Hohe Gefahr des Bankrotts Griechenlands bleibt bestehen

27. November 2015 / Aufrufe: 1.088

Laut der EZB mag die Gefahr des Staatsbankrotts Griechenlands gesunken sein, bleibt jedoch weiterhin hoch.

Laut dem Bericht der Europäischen Zentralbank (EZB) über die Finanzstabilität (Financial Stability Review) ging die Aussicht auf einen griechischen Bankrotts seit dem Sommer zurück, bleibt jedoch hoch, während das Finanzsystem der Eurozone sich während der Dauer diverser Wellen der Instabilität der Finanzmärkte im zweiten Halbjahr widerstandsfähig zeigte.

In Bezug auf Griechenland führt die EZB an, die Erwartungen hinsichtlich der Gefahr eines Bankrotts seien gesunken, bleiben jedoch hoch.

Banksystem der Eurozone widerstand diversen Schocks

Die Erwartungen bezüglich des Risikos des Bankrotts stiegen in Griechenland inmitten einer hohen politischen Ungewissheit bis Juli 2015, und obwohl sie seitdem zurückgingen, bleiben sie wegen Beunruhigungen über die schnelle und vollständige Realisierung des dritten Programms zur Finanzierung Griechenlands auf hohen Niveaus„, wird in dem Bericht der EZB angemerkt und angefügt: „In Europa hatten die Entwicklungen in Griechenland eine eingeschränkte und vorläufige Auswirkung auf die Aktien- und Staatsanleihen-Märkte.

Der Bericht betont, die Möglichkeit eines abrupten Anstiegs der Risiko(versicherungs-)prämien auf weltweitem Niveau sei gestiegen, da die Beunruhigung sich zu der Seite der aufsteigenden Wirtschaften verlagert. Weiter stellt die EZB fest, dass die einen systemischen Druck andeutenden Indizes während der Dauer intensiver Perioden, die mit der Unruhe im Sommer (2015) in Griechenland zusammenhingen und auf die eine große Korrektur der Werte der chinesischen Aktiva folgte, auf einem gemäßigten Niveaus blieben.

Der Bericht betont ebenfalls die Verbesserung hinsichtlich der Fähigkeit des Banksystems der Eurozone, verschiede Schocks im ersten Halbejahr des Jahres zu absorbieren. Wie angemerkt wird, verbesserten sich sowohl der Gewinnverlauf als auch die Liquidität der Banken.

Vier Gefahren bedrohen die Stabilität des Finanzsystems

Die Herausforderungen, denen die Banken der Eurozone weiterhin begegnen, umfassen den schwachen wirtschaftlichen Aufschwung, den niedrigen Gewinnverlauf und die große Höhe der nicht bedienten Kredite, während in etlichen Ländern der Eurozone die Verschuldung des öffentlichen und privaten Sektors auf hohen Niveaus bleibt. „Diese Faktoren schränken weiterhin die Möglichkeit der Banken zur Vergabe von Krediten und ihre Fähigkeit zur Schaffung neuen Kapitals ein„, wird in besagtem Bericht betont.

Die EZB machte vier Gefahren aus, die in den beiden kommenden Jahren die Stabilität des Finanzsystems bedrohen:

  • Erhöhte Gefahr einer abrupten Umkehr der weltweiten Risikoprämien, die sich aus der niedrigen Liquidität der Sekundärmarkte verstärkt.
  • Schwache Gewinnaussichten der Banken und Versicherungsgesellschaften in einem Umfeld niedriger Wachstumsrhythmen des nominalen BIP, inmitten unvollendeter Angleichungen der Haushalte.
  • Mögliche Gefahr der Zunahme der Beunruhigungen über die Tragfähigkeit der Verschuldung des öffentlichen und privaten (nicht zu den Banken gehörenden) Sektors inmitten eines niedrigen nominalen Wachstums.
  • Erhöhte potentielle Gefahr des Drucks auf den sich äußerst schnell entwickelnden Schattenbank-Sektor.

(Quelle: Imerisia)

Kommentare sind geschlossen