Drogen, Sex und Gewalt in Griechenlands Flüchtlingslagern

11. Juli 2016 / Aufrufe: 1.370
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Die Situation in den Flüchtlingslagern in Griechenland und speziell bei Thessaloniki wird als extrem gefährlich charakterisiert.

Die Situation in den Einrichtungen für die Beherbergung von Flüchtlingen bleibt in Thessaloniki außer Kontrolle. Die Notrufzentrale der Polizei verzeichnet alltäglich dutzende kleine und große Zwischenfälle unter Flüchtlingen. Bei manchen von diesen wird die Mobilisierung großer Polizeikräfte für notwendig gehalten.

Zur selben Stunde ist selbst das Leben der Flüchtlinge durch kriminelle Elemente gefährdet, die sich in den Lagern aufhalten.

Alltägliche Zusammenstöße und Prügeleien in den Flüchtlingslagern

Dutzende Polizeibeamte werden in den Beherbergungsanlagen als Wachpersonal eingesetzt, mit dem Resultat, dass die Polizeikräfte, die auf den Straßen der Stadt das Verbrechen bekämpfen, erheblich geschwächt worden sind. In den dreizehn Beherbergungszentren Thessalonikis haben je 8-Stunden-Schicht 26 Polizeibeamte Dienst. Ein höchster Offizier der polizeilichen Generaldirektion Thessaloniki erklärte gegenüber thestival.gr, die Polizei sei verpflichtet, die Befehle ihrer Führung zu befolgen, und sofern die Befehle konkret sind, bleibt uns nichts anderes als sie auszuführen.

Derweilen sind die Männer der ELAS auf täglicher Basis aufgerufen, bei innerhalb der Beherbergungszentren verzeichneten Zusammenstößen und Zwischenfällen mit Prügeleien einzugreifen. Jedes Mal, wenn in irgend einem der in Gebieten um Thessaloniki verteilten Unterbringungszentren eine Zusammenstoß ausbricht, schickt die Einsatzzentrale starke Polizeikräfte an die Stelle. Die eintreffenden Polizisten haben jedoch Anweisungen, nicht einzugreifen, sondern nur ihre Präsenz spürbar zu machen, dabei jedoch außerhalb der Lager zu bleiben.

Polizei hat in den Beherbergungszentren nichts zu suchen

Theofilos Papadakis, Sondersekretär der Panhellenischen Verbands der Polizeibeamten (POASY), betont, die Polizisten haben bezüglich der Beherbergungszentren keinerlei einschlägige Zuständigkeit und dürften sich daher gar nicht dort befinden. „Es gibt das Gesetz 4375 des Jahres 2016, das besagt, in den offenen Internierungslagern können Sicherheitsdienste eingesetzt werden. Sollen sie also Sicherheitsdienste beauftragen und die Polizeibeamten an ihre Stellen zurückkehren lassen, damit sie ihre Aufgaben versehen und den Bürger schützen. Die Flüchtlinge und Immigranten haben die gesetzlichen behördlichen Papiere und können sich frei bewegen, wo sie wollen. Der Polizeibeamte hat keinerlei Zuständigkeit über sie. Es gibt keinen klaren Operationsplan und es handelt sich nicht um einen Polizeidienst. Wir verlangen eine einfache Beaufsichtigung der Einrichtungen durch patrouillierende Streifenwagen, wie es auch in anderen Präfekturen geschieht„, betont Herr Papadakis.

Drogen, Waffen und Sex in den Flüchtlingslagern

Ahmad Elda ist ein 22-Jähriger aus Syrien, der in dem nahe der Gefängnisanlagen Diavatas gelegenen Beherbergungszentrum in der ehemaligen Softex-Fabrik lebt. Zu thestival.gr sprechend beschreibt er die tragischen Lebensbedingungen in den Zentren. „Die Verpflegung ist elendig und die Sanitäranlagen sind tragisch. Das regt uns alle auf. Unter uns gibt es Menschen, die Gangster sind. Es gibt Menschen, die Drogen verkaufen. Wir wollen sie von hier vertreiben, können es aber nicht. Die Polizei sagt uns, sie könne nicht eingreifen. Wir zeigen ihnen, wer diejenigen sind, welche die Drogen verkaufen, und wieder können sie nichts tun. Wir sind auf uns allein gestellt. Niemand kann uns helfen„, meint Ahmad.

Ein anderer älter Flüchtling aus Syrien, der seinen Namen nicht nennen wollte, monierte gegenüber thestival.gr, innerhalb des Softex-Lagers gebe es improvisierte, aber auch normale Waffen. „Mir wurde gesagt, wenn ich eine Pistole wolle, könne ich sie für 250 Euro haben. Ebenfalls sagte mir ein Marokkaner, wenn ich jemanden beseitigen lassen wolle, könne er das für 500 Euro erledigen. Der selbe Mensch sagte mir, wenn ich Sex haben wollen, gebe es ein Mädchen aus Syrien, das es für 10 Euro mache„, enthüllt der syrische Flüchtling.

Vor wenigen Wochen erfolgte im Beherbergungszentrum in den Softex-Anlagen eine Polizeiaktion, um Drogen innerhalb der Zelte ausfindig zu machen. Die Spürhunde des Drogendezernats fanden nichts. Ein an der Aktion beteiligter Polizeibeamter meint, die Flüchtlinge haben sich der Drogen möglicherweise vor dem Polizeieinsatz entledigt.

Eines Tages werden sie revoltieren

Ein Polizeibeamter der DIAS-Einheit mit vielen Dienstjahren bei der Polizei betont, es sei eine Frage der Zeit, bis es in den Beherbergungszentren Tote geben werde. „Mit jedem verstreichenden Tag wird das Leben der Menschen, die in diesen Einrichtungen leben, immer elendiger. Ihre Lebensbedingungen bringen viele der Flüchtlinge dazu, aggressiv zu sein, und persönlich glaube ich, dass sie eines Tages revoltieren werden„, erklärte der Polizeibeamte gegenüber thestival.gr.

Die Lage in den Beherbergungszentren Thessalonikis kann als extrem gefährlich charakterisiert werden. Die Führung des Ministeriums für Migrationspolitik muss Lösungen zur Entspannung des Situation finden, bevor es zu spät ist.

(Quelle: thestival.gr, Autor: Tasos Aslanidis)

  1. weekend
    11. Juli 2016, 12:58 | #1

    Fluechtlinge, die sich nicht an die Gepflogenheiten des Staates halten, der sie aufnimmt und ernaehrt – sollte man gleich zurueck schicken. Denn ein Staat, der schon selbst viele Familien hat die kaum was zu essen haben, denke da waere diese Hilfe besser angelegt. Wie koennen Fluechtlinge sich so sehr dermassen dagegen benehmen, wenn sie doch so sehr auf der Flucht sind – darunter muessen diese Fluechtlinge leiden, die wirklich um ihr Leben bangen und Dankbar fuer Hilfe sind.

  2. Kleoni
    11. Juli 2016, 13:15 | #2

    leider sind gewaltbereite Flüchtlinge, sexuelle Übergriffe und Drogenhandel auch ein Thema in Deutschland, wo bekanntlich alles besser sein soll, was die Flüchtlingssituation betrifft. Keine Entschuldigung der Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern, aber muss einfach zur Klarstellung gesagt werden.

  3. windjob
    11. Juli 2016, 14:11 | #3

    Ganz offensichtlich ist es diesen Flüchtlingen im Land aus dem sie kommen noch nicht schlecht genug gegangen. Was haben sie den erwartet, das Schlaraffenland? Teilschuld hat hier Frau Merkel, die dieses Thema inzwischen offensichtlich überhaupt nicht mehr interessiert. Sie muss sich ja wieder um die Weltpolitik kümmern anstatt im eigenen Land für bessere Verhältnisse zu sorgen. Ausserdem ist die EU, was dies betrifft, ein Totalausfall. Wo bleiben denn die ganzen Versprechen der Vergangenheit? Nichts, aber auch nichts ist über geblieben. Es ist eine Schande und ich hoffe, der Brexit findet statt und es gibt Nachahmer, damit dieses verlogene Politikergesindel endlich aufwacht. Allerdings wird dieser Traum wohl kaum in Erfüllung gehen. Zumindest solange für diese Versager weiterhin der Rubel rollt.

  4. Rudi
    12. Juli 2016, 09:55 | #4

    Ich versuche mal, mich in einen Flüchtling hinein zu versetzen. Im Heimatland hatte man nichts zu reißen und zu beißen, oder der Krieg nahm einem die halbe Familie und Habe. Man begibt sich voller Hoffnung unter Lebensgefahr auf den Weg zu einem besseren und friedlichem Leben. Am Ziel der Träume angekommen, landet man in einem überfüllten Lager mit erbärmlichen Zuständen. Einige Landsleute bringen durch Handel mit Sex, Drogen und Waffen mich und alle anderen Flüchtlinge in Verruf. Womit habe ich verdient, dass ich am falschen Ort geboren wurde?

  5. Mensch
    18. Juli 2016, 12:48 | #5

    Ich verstehe diese Kommentare hier nicht und bezweifle dass sich hier irgend jemand in die Situation der Flüchtlinge hineinversetzten kann. Aber ist es nicht zu erwarten, dass wenn man aus einem Krisenland flieht und in einem weiteren Krisenland ankommt indem sich die Umstände nicht verbessert sondern nur verändert haben, viele Leute anfangen nur an sich zu denken!? Und wenn man dann in eine Machtposition kommt, die es einem ermöglicht etwas Geld und „Luxus“ (das kann man ja eig nur ironisch sagen) zu bekommen, wie z.B. durch den Verkauf von Waffen, Sex und Drogen, dass manch einer, der komplett auf sich allein gestellt ist, weil er von seiner Familie getrennt wurde, dazu neigt diese auch zu nutzen!?

    Es wird hier so geredet, als ob diese Menschen (die genauso Mensch sind wie wie) wirklich eine Wahl hätten. Unsere Welt ist voll von Selbstsucht, da können wir den Geflüchteten ihn ihrer Situation kaum vorwerfen, dass sie die falschen Entscheidungen treffen. Es ist an der Zeit, dass endlich alle Menschen verstehen: Wenn wir (nicht Hungerleidenden, nicht Krankheitsleidenden, nicht Durstleidenden, Beschütze … etc) es nicht schaffen, endlich selbstlos zu handeln, wie können wir es denn dann von all den anderen, die sich in einer schlimmeren Situation befinden, verlangen? Wir müssen ihr Situation verbessern und sie wirklich unterstützen, denn glückliche zufriedene und besonders beschäftigte Menschen neigen weniger zu Gewalt und Drogen als all die anderen. Durch unser Verhalten zwingen wir diese Menschen in ihre missliche Lage. Und bitte erzählt mir nichts von Grenzen und anderen Ländern, anderen Staaten, fremde Regierungen und keiner Verantwortung. Grenzen wurden von Menschen gezogen. Jeder hätte auch auf der anderen Seite stehen können.

    Der Mensch ist immer zu erst Mensch und somit für sich und sein Umfeld verantwortlich. Im Rahmen der Globalisierung haben wir unser Umfeld nun deutlich erweitert und uns in fremde Angelegenheiten einzumischen angefangen, somit sollten wir auch die Verantwortung dafür übernehmen. Ich appeliere hiermit an jeden, der sich zu Hause in Ruhe auf seine Couch setzen kann, sich darüber Gedanken zu machen. Und sich dann zu überlegen, ob man in solch einem Camp wohl auch diese Ruhe hat. Können wir erwarten, dass diese Menschen die Situation also genauso überblicken können? Was können wir tun, um unserer Politik endlich zum sinnvollen und nachhaltigen Handeln zu bringen?

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