Griechenland muss sofort 50000 Flüchtlingsunterkünfte schaffen

7. März 2016 / Aufrufe: 3.110
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Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert von Griechenland die sofortige Schaffung von 50000 Unterkünften für Flüchtlinge, aber auch die Unterstützung Athens durch die EU.

In einem am 05 März 2016 veröffentlichten Interview erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel, Griechenland müsse sofort seine Zusage realisieren und 50.000 Flüchtlingen Unterkunft bieten, während die Europäische Union Athen zu helfen hat, dieses Ziel zu erreichen.

Österreich, für hunderttausende Flüchtlinge und Immigranten einer der letzten Korridore nach Deutschland, verhängte jüngst Beschränkungen und zündete damit eine Kettenreaktion und bewirkte die Einschließung zehntausender Flüchtlinge und Immigranten in Griechenland.

Österreich und Balkan-Länder müssen ihre Verantwortung übernehmen

Griechenland hätte ursprünglich bis Ende 2015 Unterbringungsstätten für 50.000 Flüchtlinge schaffen müssen„, erklärte Frau Merkel gegenüber der deutschen Zeitung „Bild am Sonntag“. und betonte: „Diese Anhängigkeit muss nun mit Lichtgeschwindigkeit gelöst werden, da die griechische Regierung deren würdiges Überleben zu garantieren hat.

Nachdem in Deutschland im vergangenen Jahr über eine Million Flüchtlinge und Immigranten eintrafen, erklärt die deutsche Kanzlerin unter dem auf sie ausgeübten Druck, die Anzahl der in ihr Land strömenden Flüchtlinge zu senken, Griechenland müsse größere Hilfe von anderen europäischen Ländern erhalten. „Ich weiß aus meinen Gesprächen mit dem Premierminister Alexis Tsipras, dass er es tun möchte, jedoch braucht er unsere Hilfe. Deswegen muss die EU Griechenland im Geist der Solidarität unterstützen.

Die Kanzlerin betonte ebenfalls, Österreich und die Balkan-Länder müssen nach ihrem einseitigen Beschluss, Grenzkontrollen zu verhängen, die Verantwortung für diese Änderung der Situation in Griechenland zu übernehmen.

Isolierung der Balkan-Route ist ein Wendepunkt in der Flüchtlingspolitik

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras wiederum hat Österreich und die Balkan-Länder beschuldigt, mit der Verhängung von Beschränkungen an den Grenzen, um den Strom der von Griechenland nach Norden ziehenden Immigranten einzuschränken, „Europa zu zerstören„.

Auf der anderen Seite vertritt Merkels bayrischer Verbündeter Horst Seehofer, die Verhängung von Grenzkontrollen durch Österreich, aber auch andere Länder war zum Wohl Deutschlands, da sie die Anzahl der Ankünfte auf seinem Gebiet senkte.

Es handelt sich um einen Wendepunkt in der Flüchtlingspolitik, wegen der Isolierung großer Abschnitte auf der Balkan-Route„, erklärte Seehofer gegenüber der Zeitschrift „Der Spiegel“.

(Quelle: Imerisia)

  1. Wolfgang Neumann
    7. März 2016, 11:10 | #1

    In der Überschrift dieses Artikels haben Sie die Anzahl der Unterkünfte falsch angegeben.

    • Team
      7. März 2016, 11:38 | #2

      Ja, peinlich, danke für den Hinweis, da war wirklich eine Null zu viel.

  2. st
    7. März 2016, 11:42 | #3

    Die politische Klasse in GR hat es anscheinend immer noch nicht gemerkt, dass sie in der Flüchtlingskrise als Prellbock fungiert und geopfert werden soll. Natürlich muß man das Überleben der Menschen sichern, doch da von den Flüchtlingen keiner die Absicht hat, in GR zu bleiben (wenige Ausnahmen mal ausgenommen), etwa weil Verwandte oder Freunde bereits in Deutschland, England, Frankreich oder Schweden angekommen sind, bleibt die berechtigte Frage: WAS soll GR mit den Menschen anfangen? Sollen die Menschen dauerhaft in eilig hochgezogenen Containerdörfern leben? Wo sollen die Menschen Arbeit finden, wenn diese noch nicht einmal für Einheimische existiert? Darüber ist man auch in Brüssel, Wien und Berlin informiert und reibt sich schadenfroh die Hände, dass man den Griechen nach der Troika wieder mal ein faules Ei ins Nest gelegt hat, welches eine gesunde und nachhaltige Entwicklung des Landes ausschließt.

  3. Ottavan
    7. März 2016, 12:18 | #4

    Es gibt nur EINE Lösung: Weg mit diesen Politschranzen, allen voran das Murksel! Und dann aufräumen, was noch aufzuräumen ist. Oder wollen wir über kurz oder lang nur noch unsere Toten aufräumen? Siehe auch Brandbrief der Offiziere. Wenn nichts anderes mehr hilft, dann eben ein Militärputsch. Hauptsache weg mit diesen Hochverrätern, die (noch) den Ton angeben!

  4. Imandra
    7. März 2016, 19:49 | #5

    Wollen sie die Flüchtlinge da dann anketten oder einsperren? Warscheinlich müssen die Bedauernswerten dann auch noch ENFIA bezahlen 😉

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