Griechenland auf Platz 2 bei Rüstungsausgaben in der NATO

7. Juli 2016 / Aufrufe: 1.175
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Griechenland liegt unter allen Mitgliedstaaten der NATO bei den Verteidigungsausgaben trotz der Krise auf Platz 2.

Trotz der in den letzten Jahren erfolgten drastischen Kürzungen stellt Griechenland weiterhin eins der gerade einmal fünf (von 28) Ländern dar, deren jährliche Rüstungsausgaben 2% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) übersteigen.

Höhere Ausgaben (als Anteil des BIP) haben mit 3,61% nur die USA. Es folgen Griechenland mit 2,38%, Großbritannien mit 2,21%, Estland mit 2,16% und Polen mit 2%.

NATO drängt auf Rüstungsetat von wenigstens 2% des BIP

Im Vorfeld des Gipfelkonferenz der NATO in Warschau gab die Allianz detaillierte Daten über die Verteidigungsausgaben ihrer Mitgliedstaaten in einem indirekten, jedoch klaren Versuch an die Öffentlichkeit, Druck auf die Regierungen auszuüben, die signifikant hinter dem jährlichen Ziel von 2% zurückliegen.

Aus den Angaben geht hervor, dass die Verteidigungsausgaben in Griechenland ab 2009 bis 2014 einem geometrisch sinkenden Verlauf folgten (von 7,31 Mrd. Euro im Jahr 2009 auf 3,93 Mrd. Euro im Jahr 2014), jedoch gab es auch einen parallelen Rückgang des BIP. Für 2015 und 2016 zeigt sich ein leichter Anstieg, der jedoch auch als Stabilisierung – bei ungefähr 4,15 Mrd. Euro in laufenden Preisen – interpretiert werden kann.

Der leicht ansteigende Verlauf des Rüstungsetats der beiden letzten Jahre erscheint auch aus den Prozentsätzen jährlicher Senkung der Verteidigungsausgaben. 2010 wurden die Verteidigungsausgaben um 18,94%, im Jahr 2011 um 17,87%, im Jahr 2012 um 10,81% und im Jahr 2013 um 6,41% gesenkt. 2014 wird ein leichter Anstieg um 0,72% vermerkt, während 2015 ein klarer Anstieg um 7,06% verzeichnet wird. Für 2016 ist eine grenzwertige Senkung vorgesehen (0,07%).

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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