Neuer Schock für Rentner in Griechenland

7. Juli 2016 / Aufrufe: 1.219
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Die in Griechenland ab Mitte Mai 2016 in Kraft getretenen Bestimmungen des neuen Versicherungsgesetzes führen zu vorläufigen Altersrenten ab 144 bis maximal 768 Euro!

Einen Schock für alle, die in Griechenland ab dem 13/05/2016 und nachfolgend einen Rentenantrag stell(t)en und damit unter die neuen Bestimmungen des Versicherungsgesetzes fallen, bringen die (pauschal um 30% gekürzten) neuen vorläufigen Renten mit Beträgen, die ab 144 Euro beginnen und bis zu maximal 768 Euro im Monat reichen –  und zwar ungeachtet gegebenenfalls sehr viel höherer gesetzlicher Ansprüche!

Besagte Beträge können allerdings auch einen über die gesetzlich bestimmten zwei Monate (innerhalb derer theoretisch zumindest im Fall „simpler“ Versicherungsverläufe ein endgültiger Rentenbescheid ergehen sollte) hinausgehenden beständigeren Charakter annehmen, wenn man den aufgelaufenen „Stock“ der ungefähr 150.000 alten Anträge auf Bewilligung endgültiger (Alters-) Renten berücksichtigt, die bei den Rentenkassen fallweise sogar schon seit 2012 in den Schubladen liegen.

„Frührentner“ werden mit 0,5% pro Monat bzw. 6% pro Jahr abgestraft

Selbst wenn die neuen Rentner eine vorläufige Rente erhalten werden (was keinesfalls sicher und in vielen Fällen von vornherein ausgeschlossen ist), bleibt jedoch unbekannt, wann die Stunde kommen wird, auch die endgültige Rente zu beziehen.

Den Schock in Zusammenhang mit den vorläufigen Renten enthüllt der Inhalt des einschlägigen Runderlasses des Arbeitsministeriums, mit dem für alle, die ab dem 13/05/2016 und nachfolgend einen Rentenantrag stellen, Folgendes gilt und vorgesehen ist:

  1. Bei den Altersrenten beträgt für alle, die mit vollem Rentenanspruch in den Ruhestand gehen, der Mindestbetrag der vorläufigen Rente 384 Euro (so viel wie auch die sogenannte „nationale Rente“) und der Höchstbetrag übersteigt in keinem Fall 768 Euro, erreicht also bis zum Doppelten der nationalen (Basis-) Rente.
  2. Im Fall einer geminderten Altersrente („Frührente“) reduzieren sich Mindest- und Höchstbetrag um 0,5% für jeden Monat oder 6% für jedes Jahr, die bis zur Erfüllung der regulären Altersgrenze für eine volle (ungeminderte) Rente fehlen. Wenn beispielsweise 60 Monate (5 Jahre) fehlen, beläuft die Kürzung sich auf 30% und die monatlichen Bezüge gestalten sich entsprechend auf 268,80 Euro bis maximal 537,60 Euro.

(Quelle: eleftherostypos.gr, Autor: Kostas Katikos)

  1. Kleoni
    7. Juli 2016, 10:05 | #1

    bei den kleinen Leuten = Masse kann man sparen, die haben sowieso keine Lobby – eines ist so gesichert: diese Menschen gehen sozialverträglich ins Grab.

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