Griechenlands Zentralbank steht mit 106 Mrd in der Kreide

25. September 2015 / Aufrufe: 676

Die Verbindlichkeiten der Griechischen Bank gegenüber der EZB erreichten Ende Juli 2015 einen Rekordstand von rund 106 Milliarden Euro.

Die Verbindlichkeiten Griechenlands an das Zahlungssystem der Eurozone (Target2) erreichten Ende Juli 2015 das höchste Niveau seit 2012, da die Ängste, Griechenland würde zu einem Ausscheiden aus der Eurozone gezwungen werden, zu einem Abflüssen von Kapital aus dem Land führten.

Laut den jüngst zum ersten Mal von der Europäischen Zentralbank (EZB) bekannt gegebenen Angaben zum Zahlungssystem Target 2 hatte die Griechische Bank (Bank of Greece) Ende Juli 20215 gegenüber der EZB Nettoverbindlichkeiten in Höhe von 106,13 Mrd. Euro.

Kapitalkontrollen führten zu höchstem Target2-Saldo seit 2012

Das Target2-System erleichtert die Zahlungen zwischen den Banken der Länder der Eurozone, indem sie mittels des Kontos abgewickelt werden, das jede nationale Zentralbank bei der EZB hat. Die vorstehenden Angaben bedeuten, dass die Zahlungen griechischer Banken an Institute anderer Länder der Eurozone die Zahlungen in entgegen gesetzter Richtung (von Banken der Eurozone an griechische Banken) um 106,13 Mrd. Euro überstiegen.

Als die griechische Regierung Ende Juni 2015 schließlich die Kapitalverkehrskontrollen verhängte, hatten Griechenlands Netto-Verbindlichkeiten mit 107,7 Mrd. Euro das höchste Niveau seit Ende 2012 erreicht.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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