IWF gibt Scheitern des Griechenland-Programms zu

15. Juli 2016 / Aufrufe: 2.847
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Der IWF gesteht ein, dass das griechische Programm gescheitert ist und die Wirtschaft Griechenlands sich nicht auf dem angestrebten Niveau befindet.

Die griechische Wirtschaft befindet sich nicht auf dem Konjunktur- und Beschäftigungsniveau, auf dem sie hätte sein müssen„, gestand vor kurzem (auch) der Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) Gerry Rice ein.

Wie er anführte, müssen alle realistisch anerkennen, dass die griechische Wirtschaft sowohl an den beiden obigen Fronten, aber auch bei einer Reihe wirtschaftlicher Indizes keinen Erfolg hatte. Aus diesem Grund strebe der IWF an, in dem neuen Programm jene Voraussetzungen zu gestalten, welche die griechische Wirtschaft an den Punkt bringen werden, an dem sie sich befinden müsste.

IWF macht Finanzierung von einem tragfähigen Programm abhängig

Gerry Ryce merkte an, das Scheitern des griechischen Programms im Gegensatz zu denen, die in Irland, Portugal, Zypern und Lettland ungesetzt wurden, beruhe auf vielfältigen und komplexen Gründen, wobei er jedoch vermied, diese zu definieren.

Jedenfalls wiederholte er die Absicht des Internationalen Währungsfonds, sich finanzierend an dem neuen Programm unter der Voraussetzung zu beteiligen, dass es tragfähig sein werde. Voraussetzungen dafür stellen sowohl die Tragfähigkeit der öffentlichen Verschuldung Griechenlands (und aus diesem Grund seien die Maßnahmen der Europäer zu spezifizieren, damit ihre Auswirkung auf die Tragfähigkeit veranschlagt wird) als auch die konsequente Umsetzung eines Reformprogramms dar.

Speziell bezüglich der Reformen auf dem Arbeitsmarkt unterstrich der IWF-Vertreter, Ziel der zweiten Bewertung (der Fortschritts des griechischen Programms durch die sogenannten Institutionen) sei, dass jene Reformen voranschreiten, damit der griechische Arbeitsmarkt sich den „optimalen internationalen Praktiken“ anpasst. Er selbst vermied es, die vorgestrigen Erklärungen des griechischen Arbeitsministers Giorgos Katrougkalos „bezüglich einer Isolierung des IWF in der anstehenden Bewertung“ zu kommentieren.

Hinsichtlich des Themas des Brexit wiederholte Gerry Ryce, die einschlägigen Diskussionen müssen schnellstmöglich zu beginnen haben.

(Quelle: Imerisia)

  1. Kleoni
    15. Juli 2016, 10:04 | #1

    der IWF will Griechenland immer noch zu einem Billigstlohnland machen, damit die Konzerne so billig wie in Bangladesh produzieren können. Nach denen, die bereits am Boden liegen, ist es leicht noch weiter zu treten, soviel, dass sie gerade noch unter Schmerzen überleben können.

  2. weekend
    15. Juli 2016, 11:52 | #2

    Entweder die anderen EU Staaten sind blind oder sie wollen es sein wenn es um Griechenland geht, sie wissen was fuer ein Leid in Griechenland und sehr vielen Familien herrscht. Sie haben was sie wollten, die Grenzen wurden dicht gemacht und nun soll sich Griechenland drum kuemmern, seitdem hoert man kaum mehr was in den doch so „unabhaengigen“ Nachrichtensendern. Mit ihrem EU Programm haben sie Griechenland erst so richtig arg geschadet.

  3. Antonios Vassiliadis
    15. Juli 2016, 13:28 | #3

    Warum zieht man nicht GOLDMAN SACHS, welche die Griechischen Verantwortlichen zur absichtlichen Fälschung beim EU-Beitritt verführt hatten zur Rechenschaft? Die sitzen doch auf dem Geld. Griechenland hatte bisher einige Großfirmen verklagt, warum nicht jetzt endlich einmal eine Bank, anstatt gegen Rentner und Geringverdiener Steuerschulden einzutreiben? Wie lange müssen sich die Griechen das alles noch gefallen lassen, bis ein Bürgerkrieg aus Politikverdrossenheit ausbricht? Wenn schon der IWF das Scheitern offen zugibt, warum gibt man nicht Frau Merkel und Herrn Schäuble den Laufpass?

  4. windjob
    15. Juli 2016, 19:39 | #4

    Der IWF hat in Sachen Griechenland eine ganze Menge Fehler gemacht und auch zugegeben. Fehler kann man ja machen, aber man muss auch dazu stehen und sie korrigieren, genau hier fehlt es aber. Auch das Gespann Merkel / Schäuble ist daran beteiligt, aber diese zwei Sturschädel sind nicht in der Lage, Fehler einzugestehen.
    Warum geht GR nicht endlich her und verklagt Deutschland auf Rückzahlung zumindest der Zwangsanleihe? Man muss sich wirklich schämen, Deutscher zu sein, und trotzdem werden wir hier von den Griechen immer noch sehr freundlich behandelt. Sowas nennt man Haltung und davon könnten viele Deutsche sich eine Scheibe abschneiden.

  5. Jan-Peter Brodersen
    15. Juli 2016, 22:02 | #5

    In der Finanzkrise hat Island genau das Gegenteil von dem gemacht, was der IWF und die EZB vorgeschlagen haben! Denen geht es mitlerweile wieder gut. Man darf nicht die Banken, sondern muss die Menschen retten. Die Bänkster gehören in den Knast.

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