Griechenlands Premier liebt die jungen Leute nicht …

9. Januar 2016 / Aufrufe: 1.006
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Die von der Regierung in Griechenland forcierte Rentenreform stellt einen Verrat an den jungen Leuten und kommenden Generation dar.

Auf der einen Seite bringt Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras sein jugendliches Profil als Garantie an den Mann und auf der anderen Seite beteiligt er sich an dem Verrat, den die kommenden Generationen mittels der Versicherungsreform erleiden.

Alexis ist selbst jung, liebt aber seine Altersgenossen nicht. Und vor allem sind ihm die Nachfolgenden gleichgültig. All diese lächelnden Jugendlichen, mit denen er sich zusammen vor Lachen biegt, wenn sie ihm begegnen. Aber noch mehr als alle anderen ist ihm jenes Mädchen gleichgültig, das ihn spontan fragte „wie heißt Du“, als es sich zu Weihnachten in den Regierungspalast begab um Weihnachtslieder zu singen.

Das Problem soll wieder auf später verschoben werden

Alexis gefällt es, mit jungen Leuten zusammen zu sein, kleine Witze zu erzählen, Spaß zu machen, aber bis dort. Allgemein erinnert er mich an jene angenehmen „Freunde“, die in der Clique fantastisch sind, sich jedoch nicht im geringsten um einen scheren, wenn man sie wirklich einmal braucht.

Das von seiner Regierung vorgeschlagene Versicherungsgesetz zeigt ganz klar seine Gleichgültigkeit für die jungen Leute. Sofern es schließlich mit den Gläubigern vereinbart werden wird. Es zeigt, wie sie ein weiteres Mal die gesamte Grundlage der Gesellschaft wahrnehmen, ihre Sorge um in der Vergangenheit erworbene Ansprüche und ihre Gleichgültigkeit für das, was in den nächsten Jahren kommt.

Tsipras wendet der Zukunft des Landes aus vielen Gründen seinen Rücken zu: Indem er die Sätze der Ergänzung des beitragsbasierten Teils (der Rente) für alle reduziert, die nach 2018 in Rente gehen, ist dies, als ob er ein Loch schafft, das erneut zu revidieren sein wird. Er versucht, auch die derzeitigen Rentner in den Modus der Berechnung der beitragsbasierten Rente einzubeziehen, löst aber gleichzeitig nicht das Thema der Tragfähigkeit der Zusatzkassen und hebt die Arbeitgeberanteile der Beiträge zu den Zusatzrenten an!

Alle begreifen, dass wieder eine ungeheure Bemühung erfolgt, dass das Problem erneut auf später verschoben wird. Das Leben der Arbeitgeber noch schwerer gemacht wird, noch mehr Unternehmen schließen, die Quote der Schwarzarbeit steigt und die Arbeitslosigkeit wächst. Derweilen scheint noch nichts auch die bestehenden Renten nach 2018 sicherzustellen, auch wenn Arbeitsminister Giorgos Katrougkalos und Pressesprecherin Olga Gerovasili mit unglaublicher Dreistigkeit auf dem Gegenteil beharren.

Unglaublicher Amoralismus gegenüber den jungen Leuten

Alles geschieht also, auf dass mit Gewalt ein auswegloser Status quo aufrecht erhalten wird, der nicht funktionieren zu können scheint. Ein erstickendes Umfeld des Etatismus mit ausschließlichem Ziel den Schutz der alten Rentner zu verlängern, welche die Hauptquelle der Unterhaltung ihrer Familien darstellen. Dass also ein statischer Zustand fortgesetzt wird, indem die jungen Leute auf dem Altar ihres irreführenden Wohlstands und ihrer Abhängigkeit von den Renten ihrer Großeltern geopfert werden.

Auf jeden Fall wird der Etatismus jedoch schwierig seine Errungenschaften verteidigen können werden. Im Memorandum existieren Verpflichtungen, die eingehalten werden müssen, und leider werden uns wieder einmal die Ausländer daran erinnern müssen. Vielleicht sind all das verzweifelte Züge um Eindruck zu schinden, damit wir an den Grenzen zur Erpressung angelangen. Außerdem denke ich nicht, dass eine solche Gesetzesvorlage unblutig das Parlament passieren wird.

Wie auch immer, es beweist sich jedenfalls ein weiteres Mal der unglaubliche Amoralismus der Machtsysteme der Gesellschaft gegenüber den jungen Leuten. Sowohl das mediale als auch das politische System nutzten seit eh und je die Jugend, um ihren unbändigen Populismus zu stützen. Allein aus diesem Grund. Sie waren nie daran interessiert, die Vision von dem zukünftigen Griechenland voranzustellen und die neuen Generationen mit der Selbstlosigkeit der Verantwortung zu lieben, die ihnen die Werte ihrer Position und institutionellen Rolle auferlegte. Von den Sendungen des Journalisten Giorgos Aftias bis hin zu den politisierenden „Kronen“ der extremen Populisten war der Rentner stets der beste „Kunde“.

Dies ist also die bittere Wahrheit über das Versicherungsgesetz und noch mehr über Alexis Tsipras, der eine niederträchtige und „verräterische“ Rolle spielt. Einerseits bringt er sein jugendliches Profil als Garantie an den Mann und andererseits beteiligt er sich an dem Verrat, den die kommenden Generationen zu Gunsten der Machtgeilheit der Wenigen erleiden.

Leider ist in Wirklichkeit nicht einmal Alexis selbst jung. Vielleicht vermag er deswegen die jungen Leute nicht zu respektieren und zu lieben …

(Quelle: protagon.gr, Autor: Andreas Zampoukas)

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