Griechenland soll Flüchtlinge ersäufen

29. Januar 2016 / Aufrufe: 2.936

Laut dem griechischen Migrationsminister Giannis Mouzalas wurde Griechenland aus Belgien aufgefordert, Flüchtlinge und Immigranten aufs Meer zurückzuschicken.

Im Nachhall der am vergangenen Montag (25 Januar 2016) in Holland stattgefundenen Konferenz zu dem Problem mit den Immigranten gab Griechenlands Minister für Migrationspolitik,  Giannis Mouzalas, in der Sendung Newsnight des BBC ein Interview zu dem Immigrantenproblem und erklärte zur großen Überraschung des Journalisten, „die Belgier sagten uns, wir sollen die Flüchtlinge auf das Meer zurückschicken„.

Auf eine Frage des Journalisten bezüglich des Vorschlags der Belgier, in Griechenland große Lager zur Internierung der Immigranten zu schaffen, erklärte der Minister für Migrationspolitik: „Die Belgier sagten uns, wir sollen die Immigranten auf das Meer zurückschicken. Sie sagten zu uns: ‚Brecht das Gesetz. Wir haben Angst. Es ist uns egal, ob sie ertrinken.‘„, betonte der Minister und fügte an, wahrscheinlich habe keiner der anderen Minister dies akzeptiert.

Konzentrationslager für 400.000 Häftlinge gab es nur bei den Nazis

Bezüglich der Konzentrationslager für Flüchtlinge in Griechenland gefragt, antwortete Herr Mouzalas: „Wenn Sie in der Geschichte zurückgehen, werden Sie sehen, dass die einzige Periode, in der es Konzentrationslager für 400.000 Gefangene gab, die Epoche der Nazis war. Es gibt keine andere Periode in der Geschichte, in der Konzentrationslager für 400.000 Menschen existieren. Die Flüchtlinge sind keine Häftlinge. Sie haben Rechte.

Auf die Frage, wer an der Lage Schuld sei, entgegnete Giannis Mouzalas: „Ich will nicht bei dem ‚blame game‘ mitmachen, wir wollen Teil der Lösung sein. Man kann nicht Mitglied Europas à la carte sein. Man kann nicht Landwirtschafts-Subventionen, Zuschüsse für die Bildung kassieren, aber die Grenzen schließen, wen Europa einen braucht. Gefängnisse bauen und verlangen, die anderen sollen die Flüchtlinge ersäufen. Das ist nicht Europa.

Unmittelbar danach meinte der Journalist zu dem Minister, nicht erkennen zu können, ob jener wütend oder traurig sei, und Herr Mouzalas antwortete: „Ich bin nicht wütend. Ich bin Minister und muss für alles offen sein. Wir wollen die Lösung finden, jedoch sind wir erschöpft. Wir haben bereits all diese Menschen. Alle kommen bei uns vorbei. Stellen Sie sich vor, dass im Sommer 10.000 Menschen am Tag eine Insel mit 3.000 Einwohner passierten. Sie ertrinken in unseren Meeren. Die Griechen sammeln jeden Tag Leichen aus dem Meer. Wir wollen mehr als jeder andere, dass das Problem gelöst wird.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Leonidas
    29. Januar 2016, 09:31 | #1

    Seit fünf Jahren gibt es das Flüchtlings Problem, seit fünf Jahren hat sich keines der Nordländer dafür interessiert, Italien, Griechenland, Zypern und Malta wurden mit dem Problem allein gelassen. Aber jetzt, wo durch die EU Erweiterungen die Möglichkeit besteht, nach dem Passieren einer Aussengrenze den gesamten Schengenraum zu durchqueren und Flüchtlinge in den Norden gelangen, ist das ein Problem für den Norden.
    Aber vielleicht sollte man mal aufhören, auf Hellas rumzuhacken, und den wahren Schuldigen eine Protestnote schicken. Wer hat denn nach dem 11.09. den gesamten nahen Osten destabilisiert? Und an der Finanzkrise ist dieses Land auch nicht ganz unbeteiligt.

  2. weekend
    30. Januar 2016, 18:41 | #2

    Wie leicht ist es von anderen Laendern (die nicht direkt betroffen sind) ueber das Fluechtlingsproblem zu reden, wenn diese es sich leisten koennen und dafuer halt mal bezahlen, sofern sie es wirklich tun. Griechenland hat das humanitäre Problem, die Leute kommen mit Booten an – was, wenn sie die Fluechtlinge nicht an Land kommen lassen? Dann wird ihnen unterstellt, sie lassen Fluechtlinge elendig ertrinken! So kann man ein Land, das eh arg angeschlagen ist, noch weiter denunzieren.

  3. 2. Februar 2016, 16:20 | #3

    Die meisten Muslime sind keine Terroristen, aber die meisten (heutigen) Terroristen sind Muslime. Das ist Fakt. Und in den islamisch gläubigen Ländern sind auch Frauen eben nur Objekte, die keine Rechte haben. Und wer glaubt dass nur weil ein islamgläubiger Mann, der von heute auf morgen das Land wechselt seine Einstellung gegenüber Frauen auch von heute auf morgen wechselt, sollte mal zum Arzt gehen. Wenn man die Zeit beobachtet und die ganzen Bilder zu einem Film zusammen setzt was in den letzten 10 Jahren passiert in Deutschland, muss ich sagen das seit dem die Zahl der muslimischen Einwanderer so enorm angewachsen ist auch die Probleme in Deutschland enorm steigen. Leider ist das so!

  4. Erich Mühsam
    2. Februar 2016, 21:22 | #4

    Wenn in Griechenland 850.000 Flüchtlinge eingereist sind, dann sind niemals 1 Million in Deutschland angekommen, allein 160.000 in Schweden eingereiste beweisen das, man kann dann noch die in Österreich und Holland addieren, bzw. abziehen usw., und die in Griechenland geblieben sind.
    Fazit: Zahlen sind völlig aufgebauscht, wahrscheinlich um kommunal größere Etats herauszuschlagen.
    Da Griechenland ja bereits seit 25 Jahren Zuwanderung hat, ist das arme Deutschland echt Latte, vor allem wo doch genau die Spinner, die jetzt Lügenpresse schreien zuvor jede antigriechische Hetzpropaganda geglaubt und nachgeäfft haben und selbst wenn Deutschland alle Flüchtlinge vertreiben sollte, danach geht’s dann wieder weiter gegen alle Kanacken, Spaghettis und Zazikis und dann kommen noch alle mit ausländischen und jüdischen Vornamen dran; dumm nur, daß die meisten Nazis echt lustige Vornamen haben.

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