Steuererhöhungen in Griechenland bringen Bürger in Rage

4. Juni 2016 / Aufrufe: 2.092
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Laut einer von Reuters publizierten Reportage über die neuen Steuererhöhungen in Griechenland bringen die neuen Steuererhöhungen die Griechen in Rage.

Reuters versucht in einer Reportage aus den Straßen in Athen den Zorn der Griechen über die neuen Belastungen wiederzugeben, die sie nach der jüngsten Erhöhung der Mehrwertsteuer ab dem 01 Juli 2016 zu stemmen aufgefordert sind.

Wie die Reportage betont, begegnet beispielsweise Konstantinos Garyfallou, Eigentümer einer Cafeteria in einer Fußgängerzone in Griechenlands Hauptstadt Athen, der neuen Erhöhung der MwSt. in philosophischer Stimmung: Er hat sich daran gewöhnt. Es ist das sechste Mal in eben so vielen Jahren. „Wir hoffen, sie haben einen Plan, damit wir in den kommenden 6 – 9 Monaten einen Widerruf sehen„, sagt er.

Steuererhöhungen mindern öffentliche Einnahmen

Reuters unterstreicht, die neuen Steuererhöhungen seien am Mittwoch (01 Juni 2016) in Kraft gesetzt worden, damit Athen sich den Forderungen der Gläubiger bezüglich der Auszahlung der nächsten Tranche anpasst.

Sie besteuern nicht existierendes Geld„, merkt gegenüber Reuters der pensionierte Lehrer Pavlos Asterou an, die Reihe in letzter Zeit ratifizierter steuerlicher Änderungen und Reformen kommentierend, und ergänzt: „Wo sollen wir dieses Geld hernehmen? Es ist absurd. Deswegen wird diese Maßnahme scheitern und wir werden zu Null zurückkehren.

Aber auch die Unternehmen betonen, die stetigen Erhöhung der steuerlichen Belastung nicht (mehr) zu „schlucken“ zu vermögen, damit sie diese nicht auf die Verbraucher abwälzen. „Jede (Steuer-) Erhöhung schränkt den Konsum und die öffentlichen Einnahmen ein„, betonte Vasilis Korkidis, Präsident des Griechischen Handels- und Unternehmensverbands (ESEE).

Manche überleben, andere nicht …

Eine spezielle Bezugnahme erfolgt in der Reportage auch auf die Schließung des Hotels Athens Ledra, das als das jüngste Opfer der erschöpfenden Krise in Griechenland charakterisiert wird, da es seinen Betrieb in einem Moment einstellte, wo die touristische Saison beginnt (und anderen Quellen zufolge die Auslastung des Hotels bei 95% lag …!).

Für Griechenland ist das traurig„, erklärte einer der ausländischen Kunden des Athens Ledra, nämlich der 65-jährige Allan Pedersen aus Dänemark, und fügte an: „Das Land verdient aus dem Tourismus Geld. Wenn die Menschen auf der ganzen Welt davon (sprich der Schließung des Athens Ledra) erfahren, könnten sie sich für ein anderes ähnliches Reiseziel – wie vielleicht Barcelona – entscheiden.

Griechenland baut hinsichtlich des wirtschaftlichen Wachstums auf seine Monumente und Strände, kommentiert Reuters. Der Sektor ist die hauptsächliche Einnahmequelle für das von der Krise heimgesuchte Land, macht ungefähr 17% des BIP aus und beschäftigt einen von fünf Menschen.

Manche überleben, andere überleben nicht, wenn jedoch eine schwere Besteuerung existiert, ’sterben‘ manche schneller … dies kommt und bereitet ihnen den Garaus„, merkte Andreas Andreadis, Leiter des Verbands Griechischer Tourismus-Unternehmen (SETE), an.

(Quelle: Imerisia)

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