Sofortige Rekapitalisierung der Banken Griechenlands oder Bail-in

3. August 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.960

Von Seite der Zentralbank Griechenlands wird eine umgehende Rekapitalisierung der Banken angemahnt, da anderenfalls ein Schnitt der Guthaben droht.

Ein hochrangiger Funktionär der Griechischen Bank (TtE) warnt, die Rekapitalisierung der griechischen Banken müsse innerhalb des Jahres 2015 erfolgen, damit ein „Schnitt“ der Guthaben vermieden wird.

Wie Funktionäre der TtE meinen, sei nun das primäre Ziel Aller, dass die Rekapitalisierung innerhalb des laufenden Jahres und mittels der Finanzstabilitätsfazilität (FSF) und nicht über Kredite des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) erfolgt.

Ab 2016 droht ein Bail-in bzw. „Schnitt“ der Guthaben

Wie besagte Funktionäre meinen, sei der Grund, dass, wenn die Rekapitalisierung zwar mit Kapital des ESM, jedoch mittels der FSF erfolgt, die Kosten von dem Fiskus und nicht von den Banken übernommen werden und somit ausgeschlossen wird, dass es einen „Schnitt“ der Bankguthaben geben wird. Letzteres wäre dagegen nicht völlig ausgeschlossen, wenn die Rekapitalisierung direkt durch den ESM erfolgen sollte.

Falls wiederum die Rekapitalisierung ab 2016 und nachfolgend geschieht, wird dann die neue europäische Direktive gelten, die einen „Schnitt“ (Bail-in) bei Sparern und Obligationären vorsieht und bereits Gesetz des griechischen Staates geworden ist. Dies bedeutet, dass bis Oktober 2015 die Stresstests der griechischen Banken abgeschlossen werden müssen, damit ihre Rekapitalisierung innerhalb des laufenden Jahres vollendet wird.

Wie bei der am Nachmittag 31 Juli 2015 erfolgten ersten Begegnung festgestellt wurde, scheint die Leitung der Griechischen Bank in dieser Schlussfolgerung mit den Leitern der Institutionen übereinzustimmen. Wie vorstehend angeführt wird angestrebt, dass die Rekapitalisierung gemäß den Modellen des Jahres 2012 erfolgt, also mittels der Finanzstabilitätsfazilität und nicht direkt durch den ESM erfolgt. In diesem Rahmen ist sogar nicht ausgeschlossen, dass sie in zwei Raten erfolgt, sofern im August 2015 Kapitalaus dem dritten Programm als Anzahlung freigegeben wird.

Das Szenarium bezüglich der Schaffung einer „Bad Bank“ kommentierend, äußerte eine Quelle innerhalb der TtE, dies sei in der gegenwärtigen Phase schwierig, schloss jedoch nicht die Möglichkeit aus, dies könne nach der Rekapitalisierung geschehen.

Es sei in Erinnerung gerufen, dass am 31 Juli 2015  der griechische Finanzminister Efklidis Tsakalotos ein Treffen mit dem Leiter der TtE bezüglich der auf den Vitae basierenden Auswahl der Vorstandsmitglieder des unter Gründung stehenden Ausschusses hatte, der den Verlauf des Etats kontrollieren und zusätzliche Maßnahmen empfehlen wird.

(Quelle: Imerisia)

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