Ende des traditionellen Wohnungsmarkts in Griechenland

10. Oktober 2015 / Aufrufe: 3.251

Die Krise in Griechenland hat den Immobilienmarkt praktisch völlig eingefroren und eine Wende zur Mietung herbeigeführt.

Gemäß den Ergebnissen einer von dem geschäftsführenden Vorstand der Firma Thomas Gerakis auf dem Immobilien Kongress Prodexpo präsentierten Untersuchung der Marc zeigt der Immobilienmarkt sich „eingefroren“.

Spezieller auf die Frage, „beabsichtigen Sie (oder ein Mitglied Ihres Haushalts) in den kommenden 2 – 3 Jahren zum Kauf irgend einer Immobilie zu schreiten oder in Immobilien (Kauf, Bau) zu investieren?“ antworteten gerade einmal 4,5% mit „Ja“ und „Vielleicht“, während 94,9% mit „Nein“ und „Wahrscheinlich nicht“ antworteten.

1 von 3 Kreditnehmern hat Probleme bei der Tilgung

Auf die Frage, „beabsichtigen Sie oder ein Mitglied Ihres Haushalts, in den kommenden drei Jahren zum Verkauf einer Immobilie zu schreiten?„, antworteten 81,2% mit „Nein“ und „Wahrscheinlich nicht“ und 18,8% mit „Ja“ und „Wahrscheinlich ja“. 94,9% der Befragten suchen derzeit nicht nach einer Mietimmobilie und nur gerade einmal 5,1% suchen nach einem Mietobjekt. Hinsichtlich der Frage, „Glauben Sie, dass die Preise der Immobilien in Griechenland in den kommenden 2 – 3 Jahren noch mehr sinken, zu steigen beginnen oder stabil bleiben werden?“ rechnen 50,4% mit einem Rückgang, 6,8% mit einem Anstieg und 30,8% mit einer Stabilisierung der Immobilienpreise.

Auf die Frage, ob sie einen noch laufenden Baukredit oder Wohnkredit haben, antworteten 23,4% mit „Ja“ und 76,6% mit „Nein“. Einer von drei Kreditnehmern begegnet Schwierigkeiten bei der Abzahlung seines Kredits. Spezieller auf die Frage „Wie kommen Sie den Raten des Baukredits nach?“ antworteten 69,3% „Immer pünktlich“, 18% „Häufig mit einem gewissen Verzug“ und 11,7% „Ich habe im Verzug befindliche Schulden“. Auf die Frage, „Sind Sie eine Regelung bezüglich kleinerer Raten eingegangen„, antworteten 40,9% mit „Ja“ und 54,8% mit „Nein“. Auf die Frage „Glauben Sie, die Raten Ihres Baukredits in Zukunft regulär abzahlen können zu werden?“ antworteten 59,1% mit „Ja“ und „Wahrscheinlich ja“ und 28,4% mit „Nein“ und „Wahrscheinlich nicht“.

Hinsichtlich der Besteuerung antworten auf die Frage, „Glauben Sie, dass Sie die sich auf Ihre Immobilie beziehenden Steuern zahlen können werden“ 30,9% mit „Nein“ und 64,4% mit „Ja“ und „Wahrscheinlich ja“. Auf die Frage „Werden Sie es schaffen, Ihre Miete pünktlich zu zahlen?„, antworteten 58.9% mit „Pünktlich“, während 11,7% (mit mehr als 1 Miete) im Rückstand sind. Die Frage „Wurde Ihnen wegen der Krise die Miete gesenkt?“ beantworteten 67,6% mit „Ja“ und 31,5% mit „Nein“.

Bezüglich der Verwertung der öffentlichen Immobilien führen 18,1% an, die Objekte müssen an Privatleute / Investoren verkauft werden, damit ein Teil der öffentlichen Verschuldung gedeckt werden kann, 34,1% meinen, sie müssen Privatleuten / Investoren überlassen werden, damit die geeigneten Investitionen erfolgen, 6,4% meinen, sie müssen wie gehabt beim Staat verbleiben, und 34,2% sagen, sie müssen den lokalen Kommunen zur Verwertung überlassen werden. Hinsichtlich der geplanten oder bereits in der Realisierung befindlichen Projekte beurteilten 56,5% die Sanierung des Elliniko-Areals für die Aufwertung des Bildes des Beckens von Attika als signifikant und 29,3% als recht signifikant, während 74,4% die Verwertung der Immobilien der Olympiade als sehr signifikant einschätzten.

Die Erhebung erfolgte vom 29 September bis zum 01 Oktober in der Tiefebene von Attika an einem Muster von 805 Haushalten.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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