Banden, Drogen und Alkohol im Flüchtlingslager Elliniko in Griechenland

12. März 2016 / Aufrufe: 1.993
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In einem der größten organisierten Notlager in Griechenland für Flüchtlinge und Migranten herrschen jedem zivilisierten Staat spottende Zustände.

Die Zuständigen der sogenannten „Beherbergungszentren“ (sprich Notlager) für Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge auf dem Areal des ehemaligen internationalen Athener Flughafens „Elliniko“ versuchen, die sich unter dem Drama der Flüchtlinge und Immigranten verbergende Realität einer kleinen Gesellschaft zu beschönigen.

In diesem Moment werden an drei Stellen – in dem ehemaligen Abfertigungsgebäude (Schengen-Gebäude), dem Hockey-Stadion und dem Basketball-Stadion – ungefähr 4.000 Migranten und Flüchtlinge mit unterschiedlichen Nationalitäten, Sitten und Bräuchen beherbergt und schaffen einen explosiven sozialen Mix.

Sexuelle Belästigungen durch Marokkaner und Drogenhandel

Laut sehr gut informierten Quellen von vimaonline.gr komponieren Banden, Drogenhandel und Alkohol ein drittweltliches Bild, dem man nur in berüchtigten Gebieten desolater Länder vom Typ Somalias begegnet.

Drogenschieber direkt aus den Bezirken des (Stadt-) Zentrums sollen sehr einfach Kleindealer – hauptsächlich jugendlichen Alters – finden, die in den Einrichtungen leben und für wenige Euro als Gegenleistung die Drogen an andere Immigranten und Flüchtlinge „verchecken“. Ein anderer Ring treibt einen eigentümlichen Handel mit Alkohol und verkauft an die Immigranten das „Pinnchen“ für 2 Euro. Sobald wiederum die Nacht einbricht und die Freiwilligen und das Personal der nichtstaatlichen Hilfsorganisationen Feierabend machen, treten – hauptsächlich in den Anlagen des Hockey-Stadions – die Banden in Aktion. Überall wechseln Joints die Hände und der Alkohol fließt reichlich bei hauptsächlich jungen Personen, die sich betrinken und dann untereinander „aufmischen“.

So gingen am 07 März 2016 gegen 23:00 Uhr im Hockey-Stadion ungefähr siebzig Personen aufeinander los und etliche Verletzte wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Die Ausschreitungen ereigneten sich zwischen Marokkanern, Afghanen und Iranern, während Familien sprachlos zuschauten und versuchten, ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Spezieller die Marokkaner, die auch die skrupellosesten und gewohnt sind, sich Frauen gegenüber auf eine „besondere“ Weise zu verhalten, belästigten syrische und afghanische Frauen sexuell, was zur Folge hatte, dass deren Männer reagierten und es zu Auseinandersetzungen kam.

Etwas vorher lief am selben Abend kurz nach 21:00 Uhr vor dem zentralen Eingang des Aufnahmezentrums offensichtlich ein „Geschäft“ schief. Zwei Ausländer begannen sich zu prügeln und einer zerschlug eine Bierflasche und versuchte, sie dem anderen in den Hals zu rammen. Dank des Eingreifens der Besonneneren wurde das Schlimmste verhindert, während Informationen zufolge der Anlass des Streits eine Differenz bei der Menge der Drogen war, die der eine dem anderen zu verkaufen versuchte.

Unsägliche und gefährliche Hygienebedingungen

In den ungeeigneten Einrichtungen sind die hygienischen Umstände erbärmlich, da es nicht genug Waschräume und Toiletten gibt, um die Bedürfnisse der dort verweilenden Menschen zu decken. Menschen, die auch nur die elementaren Regeln der Hygiene befolgen, vermögen sich den Anlagen 1 – 2 Stunden nach deren Reinigung nicht mehr zu nähern.

Meldungen zufolge sind unter den Immigranten Krankheiten wie Hepatitis und Tuberkulose in Erscheinung getreten, während sich auch die in Vergessenheit geratene Krankheit der Krätze eingestellt hat. Die Flüchtlinge und Immigranten sind gezwungen, sich in den benachbarten Anlagen des Sportzentrums Agios Kosmas zu waschen und dazu Bewässerungsschläuche durchzuschneiden, während sich auch viele an naheliegende Strände begeben, um sich im Meer zu waschen!

Unzureichende Sicherung des Auffangzentrums

Trotz der volltönenden Bekanntmachungen der griechischen Polizei (ELAS), die Lokalitäten werden von starken Kräften bewacht werden, ist die Sicherung des Beherbergungszentrums unzureichend. Die in jeder Schicht dort befindlichen 10 – 12 Polizeibeamten nehmen einfach nur die sich alltäglich ereignenden Gewaltfälle zu Protokoll.

Eine bei dem Areal stationierte Einheit der sogenannten MAT („Einheit zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung“) ist seit vielen Tagen wieder abgezogen worden, während die Polizeibeamten sich jedes Mal vor Antritt ihres Dienstes buchstäblich bekreuzigen.

Drittweltliche Zustände in … Griechenland

Auch die sich auf dem Parkplatz des ehemaligen Flughafens darstellenden Zustände sind tragisch. Überall weggeworfene Kleidungsstücke, Abfälle und Lebensmittel bieten ein drittweltliches Bild. Obwohl die Hilfsorganisationen nachdrücklich betonen, wer Lebensmittel bringen möchte, soll diese bei den zuständigen Behörden abgeben, begeben sich viele, die Lebensmittel und Kleidung spenden wollen, in eigener Regie auf den Parkplatz des Flughafens – mit der Folge, von den unglücklichen Immigranten umzingelt zu werden, die sich buchstäblich um einige Lebensmittel prügeln. In vielen Fällen wiederum nähern sich den arglosen Bürgern, die Nahrungsmittel zu verteilen versuchen, „umtriebige“ Personen und entwenden ihnen Taschen und Mobiltelefone.

Laut gut informierten Quellen werden von den Freiwilligen und Hilfsorganisationen viele Zwischenfälle mit Verletzungen und Handgemengen gar nicht publik gemacht, während die Verantwortlichen der Einrichtungen versichern, alles sei in Ordnung und das Einzige, was sie brauchen, seien etwas mehr Reinigungsmittel … . Tragische Figuren in dieser drittweltlichen Szenerie sind die Kinder und Familien, die unter diesen Verhältnissen zu überleben versuchen. Die Notwendigkeit, dass es in den Unterbringungsstätten auf dem Elliniko-Areal eine Überwachung der Lage gibt, ist zwingender denn je, bevor sie völlig außer Kontrolle gerät.

Der Staat schuldet, einerseits die selbigen darin befindlichen Flüchtlinge, Migranten und Kinder, andererseits aber auch die lokalen Gesellschaften zu schützen, die bisher Toleranz und Solidarität gezeigt und sich für die Bewältigung des Problems stark gemacht haben. Als die ehemalige Migrations-Ministerin Frau Christodoulopoulou alle Migranten und Flüchtlinge des Mittleren Ostens nach Griechenland zu kommen einlud, weil es ein sicheres Land für ihre Reise nach Euro sei, und sie mit den erforderlichen Reisepapieren ausstattete, hatte sie sicherlich nicht diese drittweltlichen Zustände im Sinn …

(Quelle: vimaonline.gr, Autor: Giannis K. Kontarinis)

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