Steuern machen Griechenland teuer

16. Juni 2016 / Aufrufe: 1.060
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Die wiederholten Steuererhöhungen machen Griechenland zu einem teuren Land.

Obwohl das Niveau der Preise allgemein sinkt, bleibt Griechenland für seine Bürger ein teures Land. Hauptgründe stellen der Zeitung „Kathimerini tis Kyriakis“ zufolge die interne Abwertung bei den Löhnen und die Erhöhungen der indirekten und direkten Steuern dar.

Gemäß den Daten der OECD für den Monat April 2016 ergibt sich, dass Griechenland inzwischen leicht teurer als Portugal und um Einiges teurer als ehemalige Ostblockstaaten wie Polen und Ungarn ist.

Hohe Preise trotz sinkender Kosten

Teurer als Griechenland zeigen sich die meisten europäischen Länder nicht nur des Nordens, sondern auch des europäischen Südens, jedoch bleiben in diesen Ländern die Löhne auf zufriedenstellenden Niveaus.

In Spanien, einem Land, das von der Austerität heimgesucht worden ist, liegen die Preise im Verhältnis zu Griechenland um 9% höher, jedoch liegt auch der Mindestlohn um 12% höher als der entsprechende in Griechenland. Irland, das im Dezember 2013 aus dem Memorandum herauskam, ist 45% teurer als Griechenland. Laut Eurostat beläuft sich jedoch der Lohn 1.545 auf Euro, ist also mehr als doppelt so hoch wie in Griechenland.

Die aufeinanderfolgenden Erhöhungen der Steuern gestatten keinen größeren Rückgang der Preise und geringere Belastungen für die Konsumenten und die Produzenten. Gemäß den Angaben der Eurostat ging in Griechenland der harmonisierte Verbraucherpreisindex im April 2016 im Vergleich zu dem entsprechenden Monat des Vorjahres um 0,5% zurück. In konstanten Preisen, also ohne die Auswirkung der Erhöhung der indirekten Steuern (MwSt. und Sonderverbrauchssteuern), ist der Rückgang jedoch viel größer, nämlich um 2,4%. Die Preise der Lebensmittel und alkoholischen Getränke stiegen auf Jahresbasis um 1,5%, wäre jedoch die Mehrwertsteuer nicht erhöht worden, wären sie um 2,8% gesunken.

Die Treibstoffpreise wiederum sind in Griechenland wegen des Rückgangs des Rohölpreises auf den internationalen Märkten auf Jahresbasis um 8,2% gesunken. Der Rückgang wäre jedoch ohne die Auswirkung der Erhöhungen der MwSt. und Verbrauchssteuern sehr viel größer, nämlich um 14,7% ausgefallen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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