Kein Europäer möchte in Griechenland leben!

26. Mai 2016 / Aktualisiert: 27. Mai 2016 / Aufrufe: 3.132
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Laut einer Studie der Universität Genf möchte kein Europäer in Griechenland leben!

Ein Forscherteam der Universität Genf führte eine Studie durch und ersuchte die Bürger 9 europäischer Staaten, auf einer Skala von 1 bis 10 die Lebensbedingungen in ihrem Heimatland und in benachbarten Staaten zu bewerten.

Die Ergebnisse der Studie sind für Griechenland vernichtend, da die europäischen Bürger annehmen, es sei das schlimmste Land, um dort zu leben.

Nur Schweizer finden … Schweden am besten

Die wirtschaftliche Krise, die Arbeitslosigkeit und das Flüchtlingsproblem machen die Europäer gegenüber Griechenland trotz der Tatsache besonders zurückhaltend, dass es ein attraktives touristisches Ziel darstellt.

Die Studie stellte weiter fest, dass nur 1/3 der Befragten in Griechenland und Italien glauben, ihr Lebensniveau sei besser als das ihrer Eltern – im Gegensatz zu den Antworten der Einwohner der nördlichen Staaten (Deutschland, Schweden, Großbritannien). Als das Land mit den besten Lebensbedingungen betrachten sie die – nicht der Europäischen Union angehörende – Schweiz. Sie zählt zu den reichsten Ländern der Welt und hat auch Beschränkungen in Zusammenhang mit dem Thema der Flüchtlinge.

Diese Leute … … meinen, das Leben sei besser in … … und am besten in …
Franzosen Deutschland, Schweden, UK Schweiz
Deutsche Schweden Schweiz
Griechen Schweden, Deutschland, UK, Frankreich, Italien, Spanien, Polen Schweiz
Italiener Deutschland, Schweden, UK, Frankreich, Spanien, Polen Schweiz
Polen UK, Schweiz, Schweden, Deutschland, Italien, Spanien Deutschland
Spanier Deutschland, Schweden, UK, Frankreich Schweiz
Schweden Deutschland Schweiz
Schweizer Schweden Schweden
Briten Schweden, Deutschland, Frankreich Schweiz

(Quelle: Imerisia)

  1. Kleoni
    26. Mai 2016, 09:37 | #1

    wenn sich die Leute da nicht täuschen, dass man in der Schweiz am besten lebt. Ich bin Schweizerin und lebe zur Hälfte des Jahres in D und die andere Hälfte in Griechenland. Die Schweiz ist ein wunderbares Land, wenn man genügend Geld verdient um sich das Angebotene auch leisten zu können. Der Lebensunterhalt und vieles, wofür man Eigenverantwortung übernehmen muss (Krankenversicherung, 3. Säule Altersvorsorge, etc.) sind sehr hoch, so dass unter dem Strich auch nicht mehr übrig bleibt, als in vielen andern europäischen Ländern. Allerdings gibt es praktisch keine Arbeitslosigkeit.

  2. 26. Mai 2016, 12:46 | #2

    Wenn ich mich nicht versehen habe, will auch kein Europaeer in Belgien, Irland oder in den Niederlanden leben. Griechenland steht nicht alleine da – zumindest in diesem Fall

  3. windjob
    26. Mai 2016, 13:02 | #3

    So ein Schwachsinn. Dies ist das Ergebnis der von der Presse verbreiteten Lügengeschichten. Griechenland und die Griechen sind das liebens- und lebenswerteste Land in Europa. Aber bitte, wer diesen Schmierfinken glauben will. Vielleicht sollten die Schweizer mal ernsthaft nachdenken, über was sie reden.

  4. Peter
    26. Mai 2016, 13:13 | #4

    ich bin selber deutscher Staatsbürger und lebe in Deutschland und Griechenland. Diese Studien, wie viele andere auch, sind doch in keinster Weise repräsentativ. Wenn man natürlich Griechenland nur mit Urlaub und schönem Wetter in Verbindung bringt und so in den Tag leben will, schocken natürlich die bestehenden Probleme des Landes. Wenn du jedoch dein Leben selbst in die Hand nimmst und nicht den ganzen Tag am Strand oder im Cafe rumhängst, ist Griechenland nebst seinen Menschen es sehr Wert, dort zu leben und zu arbeiten. Wer den leichten Weg vorzieht (soziales System in Deutschland, Arbeit und Geld in der Schweiz etc.) findet es natürlich in Griechenland nicht lebenswert. Aber Menschen mit Illusionen, die sich nicht in Schubladen pressen lassen wollen, finden in Griechenland viele Dinge, die schon lange vermißt werden in Europa.

  5. Arminio
    26. Mai 2016, 14:59 | #5

    Ich WILL ! … und ich WERDE !
    Ich mag die Menschen dort und bewundere ihre Leidensfähigkeit und Empathie. Wenn ich dann von solchen „Studien“ höre, und sehe, wie die Presse (ok, das ist verallgemeinert) entsprechende Titelzeilen macht, dann fühle ich mich irgendwie persönlich angegriffen. Viele meiner Mitmenschen sollten mehr zu „den Griechen“ aufsehen anstatt auf sie herab. Das Geld, das für derartige Schwachsinnsstudien verbraten wird, könnte der Bevölkerung Griechenlands besser helfen.

  6. Tom
    26. Mai 2016, 15:02 | #6

    Das Problem ist die Herangehensweise. Wenn man jemanden in Deutschland fragt, ob er lieber in Griechenland leben würde, wird er das – nachdem ihm den ganzen Tag suggeriert wird, in Griechenland stehe der Weltuntergang unmittelbar bevor – sicherlich verneinen. Er kann gar nicht wissen, wie einfach sich hier mit der Hilfe freundlicher und stets hilfsbereiter Menschen Probleme lösen lassen, wie groß (immer noch) die persönliche Freiheit des Einzelnen ist. Hier kann ich am Wochenende einfach mal mit den Kindern zum Fischen ans Meer fahren, ohne vorher eine Professur in Fischkunde abgelegt zu haben und 500,- € Jaresbeitrag zu zahlen, oder mit 2,- € Mindestverzehr eine Strandliege an einem der schönsten Strände Europas ganztägig zu nutzen.
    In Deutschland hat man den Menschen schon anerzogen, Lebensqualität mit dem Kontostand gleichzusetzen, obwohl man selbst dafür zur perfekt funktionierenden Arbeitsmaschine mutieren muss und das eigentliche Leben immer weiter aus dem Fokus rückt. Da kann man eigentlich nur hoffen, daß in Griechenland die „Lebensqualität“ im Sinne von Deutschland / Schweiz etc. so bald nicht erreicht wird …

    • Werner Redweik
      26. Mai 2016, 22:08 | #7

      @ Tom
      Ich lebe seit 5 Jahren in Thessaloniki und kann Ihnen nur vorbehaltlos zustimmen.

  7. jutta
    26. Mai 2016, 15:07 | #8

    ich lebe seit 17 jahren auf der Insel Rhodos, bin Deutsche, habe bis letztes jahr hier gearbeitet, bin jetzt in rente und will nicht weg aus dieses land mit seinen menschen, die mentalitaet und das gute Klima wiegen alles andere auf …

  8. Christian Buster
    26. Mai 2016, 16:17 | #9

    Ich bin Schweizer und kaufe mir definitiv auf Kreta ein Haus für den Altersruhesitz! Die Schweiz und der Rest wird doch durch Einwanderung von Steinzeitkulturen sowie moslemische Religion noch ihr blaues Wunder erleben, wenn Forderung gestellt werden zu Gunsten moslemischer Sitte!

  9. Götterbote
    26. Mai 2016, 23:00 | #10

    Beispielhaft, wofür Griechenland steht und was mit keinem Geld der Welt bezahlbar ist, möchte ich das Beispiel eines Kollegen anführen, der über 60 Länder in der ganzen Welt bereist hat und vor zwei Jahren das erste Mal in Griechenland war und so begeistert ist, dass er auch letztes Jahr dort war, dieses Jahr dort sein wird und auch das nächste Jahr schon dort geplant hat. Laut ihm, hat er in keinem anderen Land solch eine ehrliche Herzlichkeit erfahren wie dort. Natürlich wären alle Südländer, inklusive Südamerikaner wesentlich netter und gastfreundlicher als man es vom Rest der Welt gewohnt wäre. Aber die griechische Mentalität hätte ihn umgehauen und wäre etwas ganz besonderes.

  10. Antonios Vassiliadis
    26. Mai 2016, 23:23 | #11

    Lebe seit letztem Jahr in Griechenland. Bin Doppelstaatsbürger – Griechisch-Deutsch. Zur der deutschen Erwartungsgesellschaft mit rechtsgerichteten Ansichten habe ich „Tschüss“ gesagt. Das wurde mir irgendwann zu viel … .
    Jeder fragt mich, warum gerade jetzt nach Griechenland. Ausgerechnet in dieser Zeit, wo jeder gut qualifizierter Facharbeiter das Land verlässt. Habe bisher keinen einzigen Tag bereut. Seitdem bin ich keiner Gehirnwäsche mehr durch die deutschen Medien ausgesetzt. Durch den Abstand zu Deutschland fiel mir immer stärker die Abhängigkeit zum Materialismus auf, was viele Deutsche in einer eigenartigen Arroganz manchen deutschen Medien stets nachäffen. Was aber wohl die wenigsten hören wollen ist, dass Deutschland an den griechischen Schulden gut verdient. Das Recht des Stärkeren erkennt man hier in Griechenland auch daran, dass immer mehr deutsche Produkte in den Regalen der Supermärkte zu sehen sind. Gut, ohne Fleiß kein Preis. Aber deswegen ist hier niemand den Deutschen gegenüber abgeneigt. Im Gegenteil. Nach vielen Beobachtungen und Erkentnissen ist die deutsche Effizienz im Behördenapparat unschlagbar – im Gegensatz zur Griechischen Chaos-Bürokratie. Während der Deutsche mit seinem Tunnelblick klar sein Recht durchboxt und damit unnötig Unfälle in Kauf nimmt, reagiert der Grieche gelassen mit Flexibilität und vermeidet dadurch Unfälle. Der Deutsche mag dazu Chaos-Verkehr in Athen sagen, aber Unfälle habe ich bisher nur 3 in den letzten 12 Monaten gesehen. Das Deutsche Stress-Leben fehlt mir überhaupt nicht. Ich genieße, von zu Hause aus übers Internet selbstständig zu arbeiten und schüttel immer wieder den Kopf, was manche Deutschen Medien für einen Unsinn über Griechenland verbreiten. In Griechenland herrscht trotz Krise definitiv das beste Lebensgefühl fürs Herz. Da verzichte ich gerne auf ein bischen Geld, Hauptsache mir gehts prima. Nirgendwo anders möchte ich leben als hier in Griechenland, wo die Sonne im Herzen zu Hause ist.

  11. LiFe
    26. Mai 2016, 23:58 | #12

    Ich denke, das muss jeder selbst für sich herausfinden, ob er in Griechenland leben möchte oder nicht. Die vielen Kommentare drücken das Gegenteil aus. Ich lese sehr viel Begeisterung heraus, der ich mich, als Griechenlandfan, ungebrochen, egal was kommt nur anschließen kann. Die Menschen sind freundlich, geduldig und bewundernswert, wie sie alles aushalten.

  12. Uschi Niemann
    27. Mai 2016, 09:22 | #13

    Ich lebe seit 8 Jahren als Deutsche in Griechenland und ich könnte mir nicht mehr vorstellen, woanders zu leben. Und die meisten Nicht-Griechen hier (Deutsche, Engländer, Franzosen, Kanadier, US Amerikaner, Holländer, Österreicher und Schweden – ja Schweden!) wollen ebenfalls nicht mehr in ihr Heimatland zurück! Welche Bürger wurden denn da bitte befragt? Außerdem steht doch die Schweiz bei der Auswahl gar nicht zur Debatte. Verstehe diese unsinnige Umfrage nicht …

  13. anna
    27. Mai 2016, 09:48 | #14

    Ich würde sehr gerne in Griechenland leben. Wie Herr Buster würde ich Kreta wählen, bin allerdings nicht so optimistisch wie er, dass sich das Problem der Massenmigration nicht auch dort manifestieren wird. Wir werden sehen. Griechenland ist für mich bei Weitem das schönste Europäische Land. Die Menschen wunderbar. Leider zur Zeit und schon länger Gefangene einer wahnsinnigen Politik. Aber, wie so vieles zuvor, werden sie es überstehen. Politische Systeme vergehen, das Land bleibt. Die Griechen wissen das.

  14. h.kuebler
    27. Mai 2016, 11:33 | #15

    Als Deutscher, der sehr gern in Deutschland lebt und der Griechenland kennt und mag stelle ich schon auch fest, dass Griechenland ein Imageproblem hat. Aber so wie ich das sehe in meiner Umgebung, sind daran nicht Negativ-Schlagzeilen oder das Flüchtlingsproblem schuld, sondern Frau Merkel mit Hitlerbärtchen, Deutsche, die als Nazis beschimpft wurden und als Invasoren betrachtet wurden, das sind die Sachen, die immer noch nachwirken. Leider, denn ich weiß natürlich, dass das Ausnahmen waren.

  15. Gaby Zoannou
    27. Mai 2016, 12:20 | #16

    Ich bin Deutsche und lebe seit 38 Jahren auf Rhodos. Trotz Krise und Rentenkürzungen möchte ich nirgend wo anders leben.

  16. Frank-Uwe Albrecht
    28. Mai 2016, 00:40 | #17

    Bitte mal ein wenig langsam mit den jungen Pferden. 9 Länder sind nicht Europa und demzufolge auch nicht „die“ Europäer. Die wirtschaftliche und finanzielle Krise in Griechenland tut der Schönheit und Liebenswürdigkeit des Landes keinen Abbruch. Außerdem glaube ich, dass keine/r der Befragten die Lebensbedingungen in anderen Ländern so genau kennt, um sich ein detailliertes Urteil zu erlauben. Ich finde, dass diese Studie kein reelles Bild über Griechenland abgibt.

  17. Susanne Neumeister
    28. Mai 2016, 09:26 | #18

    Ich lebe in Griechenland und bin Schweizerin. Das Menschliche geht leider in der Schweiz immer mehr verloren. Nur Geld zaehllt. Bravo zu den ehrlichen Kommentaren.

  18. Rudi Budell
    28. Mai 2016, 13:09 | #19

    Diese Leute haben überhaupt keine Ahnung von Leben!

  19. M. Schulze
    29. Mai 2016, 19:31 | #20

    Wen hat denn die Uni Genf befragt? Wie wurde ausgewählt? Ich kenne niemanden, der nach Schweden möchte, und noch viel weniger Europäer, die in der Schweiz leben möchten. Dafür kenne ich aber sehr sehr viele Deutsche, die in Griechenland leben und dort überaus glücklich sind.

  20. stelios
    2. Juni 2016, 04:48 | #21

    … bitte schon …, nachdem ich die meisten kommentare gelesen hab, muss man dazu noch fragen, wer wuerde nicht gerne in kuba, jamaica oder auf den fidschis leben. die sind dort auch „arm“.
    aber: ich lebe seid 30 jahren in chania und wuerde es nicht fuer das geld der welt aendern wollen.
    aus dem sonnigem chania gruesse

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