Mietung einer Wohnung in Griechenland

14. April 2016 / Aufrufe: 1.972
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Was Sie bei der Anmietung einer Wohnung in Griechenland wissen müssen.

Sie wollen eine Wohnung anmieten, aber der Eigentümer verlangt von Ihnen eine höhere Vorauszahlung als die, mit der Sie gerechnet hatten? Sind drei Jahre ab dem Moment der Anmietung der Wohnung verstrichen und der Eigentümer verlangt eine Mieterhöhung oder Sie wollen die Wohnung verlassen?

Nachstehend lesen Sie einen praktischen Leitpfaden bezüglich Ihrer Rechte und Verpflichtungen als Mieter.

Rechte und Pflichten eines Mieters in Griechenland

  1. Bei den Wohnungsvermietungen wird die Höhe der Miete frei bestimmt, bindet jedoch beide Seiten.
  2. Die Mietung einer Wohnung gilt für wenigstens drei Jahre, auch wenn die Vereinbarung auf einen geringeren Zeitraum lautet oder unbestimmt ist.
  3. Wenn die Vertragszeit auf weniger als drei Jahre bestimmt worden ist und es keine Vereinbarung über eine Angleichung der Miete gibt, erhöht sich bis zur Erfüllung der dreijährigen Mietdauer die gezahlte Miete jährlich um 75% der Inflationsrate, die das Nationale Statistikamt Griechenlands für die unmittelbar vorherigen 12 Monate bekannt gibt. Wenn Sie beispielsweise eine Wohnung mit 100 Euro im Monat mieten, kann folglich der Eigentümer bei einer sich für das Jahr 2015 bei -0,1% bewegenden Inflationsrate praktisch keine Mieterhöhung von Ihnen verlangen.
  4. Eine Vorauszahlung der Miete ist nur für den laufenden Monat gestattet.
  5. Der Eigentümer ist verpflichtet, dem Mieter das Objekt in einem für eine Vermietung geeigneten Zustand zu übergeben, aber es auch während der Dauer der Vermietung in einem geeigneten Zustand zu halten.
  6. Es ist untersagt, dass die Kaution höher als zwei Monatsmieten ist.
  7. Der Eigentümer trägt die Lasten des Gebäudes (steuerliche Belastungen, Wartungsausgaben u. a.).
  8. Der Eigentümer erstattet an den Mieter die notwendigen Aufwendungen, die dieser selbst am Gebäude aufbrachte.
  9. Der Mieter haftet nicht für Abnutzungen, die auf der vereinbarten Nutzung beruhen.
  10. Die Verzögerung der Zahlung von Nebenkosten (Umlagen) hat die Resultate einer Verzögerung der Miete.
  11. Die befristete Mietung läuft aus, sobald dieser Zeitraum verstrichen ist, ohne dass irgend etwas weiteres erforderlich ist. Sie gilt sogar als für eine unbestimmte Zeit verlängert, wenn nach dem Ablauf der vereinbarten Zeit einerseits der Mieter darin fortfährt, die Wohnung zu nutzen, und andererseits der Eigentümer keine Einwände erhebt.
  12. Die zeitlich unbefristete Mietung endet nach Ablauf von drei Jahren auf Kündigung des Eigentümers oder des Mieters.
  13. Der Mieter ist bei Auslaufen der Mietung verpflichtet, die Wohnung in dem Zustand zu übergeben, in dem er sie übernahm.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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