Griechenland will Finanzämter für das Publikum schließen

28. August 2015 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 1.201

Das Finanzministerium in Griechenland plant, die Finanzämter nach einer Übergangsphase endgültig für den allgemeinen Publikumsverkehr zu schließen.

Die neue Führung des Finanzministeriums in Griechenland arbeitet einen Plan aus, um die Finanzämter für den Publikumsverkehr endgültig zu schließen. Ziel ist, dass die Besuche in einer ersten Phase nur noch nach Terminabsprache erfolgen, während in einer zweiten Phase die Vorgänge ausschließlich per elektronischer Korrespondenz abgewickelt werden sollen.

Es wird damit gerechnet, dass auf diese Weise für die Bürger tausende Arbeitsstunden eingespart werden, während auch bei den Finanzämtern wertvolles Personalpotential von bürokratischen Arbeiten befreit werden und sich mit einen Mehrwert schaffenden Arbeiten befassen wird, wie es beispielsweise die Steuerprüfungen sind.

Besuche beim Finanzamt nur noch mit Termin

Der Plan hat jedoch konkrete Schritte, die zu erfolgen haben. Es muss eine schrittweise Abschaffung aller steuerlichen Angelegenheiten erfolgen, die derzeit ausschließlich per Besuch der Bürger bei den Finanzämtern abgewickelt werden. Charakteristische Vorgänge dieser Art sind die vorläufige Stilllegung von Fahrzeugen (sprich die Hinterlegung von Kfz-Kennzeichen) und die Abgabe von Erklärungen zur Kapitalbesteuerung, wie es die Einreichung von Deklaration zur Übereignung oder elterlichen Zuwendung von Immobilien sind.

Damit dies geschieht, müssen allerdings neue elektronische Services per TAXISnet entwickelt werden, damit der Besuch des Steuerpflichtigen bei dem Finanzamt nicht mehr erforderlich ist.

Im Finanzministerium gibt es Überlegungen, dass in einer ersten Phase bestimmte Vorgänge fortan nur noch nach Terminabsprache mit dem Finanzamt erfolgen, damit die Finanzämter für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen werden. Beispielsweise soll die Einreichung einer Immobilientransaktions- oder Erbschaftsdeklaration nach Terminabsprache mit der Abteilung des Finanzamts für Kapitalbesteuerung erfolgen. In einer zweiten Phase werden die Finanzämter endgültig für Besuche der Steuerpflichtigen schließen, da fortan alle Steuerangelegenheiten ausschließlich per Internet und E-Mail erfolgen werden.

Eine Probe für die Planungen des Finanzministeriums wird auch die (bereits vor etlichen Wochen angeordnete) Schließung der lokalen Finanzämter für das Publikum an ein oder zwei Tagen der Woche zu dem Zweck sein, dass die Beamten bei Durchführung präventiver Steuerkontrollen auf dem Markt (Kontrollen bezüglich der Ausstellung von Quittungen, Abführung der MwSt. usw.) eingesetzt werden.

(Quelle: capital.gr, Autor: Spyros Dimitrelis)

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