Polizeieinsatz an Griechenlands Nordgrenze gegen Immigranten

9. Dezember 2015 / Aktualisiert: 07. Oktober 2017 / Aufrufe: 886

Polizeikräfte räumten den Grenzübergang Idomeni – Gevgelija im Norden Griechenlands, wo Wirtschaftsflüchtlinge wochenlang den internationalen Zugverkehr blockiert hatten.

Die Griechische Bahn (TRAINOSE) bestätigte, dass die Eisenbahnlinie bei Idomeni wieder frei ist, und laut der Gesellschaft wurde ein Zug bereit gestellt, um die als Wirtschaftsflüchtlinge charakterisierten Immigranten, die von der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Mazedoniens (FYROM) ab- bzw. wieder ausgewiesen wurden, von dem Lager an der Grenze nach Thessaloniki zu bringen.

Laut der TRAINOSE wurden mittels der Bahnstrecke bei Idomeni zwei Lokomotiven der Gesellschaft nach Skopje geschickt um dort blockierte Güterwagen abzuholen.

Polizeiaktion zur Entfernung der Immigranten verlief ruhig

Die Polizeiaktion zur Räumung der Bahnlinie begann am frühen Morgen des 09 Dezember 2015 und den bisherigen Informationen zufolge sind zehn Immigranten polizeilich vorgeführt worden und werden auf dem Polizeirevier Idomeni festgehalten. Laut dem Oberbürgermeister des Gemeindeverbands Päonia, Christos Gkountenoudis, „verlief die Polizeiaktion zur Entfernung der Immigranten von der Bahnlinie bei Idomeni, die in den letzten Wochen blockiert blieb, in Ruhe„.

Das Gebiet sowie auch die Eisenbahnlinie ist geräumt worden und inzwischen passierte bereits der erste Güterzug„, berichtete Herr Gkountenoudis und fügte an, die lokale Gesellschaft werde nun zur Ruhe kommen. „Wir wollen nicht, dass wieder das selbe mit Immigranten mit Nationalitäten stattfindet, die nicht passieren dürfen„, betonte er weiter.

Im weiteren Verlauf begab eine Gruppe Bediensteter des Gemeindeverbands Päonia sich daran, das Gebiet zu reinigen, während Busse mit Flüchtlingen (der drei Nationalitäten – sprich Syrer, Iraker und Afghanen -, denen die Überschreitung der Grenze gestattet ist) 15 Kilometer von Idomeni entfernt auf das Signal der Polizei warteten, sich der neutralen Zone zu nähren. Währenddessen fuhren von dem Übergangslager bei Idomeni 16 vollbesetzte Busse mit Immigranten in Richtung Athen ab.

Polizei räumt Grenzübergang Idomeni in Griechenland
Polizei räumt Grenzübergang Idomeni in Griechenland (09.12.2015 – Quelle: To Pontiki)

46 Busse mit Wirtschaftflüchtlingen fuhren nach Athen ab

Die Polizeiaktion zur Entfernung der in der neutralen Zone zwischen Griechenland und der FYROM befindlichen Immigranten kam nach rund 10 Stunden zum Abschluss. Am späten Nachmittag des 09 Dezember 2015 gab die Polizei, die den Verkehr auf der Nationalstraße nach Idomeni unterbrochen hatte, die Durchfahrt zu dem Dorf und die Weiterfahrt der mit Flüchtlingen besetzten Busse wieder frei.

Im Laufe des Tages fuhren insgesamt 46 Busse mit von der Polizei aus dem Gebiet entfernten Immigranten in Richtung Athen ab. Inzwischen sind Mitglieder von Hilfs- und nicht staatlichen Organisation in dem am vergangenen Wochenende geplünderten und verwüsteten Durchgangslager eingetroffen und versuchen, es wieder zu organisieren und darin fortzufahren, die Flüchtlinge aufzunehmen, die wieder begonnen haben, vor Ort einzutreffen um die Grenze zum Nachbarland zu passieren.

(Quelle: Imerisia, dikaiologitika.gr)

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