes, die erstandenen Produkte und Dienstleistungen nicht zu bezahlen.

Wie das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen in einer einschlägigen Bekanntmachung anführt, setzt es die Kontrollen zur Einschränkung der Steuerhinterziehung und zum Schutz der Interessen der aufrichtigen Steuerzahler und des gesunden Wettbewerbs fort. „Keine Quittung zu verlangen, bedeutet in jedem Fall zusätzliche steuerliche Belastungen und eine teurere Rechnung für die aufrichtigen Steuerzahler„, wird charakteristisch betont.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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