Mittellosen Patienten droht in Griechenland der Tod!

11. Juni 2016 / Aufrufe: 1.075
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Laut dem Personal des Krankenhauses AHEPA sterben mittellose Patienten in den Betten der Krankenhäuser.

Eine Bekanntmachung, die nur Nachdenklichkeit hervorzurufen mag, erließ die Panhellenische Dachorganisation des Krankenhauspersonals (POEDIN) in Griechenland in Zusammenhang mit einer Beschwerde des Berufsverbands der Beschäftigten des Allgemeinen Universitätskrankenhauses Thessaloniki (AHEPA), welche die Gefahren aufzeigt, denen die Patienten wegen der Unterfinanzierung und personellen Unterbesetzung der öffentlichen Krankenhäuser begegnen.

Personalmangel und Unterfinanzierung kosten Menschenleben

Laut der POEDIN weist das Krankenhaus signifikante Defizite bei Operationsmaterial auf. In dem öffentlichen Gesundheitssystem, das die – wie es lautet – pseudolinke Regierung auf dem Papier rettet (!), finden die folgenden Paradoxe statt: Hat ein Patient Geld, wird er gerettet! Hat ein Patient kein Geld, läuft er in Gefahr, zu sterben!

Die Patienten, die eines chirurgischen Eingriffs bedürfen und über Geld verfügen, werden aufgefordert, das notwendige Operationsmaterial zu kaufen. Sie zahlen für den Kauf des Materials bis zu 500 Euro (anderen Berichten zufolge z. B. im Fall eines benötigten Herzschrittmachers sogar bis zu 3.000 Euro), überspringen die Wartelisten und werden umgehend operiert. Patienten, die einer Operation bedürfen und kein Geld haben, befinden sich über ein Jahr lang auf den Wartelisten. Was hat die politische Führung des Gesundheitsministeriums darauf zu antworten?

Parallel führt die POEDIN an, die Regierung verkünde, säckeweise Geld an die Krankenhäuser zu verteilen, während in Wirklichkeit wegen des Personalmangels und der Unterfinanzierung Menschen sterben.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Ergänzend sei angemerkt, dass in Reaktion auf die obigen Beschwerden und Meldungen eine Untersuchung angeordnet wurde und derzeit im Gang ist, bisher jedoch noch keinerlei einschlägige „Erkenntnisse“ publik geworden sind.

  1. Ingrid
    11. Juni 2016, 12:10 | #1

    So ist das in inzwischen in vielen Krankenhaeusern und Krankenstationen hier im Land. Man geht als Kassenpatient O.G.A., I.K.A., zu einem dafuer zugelassenen Arzt, wird aufgefordert, die erforderlichen Untersuchungen in Privatpraxen machen zu lassen, da ueber die Kasse kein Termin frei ist. Medikamente die z. B. bei einem Notfall verabreicht werden muessen, sind nicht vorhanden. Wenn man keine Begleitperson zur naechsten Apotheke schicken kann, um das Medikament zu holen und natuerlich auch zu bezahlen … gute Nacht! Vielleicht fuer immer.

  2. LiFe
    12. Juni 2016, 12:02 | #2

    Es muss unbedingt eine intakte Versorgung aller Patienten nachgebessert werden. Sie ist das A und O und wenn diese weiter vernachlässigt wird, dann wird es zur Folge haben, dass ausländische Touristen fernbleiben. Griechenland ist auf Touristen angewiesen. Im Krankheitsfall möchte jeder Tourist sich medizinisch gut versorgt sehen. Wenn aber heimische Patienten derartig unterversorgt bleiben, dann fragt sich der Tourist, wie es um seine eigene Versorgung steht würde er seinen Urlaub in Griechenland planen wollen. Alleine die Vorstellung, dass wichtige Medikamente nicht vorhanden sind, dann überlegt sich der ausländische Besucher, ob er eine Reise nach Griechenland buchen kann.

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