Die Haie wollen Griechenland untergehen sehen

4. Mai 2016 / Aufrufe: 1.886
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Gianni Pittella vertritt, IWF und Deutsche verurteilen Griechenland zum Tod.

Sie wollen das Land untergehen sehen, sie wollen den Grexit. Wir sagen ihnen jedoch: No passaran, No passaran!„, unterstrich der Fraktionsvorsitzende der Progressiven Allianz.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Deutschen wollen Griechenland untergehen sehen, die Sozialisten beabsichtigen jedoch, sie daran zu hindern, versichert Gianni Pittella, Leiter der Fraktion der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament.

Geforderte Präventiv-Maßnahmen sind ein Todesurteil

Die gegenwärtige Situation ist die Wiederholung eines Films, den wir vor einem Jahr mit den selben Schauspielern verfolgten. Auf der einen Seite der IWF, auf der anderen die deutschen Haie von der Art des Wolfgang Schäuble, die versuchen, sich verzerrter Medien zu bedienen um eine demokratische gewählte Regierung und eine Nation zu stürzen, die sowohl auf dem wirtschaftlichen Sektor als auch gegenüber der Flüchtlingskrise ungeheure Anstrengungen unternahm„, meinte Herr Pittellas in einem an EuroActiv.com gegebenen Interview, als er bezüglich der Rolle und der Strategie des Internationalen Währungsfonds und dessen „systematischer Attacken“ gegen die griechische Regierung gefragt wurde.

Auf die Frage, was seine politische Fraktion unternehme, um Griechenland zu helfen, antwortete Gianni Pittella: „Alexis Tsipras vertritt eine progressive Kraft. Obwohl er einem unterschiedlichen politischen Raum angehört, bin ich gegen den Druck des IWF und der anderen konservativen Faktoren, die präventive Austeritäts-Maßnahmen für Griechenland fordern. Es ist, als ob sie sagen: Wir glauben Euch Griechen nicht und folglich werdet Ihr vorsorgliche Zielvorgaben zu erreichen haben. Das ist nichts anderes als eine Verurteilung zum Tod. Das ist keine präventive Austerität, es ist der Tod. Wer auch immer Griechenlands Premierminister wäre, ich würde ihn unterstützen.

Erneuter Versuch, den Grexit zu erreichen

Bezüglich der Beziehungen der Sozialisten zu dem griechischen Premierminister gestand Gianni Pittella ein, „es gibt einen Dialog„, von dem er – wie er meinte – nicht weiß, wohin dieser „angesichts der Tatsache führen wird, dass Alexis Tsipras nicht beabsichtigt, in die Partei der Europäischen Sozialisten eingegliedert zu werden„, und fuhr fort: „Wir treffen uns, was unter – selbst unterschiedlich orientierten – Protagonisten der Linken natürlich ist.

Als der Journalist ihn fragte, ob der Grexit, sprich das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone als Druckmittel gegen Athen genutzt wird, sagte Pittella, es sei ungerecht, unlauter und missbräuchlich, mit dem Grexit zu drohen, und unterstrich:

Griechenland unternimmt ungeheure Anstrengungen, um seine Verpflichtungen gegenüber der EU einzuhalten. Sie (die Gläubiger) verlangen nun von Griechenland zusätzliche Austeritäts-Maßnahmen, was sich in großen Opfern für die Bürger und ihre soziale Lage übersetzt, wobei vergessen wird, dass das Land seit Jahren Blut vergießt. Das hält sie nicht davon ab, noch mehr Austerität von einem Land am Rand des Abgrunds zu verlangen. Sie wollen das Land untergehen sehen, sie wollen den Grexit, weil sie es im vergangenen Jahr nicht schafften. Wir sagen ihnen jedoch: No passaran, No passaran!

Vereinbarung mit Türkei im Flüchtlingsthema reicht nicht

Auf die Frage, ob Gianni Pittella der Ansicht zustimme, US-Präsident Barack Obama scheine die Situation besser als die europäischen Führer zu verstehen, antwortete Herr Pittella:

Barack Obama hat offener, progressiver und informierter als jeder andere gesprochen, während gewisse europäische Führer – und ich weiß nicht, warum – es nicht schaffen, das Selbe zu sagen. Außer Angela Merkel, die sich auf der richtigen Seite befindet.

Im Thema der Immigration spielte die deutsche Bundeskanzlerin eine positive Rolle. Nun muss sie darin fortfahren, die Adoption des Plans zu ermuntern, den Italien bezüglich der Immigration präsentierte, eine kollektive Strategie für die Sicherheit der Region des Mittelmeers. Es ist nicht genug, dass die von der Türkei auf den Balkan führende Route geschützt wird. Diese Vereinbarung (mit der Türkei) war erforderlich, sie reicht jedoch nicht aus. Außerdem muss sie unter völligem Respekt gegenüber dem Internationalen Menschenrecht umgesetzt werden. Die Rechte der – nicht nur syrischen – Flüchtlinge müssen geschützt werden. Die Türkei muss handeln und wir haben sie zu beaufsichtigen.

(Quelle: news247.gr)

  1. Janis
    4. Mai 2016, 14:57 | #1

    Einfach nur traurig. Die einzige vernünftige Möglichkeit mit eigener Kraft wieder aufzuerstehen wird als böswillige Absicht der Ausländer dargestellt, und meine Landsleute glauben den Müll auch noch. Na dann, auf ein freudiges Hungern.

  2. weekend
    4. Mai 2016, 15:13 | #2

    Wie unmenschlich wird sich die EU in Zukunft noch zeigen – lt. einer Studie sind von all den „Hilfspaketen“ grade mal 5 % der Zahlungen bei der Bevoelkerung angekommen und nun soll die Bevoelkerung 100 % zurueckbezahlen? Wie viele Menschen muessen noch ihr Leben lassen, wenn sie diese sogenannten „Sparreformen“ ausweiten, was bedeutet ein Menschenleben bei der sogenannten Gemeinschaft EU, wo tatsaechlich nur wenige das Sagen haben?

  3. LiFe
    4. Mai 2016, 20:22 | #3

    Wie kann man die EU-Gemeinschaft begreifen? Wie haben Griechen gelebt? Wie war ihre Geschichte? Hatte Griechenland Kolonien? Hatte Griechenland Industrien aufbauen können? War Griechenland frei und demokratisch? Vergeblich kämpften Mikis Theodorakis und Melina Mercouri für ein freies Griechenland. (Während der siebenjährigen Militärdiktatur in Griechenland zwischen 1967 und 1974 lebte Mercouri in Frankreich im Exil. Als die Künstlerin öffentlich gegen das Regime Stellung bezog, erkannten die Machthaber ihr die griechische Staatsbürgerschaft ab, ihr Pass wurde für ungültig erklärt und Mercouri hatte große Schwierigkeiten, international zu reisen.)
    Während Griechenland Unterdrückung dulden musste, hatten andere EU-Länder in der Vergangenheit wunderbar vom Wirtschaftsaufschwung profitieren können. Mir tun die Griechen leid. Mögen sie geschummelt haben, geschummelt haben andere auch! Diese EU muss zusammenhalten und sollte Nachsicht für historisch gebeutelte Länder wie Spanien und Portugal zeigen.

  4. navy
    4. Mai 2016, 22:41 | #4

    Die Privatisierungs- und Bestechungs-Mafia der EU ist auf Raubzug, wie seit 20 Jahren – siehe FRAPORT, die Bestechungsgeschäfte Wolfgang Schäubles und die Banken- und Finanz-Mafia.

  5. malocher
    5. Mai 2016, 09:35 | #5

    Der IWF und die Deutschen wollen Griechenland untergehen sehen.
    Das ist zumindest der Eindruck den die Deutsche „Regierung“ vermittelt, spiegelt aber nicht die
    Meinung der Mehrheit der Deutschen wieder. Den meisten Deutschen ist die Politik der „Regierung“ zuwider. Die BRD ist nur ein Erfüllungsgehilfe der Finanzmärkte. Außerdem wird Deutschland gerade selbst zur Schlachtbank geführt, nur die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist sich dessen nicht bewußt.

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