„Tückische“ Teuerung in Griechenland

11. September 2015 / Aufrufe: 1.500

Trotz der seit Monaten verzeichneten Deflation in Griechenland sehen die Konsumenten sich mit zum Teil schockierenden Preiserhöhungen bei Grundbedarfsgütern konfrontiert.

Die Teuerung überrollt den Markt, die offizielle Inflation in Griechenlands blieb jedoch auch im August 2015 (und damit im dreißigsten aufeinanderfolgenden Monat) negativ und gibt natürlich nicht die Realität wieder, welche die Griechen durchleben, die eine signifikante Minderung ihrer Einkommen erfuhren!

Aus den am 09 September 2015 von der Griechischen Statistikbehörde (ELSTAT) an die Öffentlichkeit gegebenen Daten geht ein Rückgang der Inflation im vergangenen August um 1,5% im Vergleich zu August 2014 hervor. Innerhalb der selben Periode wurden jedoch zum Teil erhebliche Preiserhöhungen bei Basisprodukten und Dienstleistungen von … bis zu über 19% verzeichnet.

Treibstoffpreise verzerren Teuerungsrate

Das magische Bild der Inflation hat eine Erklärung: Der große Rückgang bei den Treibstoffpreisen zog die Inflation auf negative Niveaus mit sich und „versteckte“ so die Preiserhöhungen sogar auch bei Gütern des Grundbedarfs. Mit dem Anlass … der von dem Memorandum auferlegten Änderungen bei den MwSt.-Sätzen lagen die Preiserhöhungen bei vielen Basisgütern für den familiären Tisch sehr viel höher als die Inflation.

Aus dem Vergleich zwischen August 2014 und August 2015 ergeben sich Preiserhöhungen bei Brot – Getreideprodukten (3,2%), Fleisch allgemein (1,9%), Milchprodukten und Eiern (0,4%), Zucker – Schokolade – Süßwaren – Speiseeis (5%), frischen Kartoffeln (19,5%), frischem Obst (19,3%), frischem Gemüse (8,8%), sonstigen Lebensmitteln (5,7%), Kaffee – Kakao – Tee (10%), Zigaretten (3,1%).

Steuern und Abzocken heizen Preise an

Die Steuern und Abzocken setzten den Familienetat in Brand! Innerhalb der selben Periode verzeichneten die Tarife der DEI einen Anstieg um 0,7%, bei den Krankenhäusern und den Kliniken stiegen die Preise um 6,1%, bei den kombinierten Personenbeförderungen zeigen sich Preiserhöhungen um 10,6%, bei den Personenbeförderungen per Straße um 6,1%, bei Flugtickets um 7,7% und bei den Beförderungsentgelten in der Küstenschifffahrt um 6,9%. Parallel werden bei Restaurants – Konditoreien – Cafés Preiserhöhungen um 1,7% und bei den Hotels um 2,3% verzeichnet.

Die hauptsächlichen Preissenkungen dagegen bezogen sich auf Mineralwasser – Erfrischungsgetränke – Fruchtsäfte (3%), Kleidung und Schuhe (6,8%), Heizöl (24%), Erdgas (8,6%), Haushaltstextilien (10%), pharmazeutische Produkte (6,2%), Benzin (10,6%), Theaterkarten (27,3%), Zeitungen – Büchern – Papierwaren (1,6%) und Kfz-Versicherungen (11,8%). Ebenfalls brachten die Verhandlungen zwischen Mietern und Eigentümern Senkungen bei den Wohnungsmieten um 4,7%.

Preiserhöhungen von bis zu über 10% innerhalb eines Monats!

Zwischen Juli und August 2015 verzeichnete die EL.STAT. Preiserhöhungen bei Brot – Getreideprodukten (3,2%), Fleisch allgemein (2,4%), Milchprodukten und Eiern (0,5%), Ölen und Fetten (2,5%), Frischobst (12,5%), Frischgemüse (4,5%), Kartoffeln (2,7%), haltbar gemachtem oder verarbeitetem Gemüse (3%), Zucker – Schokolade – Süßwaren – Speiseeis (5%), sonstigen Lebensmitteln (5,7%), Kaffee – Kakao – Tee (7,4%), Krankenhäusern und Kliniken (6,1%), Personenbeförderungen per Straße (3,3%), Restaurants – Konditoreien – Cafés (1,9%), sonstigen persönlichen Pflegeartikeln (2,4%) und Kfz-Versicherung (0,7%).

Auf der Gegenseite bezogen sich die Preissenkungen auf Benzin (4,2%), Personenbeförderung per Flugzeug (7,1%), Lichtspielhäuser – Theater (4,1%) und Hotels (4,1%).

(Quelle: dimokratianews.gr)

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