Rekapitalisierung der Banken kostet Griechenlands Bürger 40 Mrd

2. Dezember 2015 / Aufrufe: 1.083

Die skandalöse Refinanzierung der Banken in Griechenland schädigt Fiskus, gesetzliche Versicherungsträger und tausende Kleininvestoren um über 40 Milliarden Euro.

Wir monieren ein weiteres mal den großen Skandal der sogenannten Rekapitalisierung der Banken, der vielleicht der größte Skandal der griechischen Geschichte ist und mit dem der Fiskus, also die notleidenden überbesteuerten Steuerpflichtigen unseres Vaterlands schwindelerregende Beträge von über 40 Mrd. Euro verloren, Versicherungskassen und viele tausende Kleinaktionäre und kleine Obligationsinhaber ausgeplündert wurden, während die Banken fast umsonst in die Hände ausländischer Spekulanten übergingen, von denen viele im übrigen unbekannter Identität sind.

Dies betont in einer Erklärung der Vorsitzende der Partei „Nationalen Einheit“ (LAE), Panagiotis Lafazanis, und merkt dabei an, der Skandal könne nicht von der Immunität geschützt bleiben und „vertuscht“ werden, „zumal er wegen einer Reihe obskurer Beschlüsse und Regelungen der Regierung – wie den Ausschluss der griechischen Kleininvestoren von den Kapitalerhöhungen der Banken, die Abschaffung der Bevorzugung der alten Aktionäre und andere – möglich wurde„.

Untersuchung politischer und strafrechtlicher Verantwortungen

Die vielleicht provokativste Methodisierung war jedoch die fotografische Novellierung des Gesetzes N. 4346/15, die – wie es die Website iskra.gr dokumentiert – im Express-Verfahren verabschiedet wurde und mit der die Finanzstabilitätsfazilität (FSF) praktisch mit einem unglaublichen Schaden für den griechischen Fiskus und die Steuerzahler verpflichtet wird, für die Kapitalerhöhungen die Spottpreise der Bankaktien zu akzeptieren, wie diese mittels der Methode des Zeichnungsbuchs bestimmt wurden und bei einem Preis von praktisch Null begannen„, betont der Vorsitzende der Nationalen Einheit.

Die LA.E. verlangt, dass das skandalöse Prozedere der Rekapitalisierung der Banken jetzt gestoppt wird. Die LA.E. wird auf keinen Fall aufhören, dieses ungeheure Thema aufzugreifen und seine völlige und tiefgreifende Erforschung zur Auffindung nicht nur der riesigen politischen, sondern auch der äußerst schweren strafrechtlichen Verantwortungen verlangen„, fügt Herr Lafazanis an und endet:

Wir bringen – ohne Illusionen zu hegen – umgehend wieder unseren Vorschlag zur Bildung eines parlamentarischen Ausschusses zu Untersuchung der Dinge mit dem Ziel aufs Tapet, dass die Angelegenheit der Rekapitalisierung so tief wie möglich erforscht und rund um diese eine breite öffentliche Diskussion eröffnet wird.

Die LA.E. wird umgehend eine Reihe von Initiativen zur Mobilisierung gegen den Skandal der Rekapitalisierung ergreifen, zur Verteidigung der Interessen des Fiskus, der Versicherungskassen, der Kleinaktionäre und kleinen Obligationsinhaber, für die Nationalisierung der Banken und ein anderes nationales, wachstumsorientiertes und eine soziale Rolle des Finanzsystems.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Ingrid
    4. Dezember 2015, 18:37 | #1

    Das wird wohl der Grund dafuer sein, dass in Griechenland sehr unwillig Steuern bezahlt werden. Dass alles versucht wird die Gesetze zu hintergehen. Dem Staat und der Politik wird nicht vertraut.

  2. Leonids
    17. Dezember 2015, 17:56 | #2

    Es ist in der tat ein Skandal, das ganze hatte auch verträglicher abgewickelt werden können, aber den Käufern war auch der Druck unter dem die Regierung stand bekannt. Wenn ich weiß das jemand heute verkaufen muss und wir 5 vor 12 haben. Wer zahlt da einen fairen Preis.

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