Steuern zwingen Griechenlands Bürger in die Knie

22. Oktober 2015 / Aktualisiert: 22. Oktober 2015 / Aufrufe: 2.964

Während die fälligen Steuerschulden in Griechenland einen neuen Rekordstand erreichten, kommt auf die Bürger eine neue Steuerwelle von fünfeinhalb Milliarden Euro zu.

Die fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus in Griechenland erreichten neue Rekordniveaus, welcher Umstand zeigt, dass die Bürger sich in einem wirklichen Unvermögen befinden, die in den nächsten Tagen kommende Flut der Steuern zu bezahlen.

Konkret stiegen die „frischen“ Schulden an das Finanzamt im September 2015 um weitere 1,5 Mrd. Euro, womit die neuen, sprich seit Anfang des Jahres 2015 aufgelaufenen fälligen Verbindlichkeiten fast 8,4 Mrd. Euro erreichten.

Steuerzahler müssen bis Ende 2015 rund 5,5 Mrd. Euro aufbringen

Die Summe der alten und neuen (fälligen) Verbindlichkeiten an den griechischen Fiskus übersteigt inzwischen 80 Mrd. Euro, und wenn die Schulden an die Zollämter hinzugerechnet werden, tangiert der Betrag sogar 85 Mrd. Euro. Von diesen rund 80 Mrd. Euro sind gerade einmal 4,175 Mrd. Euro bzw. 5,2% beigetrieben (bzw. „reguliert“) worden. (Ergänzend ist anzumerken, dass die – aus welchem Grund und auf welche Weise auch immer aufgelaufenen und von Jahr zu Jahr einzig und allein zur Beschönigung des Haushalts übertragenen – „Altschulden“ realistischen Einschätzungen zufolge so wie so nur in einer Größenordnung von 10% überhaupt beitreibungsfähig sind.)

Die Beschleunigung des Rhythmus des Anstiegs der neuen fälligen Verbindlichkeiten gibt dem griechischen Finanzministerium ernsthaft zu denken. Aufzeigend ist, dass der monatliche Anstieg der Verbindlichkeiten sich in den letzten Monaten auf Niveaus bei 500 Mio. Euro beschränkte. Ihr Anstieg um 1,469 Mrd. Euro allein im September 2015 ruft Beunruhigung in Zusammenhang mit dem Rhythmus des Anstiegs öffentlicher Einnahmen des Haushaltsplans hervor, die eine signifikante Verzögerung hinsichtlich der Zielvorgaben zeigen.

Derweilen droht die Verschlechterung der Bedingungen zur Erfüllung der sogenannten 100-Raten-Regelung tausende Schuldner aus der Regelung hinauszudrängen, was die fälligen Verbindlichkeiten weiter „aufblähen“ wird. Zur selben Stunde wird die Lage durch das Volumen der steuerlichen Verpflichtungen in Höhe von 5,5 Mrd. Euro beschwert, die in dem unmittelbar bevorstehenden Zeitraum auf die Bürger zukommen.

Davon beziehen sich 2,65 Mrd. Euro auf die sogenannte Einheitliche Immobilien-Besitzsteuer (ENFIA), deren erste Rate (von insgesamt fünf) spätestens bis zum 30 Oktober 2015 zu entrichten ist (obwohl die einschlägigen Steuerbescheide bisher noch nicht einmal ergangen sind …!). Weitere 1,8 Mrd. Euro entfallen auf die spätestens bis zum 30 November 2015 zu zahlende dritte Rate der Einkommensteuer, während die bis zum 31 Dezember 2015 zu entrichtenden Kfz-Steuern auf 1,1 Mrd. veranschlagt werden (die entsprechenden Bescheide werden ab Anfang November 2015 ergehen).

(Quellen: Imerisia, Medienberichte)

  1. Πραποπουλος Νικολαος
    24. Oktober 2015, 01:09 | #1

    Μόλις χθες έλαβα τον Λογαριασμο του ΕΝΦΙΑ αυξημένο κατά 20 % και η 1η Δωση πληρωτέα 30.10. και όχι σε 8, αλλα σε 5 Δώσεις. Τι περιμενει η Κυβέρνηση? Όταν δεν εχω αλλα εισοδήματα από τα ενοίκια, τα οποια ίσα ισα φθάνουν να πληρώσω τις δώσεις της ρύθμισης που και αυτες αυξήθηκαν κατά 1 % τον μήνα αυτον, τον φόρο εισοδήματος και τον αυξημένο φόρο ΕΝΦΙΑ, ας μην αναφέρω και τα έξοδα Δικηγόρου, μηχανικού και φοροτεχνικού που υπάρχουν με τα ακίνητα?
    Κατά αυτόν τον τροπο χάνεται κάθε ενδιαφέρον για ιδιοκτησια και επενδύσεις σε ακινητη περιουσία, ετσι χάνονται ευκαιρίες για εργασίες και μείωση της ανεργίας … . Ποσο θα αντέξει αυτή η Κυβέρνηση?

    • Team
      24. Oktober 2015, 13:35 | #2

      Ο τρόπος υπολογισμού του ΕΝΦΙΑ παρέμενε ο ίδιος όπως και πέρσι. Ενδεχόμενες αυξομειώσεις της φετινής φορολογικής επιβάρυνσης σε σχέση με πέρσι πιθανώς οφείλονται σε μεταβολή της περιουσιακής κατάστασης, διαφοροποιημένες δηλώσεις Ε2 / Ε9, ανεπαρκή δικαιολόγηση δικαιούμενων / προσδοκώμενων εκπτώσεων ή έστω ακόμη και σε λανθασμένο υπολογισμό του φόρου.

      Πέρσι ο φόρος μπορούσε να καταβληθεί σε έως 6 (άτοκες) ισόποσες δόσεις, φέτος ο μέγιστος αριθμός δόσεων περιορίστηκε σε 5, λόγω της (σκόπιμα) καθυστερούμενης εκκαθάρισης. Εναλλακτικά υφίσταται η δυνατότητα υπαγωγής στη λεγόμενη „πάγια ρύθμιση των 12 μηνών“, δηλαδή της καταβολής της οφειλή σε 12 (έντοκες) ισόποσες δόσεις.

      Αξίζει να σημειωθεί πως ενδεχομένως (λόγο μη ή μερικής ή εκπρόθεσμης καταβολής) ληξιπρόθεσμες δώσεις ή υπόλοιπα επιβαρύνονται για το διάστημα των πρώτων τριών μηνών της καθυστέρησης με επιτόκιο υπερημερίας 0,73% μηνιαίως επί του ληξιπρόθεσμου ποσού.


      Der Modus der Berechnung der ENFIA ist der selbe wie auch im vergangenen Jahr geblieben. Eventuelle Abweichungen der steuerlichen Belastung (nach oben oder unten) im Verhältnis zum vergangenen Jahr beruhen wahrscheinlich auf einer Änderung der Vermögenslage, differenzierten Deklarationen E2 / E9, einer unzureichenden Begründung beanspruchter / erhoffter Ermäßigungen oder sei es auch einer falschen Berechnung der Steuer.

      Im vergangenen Jahr konnte die Steuer in bis zu 6 (zinsfreien) Raten gleicher Höhe entrichtet werden, in diesem Jahr wurde die Anzahl der Raten – wegen der (absichtlich) verzögerten Bereinigung – auf höchstens 5 beschränkt. Alternativ besteht die Möglichkeit zur Inanspruchnahme der sogenannten „beständigen 12-Monats-Regulierung“, also der Begleichung der Schuld in 12 (verzinsten) Raten gleicher Höhe.

      Es ist anzumerken wert, dass eventuell (wegen nicht oder teilweiser oder außerfristgemäß erfolgter Zahlung) fällig gestellte Raten oder Restbeträge für den Zeitraum der ersten drei Monate des Verzugs mit einem monatlichen Säumniszuschlag (Verzugszinsen) von 0,73% des fälligen Betrags belastet werden.

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