Neue Zäune in Europa gegen Flüchtlinge

10. März 2016 / Aufrufe: 4.258
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In Europa werden neue Zäune gegen Flüchtlinge und Immigranten errichtet.

Estland, Lettland und Litauen intensivieren die Kontrollen und errichten an ihren Ostgrenzen Zäune, da sie sich sorgen, die Region des Baltikums könne zu einem neuen Einfallstor für die Flüchtlinge nach Europa werden, weil es auf der sogenannten Balkanroute immer „enger“ wird bzw. diese inzwischen praktisch geschlossen worden ist.

Die Regierungen der drei Länder fürchten, das Eintreffen zigtausender Flüchtlinge über Russland und Weißrussland sehen zu werden. Diese Beunruhigung verstärkte sich, da im vergangenen Jahr (2015) in Finnland und Norwegen ungefähr 6.000 Asylbewerber aus Russland ankamen.

Es ist traurig, dass wir einen Grenzzaun brauchen

Lettland und Estland begannen, an ihren Grenzen zu Russland Zäune zu errichten. Bei der Fassung dieses Beschlusses spielten ebenfalls auch die Sorgen bezüglich der Sicherheit der Länder des Baltikums nach der Annexion der Krim durch Russland und den Beschuldigungen eine Rolle, dass 2014 im Grenzgebiet ein Funktionär der Sicherheitskräfte Estlands von den Russen entführt wurde.

Die drei besagten Länder schätzen ein, dass infolge der sich verstärkenden Kontrollen der Flüchtlinge von Griechenland nach Europa die über Moldawien, die Ukraine und das Baltikum führende Route populärer werden wird. Estland installiert Überwachungsanlagen, wie diese bereits an den Grenzen Litauens zu Weißrussland existieren, um sowohl dem Schmuggel als auch der illegalen Einwanderung zu begegnen.

Es ist traurig, dass wir einen Grenzzaun brauchen„, erklärte Ojārs Ēriks Kalniņš, Vorsitzender des auswärtigen Komitees im lettischen Parlament, und betonte: „Wir berücksichtigen jedoch die nun in Europa herrschenden Umstände, die Flüchtlingskrise, vielleicht ist er notwendig.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Ungarn ruft wegen Flüchtlingen den Ausnahmezustand aus

Das Ungarn des Viktor Orban weitet den Ausnahmezustand wegen des Flüchtlingsthemas auf das gesamte Land aus und schickt noch mehr Polizisten und Soldaten zu Patrouillen an seine Grenzen, um Flüchtlinge und Immigranten abzuwehren. Gleichzeitig erklärt es sich bereits, nötigenfalls innerhalb von sogar nur zehn Tagen einen Zaun entlang seiner Grenze zu Rumänien zu errichten.

Ungarn wird den Schutz seiner Grenzen verstärken und ruft wegen des Immigrantenproblems für das ganze Land den Krisenzustand aus„, gab am Mittwoch (09 März 2016) der ungarische Innenminister Sandor Pinter bekannt und merkte an, Slowenien, Kroatien und Serbien haben vereint Maßnahmen ergriffen, um die Anzahl der ihre Grenzen passierenden Flüchtlinge zu beschränken.

Zu den Journalisten sprechend erklärte er, Ungarn treffe ebenfalls Vorbereitungen entlang seiner Grenze zu Rumänien, um nötigenfalls innerhalb von zehn Tagen einen Zaun zu errichten. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass Ungarn an seinen Grenzen zu Serbien und Kroatien bereits einen Zaun errichtet hat.

(Quelle: in.gr)

Die EU plante von Anfang an, Griechenland zu einem Konzentrationslager für unerwünschte Flüchtlinge und Migranten zu machen

Eine Erklärung des EU-Ratspräsidenten Donald Tusk enthüllte derweilen den letztendlich bezüglich der Flüchtlingskrise vorbereiteten Plan der Europäischen Union für eine endgültige Schließung der Grenzen und „Isolierung“ Griechenlands unter paralleler Einschließung zigtausender Flüchtlinge und Migranten in dem Land.

Mit einem Post auf seinem persönlichen Twitter-Account, wo er den westlichen Balkanländern Beistand leistet, die ihre Grenzen schlossen, unterstreicht Donald Tusk, es handele sich nicht etwa um eine einseitige Aktion, sondern um die Umsetzung des gemeinsamen Beschlusses der „28“ der Europäischen Union.

Die illegalen Ströme entlang der Balkanroute wurden gestoppt. Es handelt sich nicht um ein Thema eines einseitigen Akts, sondern einen gemeinsamen Beschluss der EU der 28„, erklärte Ratspräsident Tusk und fügte an: „Ich bedanke mich bei den Ländern des westlichen Balkans für die Umsetzung eines Teils der globalen Strategie der EU zur Bewältigung der Migrationskrise.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. 10. März 2016, 10:31 | #1

    „… zur Bewältigung der Migrationskrise…“ Was für ein Hohn, was für ein dreckiges Geschäft – was für ein Armutszeugnis!

  2. john
    10. März 2016, 11:34 | #2

    Aha seit längerem geplant , das erklärt den entsetzlich stumpfsinnigen Umgang der Eu mit GR. Ist es das wirklich Wert auf Teufel komm raus dieser heuchlerischen Gemeinschaft anzugehören ?! Nein, mitnichten!

  3. torsten
    10. März 2016, 15:27 | #3

    Erbärmliches Europa. Das EU-Parlament für 2 Wochen nach Idomeni verlagern! Ich schäme mich, Europäer zu sein. D NL SW sind zu wenige Lichtblicke für Menschlichkeit.

  4. Konstantin
    10. März 2016, 19:25 | #4

    Ein weiterer Beweis dafür, dass die EU eine unmenschliche Führung besitzt und zu nichts anderem als zu Gewinnmaximierung fähig ist, und das auch nur für die Eliten innerhalb der EU. Eine Schande sondersgleichen.

  5. LiFe
    10. März 2016, 21:28 | #5

    Wäre nicht „Ärzte ohne Grenzen“, die Flüchtlinge würden sehr auf sich alleine gestellt sein. Es sind sehr viele erkrankt. Schwer erkrankt. Die letzten Tage hatte es sehr viel geregnet. Die Menschen tragen nasse Kleider. Sie können sich nicht einmal waschen und haben wenig zu essen. Und Europa schaut zu, wie sich die humanitäre Krise verschärft. Ich denke, nicht nur Europa schaut alleine zu, es müssten sich auch jene Länder angesprochen fühlen, die menschliches Leben verhindert haben. Aus Syrien flüchten Kurden, Jesiden, Armenier. Aus dem Irak wieder Kurden, Jesiden, Christen, Muslime, und wenn man sie fragt: Sie wollen in Frieden leben. Selbst die Frauen, die alleine mit ihre Kinder flüchten, wünschen für ihre Buben und Mädchen ein besseres Leben. Leben ohne Ängste. Sind das nicht völlig vernünftige Ansprüche? Bestimmt würden sie gerne wieder in die Heimat. Aber wie, wenn Hass, Terror und Zerstörung an der Tagesordnung sind? Erbärmliches Europa? Erbärmliche Welt!

  6. Walker , Jonny
    10. März 2016, 21:58 | #6

    Absolut korrekt, es ist unmenschlich die Flüchtlinge da in Griechenland im Schlamm vegetieren zu lassen.
    Was wäre die Alternative, wenn man akzeptiert, dass die Kardinalfehler schon vor Jahren, sogar Jahrzehnten gemacht wurden. Einreisen lassen, wie Mama das schon einmal gemacht hat? Somit weiß Afrika Bescheid, dass man wieder die Türen geöffnet hat, was wahrscheinlich die nächsten Millionen animieren würde, sich auf die Socken zu machen.
    Ungarn usw. wird auf keinen Fall Flüchtlinge nehmen. Nahezu alle, bis auf Deutschland, vertreten die Meinung, dass man nur helfen kann, wenn man selber lebt. Da mögen manche Tagträumer über fehlende Menschlichkeit schwadronieren, ja es stimmt: wenn man seinen – sagen wir – kleinen, erarbeiteten Wohlstand behalten möchte, muß man Egoist sein. Wenn die christliche Lehre angewendet würde, nämlich die letzte Scheibe Brot zu teilen, wäre nach der Scheibe Brot auch für den Schluß, der vorher, als er noch nicht dem Wahn verfallen war, Spenden organisieren wie auch abliefern konnte.

  7. Europäer
    10. März 2016, 22:00 | #7

    Mich wundert schon etwas die griechische Naivität. Zu glauben, dass Nordeuropa alle aufnehmen werde, die kommen, ist schon blauäugig. Nun haben die Nordeuropäer wie Schweden, Österreich und die Mittel- Osteuropäer und der Balkan Nägel mit Köpfen gemacht und die Grenze geschlossen. Jetzt beissen den letzten die Hunde. Und der heißt Griechenland.

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