EZB hilft endlich Griechenland

1. Mai 2016 / Aufrufe: 1.391
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Griechenland erhält endlich eine gewisse Hilfe von der Europäischen Zentralbank.

Mehr als ein Jahr nach Anlaufen ihrer letzten Stützmaßnahmen hat die Europäische Zentralbank (EZB) damit begonnen, von den griechischen Banken gehaltene Rettungs-Anleihen aufzukaufen.

Den griechischen Banken wurden von der EZB ungefähr 2,5 Mrd. Euro an Anleihen abgekauft, die von dem Europäischen Rettungsfonds, der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) ausgegeben worden waren.

Gute Nachrichten für Griechenlands Banken

Als in einem Rettungsprogramm befindliches Land hatte Griechenland keinen Zugang zu dem im vergangenen Jahr angelaufenen Programm zum Aufkauf staatlicher Anleihen durch die EZB. Die Einschränkungen für die griechischen Banken, sich der Anleihen der EFSF zu entledigen, wurden von den europäischen Institutionen in diesem Monat jedoch neulich aufgehoben, womit der EZB gestattet wird, diese Schuld als Teil der Maßnahmen zu erwerben, die sie in der gesamten Eurozone umsetzt.

Dies ist eine seltene Dosis guter Nachrichten für die gebeutelten privaten Banken Griechenlands, die ungefähr 37 Milliarden Euro in Wertpapieren der EFSF besitzen – von denen nunmehr die Hälfte an die EZB verkauft werden können. Mittels der Zentralbank Griechenlands (Bank of Greece) agierend kaufte die EZB die 2018 auslaufenden Anleihen etwas über dem Nennwert bei 101 Cents auf und half damit den griechischen Kreditinstituten, eine kleine Schuld loszuwerden, und unterstützt die Bemühungen um ihre Rekapitalisierung.

Die belagerten Banken des Landes leiden immer noch unter den Kapitalkontrollen, welche die Abhebung der Guthaben einschränken und verhängt wurden, als das Griechenland sich im vergangenen Sommer (2015) am Rand des Bankrotts befand. Ebenfalls sahen nach Wahl der SYRIZA Ende Januar 2015 die Bankaktien 94% ihrer Kapitalisierung auf dem Markt verfliegen.

EFSF ist größter Gläubiger Griechenlands

Die Anleihen der EFSF wurden anfänglich aufgelegt, um im Zenit der Schuldenprobleme des Landes im Jahr 2012 den Finanzinstituten zu helfen. Der Fonds stellt den größten Gläubiger Griechenlands dar und hat in den letzten vier Jahren 130,9 Milliarden Euro an Krediten ausgezahlt. Danach wurde er durch den ständigen Rettungsmechanismus der Eurozone, sprich den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) substituiert.

Die Gläubiger des Landes haben gesagt, Athen könne bald an dem Programm quantitativer Lockerung der EZB teilnehmen, sobald es erfolgreich die Hindernisse überwunden habe, die das neue Rettungsprogramm unterminieren. Die EZB wird im kommenden Monat Angaben aus ihrem letzten Programm zum Aufkauf von Vermögenswerten veröffentlichen.

(Quelle: sofokleous10.gr)

  1. reiner tiroch
    1. Mai 2016, 18:09 | #1

    Was wir doch für ein Glück haben mit der Dauer-Retterei, gell? Wenn den Griechen nicht geholfen worden wäre, hätten die Hedge-Fonds auf 24 Billionen Derivate-Schulden bestanden. hahaha, und was soll nun gerettet sein?

  2. Realist
    2. Mai 2016, 13:07 | #2

    Wie kann man nur glauben, mit frischem Luftgeld aus dem Nichts wird alles besser. Ohne solches wäre das ganze griechische Desaster nicht passiert!

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