Kehrt Varoufakis auf Griechenlands Politik-Bühne zurück?

28. Juli 2016 / Aufrufe: 1.402
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Der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Finanzminister Yanis Varoufakis beabsichtigt, wieder auf die politische Bühne in Griechenland zurückzukehren.

Zur Sunde, wo das griechische Parlament den Antrag des ND bezüglich eines Untersuchungsausschusses für das dritte Memorandum debattiert, schlägt der ehemalige Finanzminister Griechenlands wieder zu … .

In einem Internet-Interview an pressproject.gr enthüllt Yanis Varoufakis seine Absicht, auf die griechische politische Szene zurückzukehren und – warum nicht – bei den nächsten Parlamentswahlen zu kandidieren … . Und er bleibt nicht dort stehen, da er warnt, die Protokolle der Eurogruppen an die Öffentlichkeit zu geben, von denen er Tonaufnahmen angefertigt hatte.

Varoufakis schließt Kooperation mit Zoi Konstantopoulou nicht aus

Yanis Varoufakis betonte in seinem Interview an pressproject.gr, „die DiEm25 ist in allen Ländern Europas vertreten und wird offensichtlich auch in Griechenland präsent sein. Die Präsenz, welche die DiEm25 in Griechenland annehmen wird, wird von ihren Mitgliedern beschlossen werden.“ Weiter fügte er an, „das immer größer werdende politische Vakuum in Griechenland muss aus demokratischen und radikalen Kräften heraus geschlossen werden. Anderenfalls wird es sich mit Ungeheuern füllen.

Auf eine Frage in Zusammenhang mit einer möglichen Kooperation mit (der ehemaligen Parlaments-Präsidentin) Zoi Konstantopoulou und ihrer Partei antwortend sagte er: „Wir werden mit allen politischen Formationen in ganz Europa kooperieren, welche die Unterwerfung unter die Politiken der Troika verweigern und parallel die Sirenen ignorieren, die uns zur Rückkehr zur Nation / zum Staat in einem linken Nationalismus auffordern.

Sitzungen der EU-Organe müssen für Bürger zugänglich sein

Die zweite „Bombe“ behielt sich Yanis Varoufakis bezüglich der berüchtigten „Tonaufnahmen“ von den Eurogruppen vor, an denen er teilnahm, und welche Mitschnitte er – wie er meinte – sehr bald an die Öffentlichkeit geben wird! „Ich persönlich erachte, dass alle Sitzungen Europas aufgezeichnet werden und für die europäischen Bürger zugänglich sein müssen. Dies stellt auch eine Kampagne der DiEM25 dar. Bei den Konferenzen der Eurogruppe, bei denen ich persönlich zugegen war, respektierte ich – und war damit vielleicht der einzige – die Vertraulichkeit und gab das Besprochene nicht öffentlich bekannt, trotz der „Durchsickerungen“ von Seite der Troika, die häufig toxisch und unwahr waren. Im Rahmen der Schilderung des Thrillers um den ‚Athener Frühling‘ werde ich bald meine Ansicht über die Geschehnisse darlegen und die Protokolle jener Sitzungen vorlegen. Ziel ist nicht die Reproduktion der Vergangenheit. Heute drängen sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft. Die Sackgasse, gegen die wir 2015 ankämpften, wird heute noch heftiger. Alles, was wir von nun an tun, muss sich auf die Zukunft der Landes und Europas beziehen„, betonte er charakteristisch.

Abschließend auf die gegen seine Person und Amtszeit als Finanzminister gerichteten Vorwürfe der Nea Dimokratia anlässlich der Debatte im Parlament antwortend, merkte er an: „Ich habe alle, die meine Argumente bezüglich des ‚Putsches‘ zu widerlegen wünschen, der den ‚Athener Frühling‘ beendete, wiederholt herausgefordert, die Umstände für die Durchführung der Diskussion – in einem Amphitheater bis hin vor einem Sondergericht – zu schaffen. Ich werde dort sein. Werden jene es auch sein?

(Quelle: Imerisia)

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