Griechenland aktiviert im Flüchtlingsproblem das Militär

1. Februar 2016 / Aufrufe: 1.303

Zur Bewältigung des Flüchtlings- und Immigrantenproblems wird in Griechenland nun auch das Verteidigungsministerium aktiviert.

Die Regierung Griechenlands schreitet zur Beschleunigung der Arbeiten für die rechtzeitige Fertigstellung der Auffang-Zentren (Hotspots) für Flüchtlinge und Immigranten auf den fünf griechischen Ägäis-Inseln Samos, Lesbos, Chios, Kos und Leros sowie auch der beiden Umsiedelungszentren (Relocation Camps) auf dem Festland, und beschloss ebenfalls die aktivere Beteiligung des Verteidigungsministeriums an dem Prozedere.

Ziel ist, dass Griechenland bis zur nächsten Konferenz der europäischen Staatsführer die eingegangenen Zusagen realisiert haben wird, berichtet das Pressebüro des Premierministers und unterstreicht, dass entsprechende Verantwortungsgefühle bis dahin auch die übrigen EU-Länder sowie die europäischen Institutionen zu zeigen haben.

Unterbringung von bis zu 9.000 Flüchtlingen in Militärkasernen

Das Flüchtlingsthema befand sich im Mittelpunkt einer interministerialen Konferenz, die am vergangenen Samstag (31 Januar 2016) im Regierungspalast (Megaro Maximou) unter dem Vorsitz des Premierministers Alexis Tsipras erfolgte.

An der Konferenz nahmen der Verteidigungsminister (Panos Kammenos), der Staatsminister für Koordinierung des Regierungswerks (Alekos Flampouraris), der Minister für Seefahrt und Inselpolitik (Thodoris Dritsas), die stellvertretenden Minister für Zivilschutz (Dimitris Toskas), Verteidigung (Dimitris Vitsas), Migrationspolitik (Giannis Mouzalas), europäische Angelegenheiten (Nikos Xydakis) sowie auch der Staatssekretär für Koordinierung (Dimitris Papagiannakos) teil.

Das Verteidigungsministerium wird übernehmen:

  • umgehend vorläufige Koordinatoren für die 5 Auffang-Zentren auf den Inseln zu bestimmen,
  • mit allen verfügbaren Mitteln die Vollendung der Bauarbeiten zu beaufsichtigen und daran mitzuwirken, damit die Hotspots innerhalb der kommenden zwei Wochen betriebsbereit sind,
  • die personelle Ausstattung und den Betrieb von Feldküchen auf den fünf Inseln zur Bedienung der Flüchtlinge zu übernehmen,
  • die („stillgelegten“) Militärkasernen in Sindos (bei Thessaloniki) und Schisto (bei Athen) mit einer sofortigen Aufnahmekapazität von je 500 Personen und Möglichkeiten zur Beherbergung jeweils weiterer 4.000 Personen für die Schaffung sogenannter Umsiedlungszentren (Relocation Camps) abzutreten. Parallel übernimmt es die rechtzeitige Übergabe besagter Kasernen sowie auch deren Betrieb.

Zur selben Stunde übernimmt das Ministerium für Zivilschutz die zügige vollständige Besetzung der 5 Auffang-Zentren mit Personal, damit in den Zentren die Möglichkeit zur umgehenden Identifizierung der Flüchtlinge besteht.

Gemeinsame Einschätzung während der Dauer der ministeriumsübergreifenden Konferenz war, dass Griechenland bis zum nächsten Gipfel der europäischen Staatsführer die übernommenen Verpflichtungen realisiert haben wird. „Hoffen wir, dass das selbe Verantwortungsempfinden bis dahin sowohl die übrigen Länder der EU als auch die europäischen Institutionen demonstrieren werden„, führt die Pressestelle des Premierministers an.

(Quelle: Imerisia)

KategorienAllgemein
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  1. GR-Block
    1. Februar 2016, 14:19 | #1

    Griechenland aktiviert im Flüchtlingsproblem das Militär“ und „Unterbringung von bis zu 9.000 Flüchtlingen in Militärkasernen“ also KZs.
    Da soll einer sagen, die Griechen würden Vorgaben nicht erfüllen. Man muss in der EU nur klare Worte sprechen, dann klappt’s auch mit den undisziplinierten Südossi-Nachbarn. Ossi-Frau Angela-das-Fähnchen-im-Wind-Merkel brachte beherzt alles ins Rollen. Jetzt wird sie weich geklopft und es übernimmt die nordische Frauke-die-Arschkarte-für-Deutschland-Petry. Schließlich konnte die Ossi-Frau nicht selbst den Schießbefehl geben. Da mussten stramme CDUler sich extra abspalten, um diesen Part zu übernehmen.
    Nein, Europa hat nicht wirklich ein Problem. Deutschland hat es! Und versucht es offensichtlich seit 1993 (Binnenmarkt) verzweifelt zu exportieren. Es fällt aber immer wieder auf D zurück. Seit 20 Jahren tickt die deutsche Uhr und die EU hat keine Lösung, kann den großen Knall nur hinauszögern. (Churchill ick hör‘ dir trapsen)

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