Flüchtlingslager in Griechenland bleibt ungenutzt

9. Januar 2016 / Aufrufe: 1.625
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Das an der Grenze zwischen Griechenland und der FYROM eingerichtetes Durchgangslager für Flüchtlinge und Immigranten bleibt seit einem Monat ungenutzt.

Das von dem Hochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), der „Ärzte ohne Grenzen“ und anderen Organisationen in der neutralen Zone zwischen Griechenland und der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedoniens (FYROM) für den kurzfristigen Verbleib der Flüchtlinge und Immigranten bleibt seit einem Monat ungenutzt.

Die bei Idomeni aus Athen eintreffenden Busse, welche die Flüchtlinge (zur Grenze mit der FYROM) befördern, halten nunmehr auf Anweisung der Polizei an einer 20 Kilometer von der Grenze entfernt liegenden (Autobahn-) Raststätte an, wo sie auf die Anweisung – wieder der griechischen Polizei – darauf warten, sich in die neutrale Zone zu begeben.

Camp steht leer, während „die Kasse süßer denn je klingelt“ …

All dies hat zum Resultat, dass dort (sprich an besagter Raststätte) alltäglich hunderte Flüchtlinge stundenlang in der Kälte ausharren müssen und die Erbringung erster Hilfe und Verteilung von Essen durch Freiwillige erschwert (wenn nicht gar verhindert …) wird. „Wir haben beheizte Zelte und eine organisierte Klinik in dem Lager (bei Idomeni) und sind (trotzdem) gezwungen, mit unseren Koffern zu der Raststätte zu eilen, anstatt dass die Menschen in das Camp kommen„, erklärt gegenüber der Athener Nachrichtenagentur ANA-MPA Antonis Rigas von den „Ärzten ohne Grenzen“.

Das Hochkommissariat agiert jedenfalls bereits mit den nötigen Eingaben an zuständige Stellen in Richtung einer Lösung des Problems, wobei in diesem Rahmen am 07 Januar 2016 auch der Besuch des Vertreters des Hochkommissariats für Griechenland, Philippe Lecler, in dem Gebiet erwartet wurde.

Es sei in Erinnerung gerufen, dass besagtes (Durchgangs-) Lager bei Idomeni am 09 Dezember 2016 im Rahmen einer Polizeiaktion evakuiert wurde, um die Eisenbahntrasse freizumachen, die wochenlang von Immigranten blockiert worden war, denen die Einreise in die FYROM verweigert wird.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Ergänzend sei angemerkt, dass es sich bei der in Rede stehenden, sprich an der Autobahn / Nationalstraße nach Idomeni / Gevgelija kurz vor dem Grenzübergang zur FYROM gelegenen „Service-Station“ natürlich um einen privaten Betrieb handelt, dessen Kassen in letzter Zeit „glühen“. Ein Schelm, wer Böses vermutet …

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