Explosion der Unternehmensschließungen in Griechenland

31. März 2016 / Aufrufe: 919

Im ersten Quartal des Jahres 2016 wurde in Griechenland im Vergleich zum Vorjahr eine Explosion der Firmenschließungen um rund 78 Prozent verzeichnet.

Laut der griechischen Zeitung „Kathimerini“ wird in Griechenland auf dem Markt im ersten Quartal des laufenden Jahres eine „Explosion“ der Unternehmensschließungen um 78,08% verzeichnet und ein sehr negativer Beginn des neuen Jahres vermerkt.

Es ist bezeichnend, dass zum ersten Mal in den Jahren der Krise die Löschungen von Unternehmen (Unternehmen, die schließen) die neu eröffneten Unternehmen um 4.000 übersteigen, da diverse Aktivitäten endgültig eingestellt werden, manche ins Ausland abwandern und andere wiederum in die Sphäre der Schattenwirtschaft, der ungemeldeten Beschäftigung und der nicht deklarierten Einkommen eintreten.

Unternehmen schließen wegen anhaltender Ungewissheit

Laut den Daten des griechischen Allgemeinen Handelsregisters (GEMI) wurden in dem Zeitraum ab dem 01 Januar 2016 bis zum 22 März 2016 insgesamt 9.812 Unternehmen aus dem Register gelöscht, welche Anzahl im Vergleich zu dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2015 um 78,08% höher liegt. Es ist sogar nicht auszuschließen, dass die wirkliche Anzahl der Schließungen noch höher als die offiziell verzeichnete liegt, da viele Unternehmen die „Rollläden herunterlassen“, ohne dies zu melden, weil sie Schulden an den Fiskus, die Versicherungskassen, ihre Lieferanten und Banken haben.

Experten zufolge hat zu diesem Bild auch die Verzögerung der – inzwischen seit rund einem halben Jahr anhängigen – sogenannten „Bewertung“ (der Umsetzung des Griechenland mit den Memoranden auferlegten Programms) beigetragen, da viele Unternehmer das Verstreichen der Weihnachtsfeiertage abwarteten um zu sehen, wie es mit besagter Bewertung weitergehen wird, und ab dem Moment, wo sie kein „Licht“ sahen, ihre Unternehmen zu schließen begannen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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