Blackout bei Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland

4. November 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.062

Die unbezahlten Rechnungen bei der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland summieren sich inzwischen auf weit über 2 Milliarden Euro.

Die Situation mit den unbezahlten Stromrechnungen in Griechenland ist inzwischen außer Kontrolle geraten und verursacht bei der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) einen regelrechten … Blackout.

Wie veranschlagt wird, bezahlt 1 von 3 Verbrauchern nicht, während 1 von 6 Landwirten, die verbilligten elektrischen Strom für landwirtschaftliche Nutzungen beziehen, in Wirklichkeit gar kein „richtiger“ Bauer ist.

Direktor der DEI bestätigt Außenstände von 2,1 Mrd. Euro

Die Unternehmensleitung der Gesellschaft versucht, den stürmischen Verlauf der auf 2,2 – 2,5 Mrd. Euro hochgeschossenen fälligen Verbindlichkeiten ihrer Kunden zu bremsen, und beginnt ein Programm der Stromabschaltungen bei faulen Kunden. Die Kontrollen werden in ganz Griechenland beginnen, um dem Problem der fälligen Verbindlichkeiten wohlhabender Verbraucher zu begegnen, die in luxuriöse Villen wohnen.

In dem Versuch, ein besseres Bild des Problems darzustellen, betonte Emmanouil Panagiotakis, Präsident und geschäftsleitender Vorstand der Gesellschaft, am Rand einer Veranstaltung anlässlich der Unterzeichnung der Verträge mit der Europäischen Investitionsbank, der Informationen zufolge genannte Betrag von 2,5 Mrd. Euro werde nicht bestätigt und die die fälligen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 2,2 Mrd. Euro.

Weiter betonte er, bei 2,1 von 7,4 Millionen Stromanschlüssen werde nicht den Verpflichtungen entsprochen, womit ungefähr jeder dritte Kunde fällige Verbindlichkeiten habe. Der Präsident der DEI merkte an, auf Anweisung des Unternehmens werde ab der kommenden Woche der Netzbetreiber (DEDDIE) mit Abschaltungen bei Verbrauchern mit unbeglichenen Verbindlichkeiten und hohen Stromverbräuchen beginnen wird.

Kontrollen auch wegen „Schein-Landwirten“

Die DEI will auch bei den Landwirtschaftstarifen für Ordnung sorgen und die Berechtigten mit dem Ziel „durchleuchten“, die „Schein-Landwirte“ ausfindig zu machen, die um bis zu 30% verbilligten Strom beziehen.

Bei allen, die der DEI keine entsprechenden Bescheinigungen schicken, wird die Gesellschaft sogar aufhören, ihnen den um 30% billigeren Strom zu liefern, und sie wieder in den regulären Tarif einstufen. Laut dem Unternehmen haben von den Inhabern 190.000 solcher Stromanschlüsse bisher 30.000 der Aufforderung der Gesellschaft nicht entsprochen.

(Quelle: Imerisia)

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