Griechenland knöpft sich Unternehmen mit Auslandssitz vor

14. August 2016 / Aufrufe: 850
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Das Finanzministerium in Griechenland bläst zur Steuerjagd auf griechische Unternehmen mit Firmensitzen in Bulgarien und Zypern.

Die Steuerbehörden in Griechenland werden in dem kommenden Zeitraum mit intensiven Kontrollen beginnen, um griechische Unternehmen mit Sitz in Bulgarien und Zypern ausfindig zu machen.

Ziel dieser „Safari“ ist, die Unternehmen aufzuspüren, die praktisch als „Vitrine“ betrieben werden, um der besonders hohen Besteuerung in Griechenland zu entgehen.

Griechenlands Steuerflüchtlinge sollen bluten

Wie die griechische Zeitung „Kathimerini“ unter Berufung auf einen höchsten Regierungsfunktionär berichtet, sollen in dem kommenden Zeitraum zwischenstaatliche Vereinbarungen mit Bulgarien und Zypern unterzeichnet werden, und sofort danach werden die Listen mit griechischen Interessen unterliegenden Unternahmen sowie auch die Zusammensetzungen der Beteiligungen an bulgarischen und zypriotischen Unternehmen nach Athen geschickt werden, in denen Griechen aktiv sind.

Funktionären des Finanzministeriums zufolge sind in Nordgriechenland Kreise tätig, die Unternehmen in Bulgarien „einzurichten“, wo die Steuer auf die Gewinne nur 10% beträgt – gegenüber 29% in Griechenland! Die selbe Quelle führte an, gegen alle Unternehmen, bezüglich derer herausgefunden wird, dass ihre unternehmerischen Aktivitäten in der Essenz in Griechenland angesiedelt sind, sehr hohe Geldstrafen verhängt werden sollen.

Ergänzend sei angemerkt, dass den griechischen Fiskus nicht nur die ihm entgehenden Steuereinnahmen „wurmen“, sondern auch die Umgehung der in Griechenland bestehenden Kapitalverkehrskontrollen ein Dorn im Auge ist, da Unternehmen mit Auslandsitz selbstverständlich auch über Auslandskonten verfügen und ihre finanziellen Transaktionen teilweise oder gar vollständig abseits des griechischen Banksystems abwickeln.

(Quelle: Imerisia)

  1. windjob
    14. August 2016, 09:31 | #1

    Anstatt hier grossartige Verträge mit anderen Ländern zu machen wäre es einfacher, im eigenen Land die Steuern so zu senken, dass es wieder attraktiver für Firmen wird und diese nicht mehr abwandern. Dann würden auch hier wieder die Steuern sprudeln.

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