Griechenlands Fiskus greift 90 Prozent des Zigarettenpreises ab

22. Juni 2016 / Aufrufe: 1.265
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Der Fiskus in Griechenland sackt sich 90 Prozent des durchschnittlichen Einzelhandelspreises der Zigaretten ein.

Mit der neuen Erhöhung der Steuer auf Zigaretten entspricht diese Belastung rund 90% des durchschnittlichen Einzelhandelspreises pro Päckchen, welcher Umstand das Produkt zu dem am höchsten besteuerten macht.

Anstatt der 26 Cent, von denen in der entsprechenden Multi-Gesetzesvorlage seitens des griechischen Finanzministeriums die Rede war, werden die Zigaretten ab dem 01/01/2017 um bis zu einem Halben Euro pro Päckchen teurer!

Erhöhung der Tabaksteuer wird Schwarzhandel „stimulieren“

Laut dem griechischen Tabak- und Zigarettenhersteller Papastratos wird nach der Verhängung der neuen Erhöhung der Steuer auf die Tabakprodukte die (Mehr-) Belastung der Zigaretten bei dem durchschnittlichen Einzelhandelspreis 45 – 50 Cent erreichen. Resultat wird die steile Minderung des in der Vertriebskette verbleibenden Betrags sein, der sich von derzeit 60 Cent auf 38 Cent beschränken und dabei die Industrie, den Einzelhandel und die Produktion belasten wird. In diesem Rahmen wird die Beitreibung der erhofften Steuern ungewiss und gleichzeitig ein rapider Anstieg des (bereits jetzt immer neue Rekorde brechenden) Schwarzhandels mit Tabakprodukten erwartet.

Von Seite der Papastratos unterstreicht die Unternehmensleitung, die Firma werde den neuen Forderungen und Herausforderungen entsprechen und nicht aufhören, den Einzelhandel, die Produktion und die griechische Wirtschaft zu stützen. Sie verlangt steuerliche Stabilität, eine ausgewogene Senkung der Steuer und die Intensivierung der Kontrollen zur Verfolgung des Schwarzhandels.

Im Jahr 2015 verzeichnete die Papastratos einen Anstieg der Umsätze um 3% und erreichte dabei 1,3 Mrd. Euro (zusammen mit Steuern) und mehr als eine Verdoppelung der Ergebnisse vor Steuern von 3,4 Mio. Euro im Jahr 2014 auf 7,9 Mio. Euro im Jahr 2015. (Ohne Steuern stieg der Umsatz der Gesellschaft gegenüber 2014 um 35%, sprich auf 274 Mio. Euro.)

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Götterbote
    23. Juni 2016, 15:15 | #1

    Ich weiß, dass die Raucher unter uns das jetzt nicht gerne lesen: aber von mir aus, sollten Zigaretten 10,- Euro und mehr kosten (wie z.B. in New York). Dann würden hoffentlich noch viel mehr Leute endlich mit dieser Qualmerei aufhören. Wenn es nur sie selbst belasten würde, würde es mich nicht stören. Aber es belastet nun einmal auch alle anderen.

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